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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
471
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^den wachsen werden; die Wege über können soW werden, daß sie sich vrehen,und man auf»"^so bequem spazieren könne, als ob sie im eben,

^»eld waren.

. ^Lann ferner in dem Boden wv man diese Mal,^ 'Nachen will, bereits grosse Bäume stehen , so. j.c mit ihrem Schatten viel Vortheil, und5 kan die Wege umselbiqeso herum führen, daß^ gar nicht hinderlich fallen, wann man aber her,l!>, ^ Vsden an den Quartieren ausftn herum, Mabt und reiniget, so kan man blühende Stau-so ändere Bäume vor die grösseren pflanzen,daß wann solches wohl eingerichtet wird, dieMltasche ein recht gutes Ausehen bekommet»auch unter diesen Bäumen der Boden wohl^Migct und umgraben, so befördert solches dasWachstum der Baume, und da kan man noch der,dj'^eüe Stauden und Waldpflanzen hinsetzen,umh^^uartiere vice ju machen und die Wege zu be,

a Alle Bäume und Staude» so in diese WülduN,."besetzet werden, lässt MW wild daher wachsen,^ beschneidet sie sonst nicht, als Nur wann es Nö-ten damit sie sich nicht über die Wege ausbrei»oder die benachbarten Bäume und Staudent'uff ^ bedecken, und den freyen Zugang deri)!, , ^ selbigen hindern. Auf diese Weise wird^ Unterhaltung grosser Plantaschen dieser Arthoch zu stehen kommen , sonderlich wann die^>me und Stünden wohl gewurzelt sind : dannd^n Schatten ihrer Aeste, werden sie demWachstum des Unkrautes grossen Einhalt thun,undgiebt einem Garten mehr ZierveFs wann sie^eingerichtet sind. . > ^ >

N^ann grosse Wälder so liegen, daß sie sich tM^ndris des Gartens wohl anbringen lassen , ssch / Man selbige mir wenigen Kosten recht schön ma-indem man nuralleme diejenigenBäumeund^uden,so kein gutes Ansehen machen, umhauen,? an ihre Stelle einige blühende Bäume undf. kriechende Stauden an die gehörige Orte setzen^ ? hernach führet man durcii die verschiedenenauf eine leichte und natürliche Manier dielUge, so,daß sie, soviel möglich, nicht künstlich

kommen. Wann uberdieses noch an sok //. ^.Orten , wv wenig gute Baume stehen, einigeOeffmmgen gemachet werden, denen man al-,!^Form geben, und mit kleinen Gebäuden,isken, GefäseN, Urnen tt. a« gehörigen Orten> Alexen kan, so wird dadurch ihr Pracht um vie,Kniehret.

^Mvem man diese Wege durch die Wäldetfühiman auch auf die benachbarte Landschaffthin/ ^ geben, so, daß wo etwann in der Ferne ei,^Gegenstände sind, die in das Gesicht fallen,manh,.^ungen lasse, zu welchen die krummen W«gesxk ^ , damit man daselbst diese Gegenstande zua>in,. "ekomme. Hiedurch werden Fremde in ein«sij^thige Verwunderung versetzet, wann sie ver,he s, dieser Wege durchwandelt haben,und ei«ttess. ^ Absicht in die nahe liegende Gegend gn,>Ü^!?^,wö ein Dorf, eine Kirche, oder ein anderersk« Würdiger Gegenstand, als ein Flus oder gros,de^asserwerck sich dem Gesichte darstellet, indemnicht anders als angenehm seyn kan.

"wn aber keine Regeln geben kan , die beyh^^age anzubringen waren,so mus matt den Ent»^ia ^on dergleichen Waldunqen dem Urtheil des^W^'mers, oder einer andern Person von guter°eka I!! überlassen; diese mus sich die Lage in etwas'Ut gemachet haben, ehs sie die Anlegung selbst

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unternimmt, weil man sonst viele Fehler begehenkönnte, die sich nicht mehr ändern liessen, wie viel-mals geschehen, wann unerfahrne Leute dergleichenWercke angegeben, und Baume ausgerotterhaben/oder wann andere sich nicht Zeit genug genommen,die nahe liegende Gegend recht in Betrachtung zuziehen, Und so viel Gegenstände , als nur immerMöglich ins Gesichte zu bringen. Daher will ichmich mit keiner ferneren Unterweisung einlassen,weil die bereits gegebene hinreichend genug ist der-gleichen Wercke nach solcher gehörig anzulegen undZu pflanzen.

NASSER, ist eines der allernöthigstenDinge in einem Garten; fehlet solches,so stirbt ge-wis alles ab,was in selbigem gepflanzet ist. Durchdas Wasser kan man der grossen Trockene imSommer abhelffen , indem sonst, wann wir durchselbiges bey ausserordemlicher Hitze nicht Hülsteschaffen könnten , der gröste Theil der Pflanzen ge-wiö verbrennen würde. Uberdem so wird auch dieSchönheit eines Lusthauses durch das Wasser ver-wehret, indem man Springbrunnen, CanäleundCascaden anlegen kan, welche einem Garren diögrösste Zierde geben.

Herr Ijaac dlrwton giebt Von dem reinen undpuren 'Wasser folgende Erklärung : er saget, e6sey dasselbige ein flüssiges und flüchtiges Salz, ssweder Geruch noch Geschmack habe , welches auskleinen, glatten, Harken,porösen,kugelrunden Theil-chen zu bestehen scheinet, die gleiche Durchmesserhaben, und von gleicher, besondern Schwere sind,zwischen welchen ein so grosser und so eingerichteterZwischenraum ist, daß auf allen Seiten etwas da-zwischen kommen könne. ^

Weil sie sich so leicht übereinander hin bewege»können, so erhellet daraus ihre Glarre

Ihre kugelrunde Form macht, daß sie einanderNicht mehr als nur in eiNem Punct berühren ;beedesaber trägt vieles dazu bey, daß sie sich in ihrer Be-wegung, so wenig als nur immer möglich aneinan-der reiben.

Ihre Harte beweiset die Eigenschafft des Was-sers, nach welcher sich solches, wann es mit keinerLussr vermischet ist, Nicht zusammen drucke»

lasst.

Die povosiräc des Wassers ist so gros, daß inselbigem wenigstens vierzeyenmal mebr Raum alsMaterie ist: dann das Hasser ist specifice muN^e-henmal leichter als das Gold, und aljo auch m ede«der Proportion lockerer, doch lässt das Gold Waftser durch seine Poros durchdrucken, so, daß es alsüwahrscheinlich ist, eshabe selbiges mehr Poros alsvesteTbeile. -

Herr le Ctevc sagt, an dem Wasserfesten folgen-de DiNge zn bemercken,deren Grund die Naturlehirer suchen.

i. Ist selbiges durchsichtig, weil es nach einigerMeinung, aus biegsamen, kleinen Schnüren ähnli-chen Theilchen bestehet, welche weder so dichte miteinander vereiniget, daß keine Pori Mischen ihNe»wären, noch so Miteinander verwickelt sind,daß Nichtzwischen selbigen genug gerade Linien blieben, nachwelchen das Licht sich hindurch bewegen könnte.

Dann da diese TheilcheN Nicht dichte mitemaN«der vereiniget sind, und sich in beständiger Bewe-gung befinden , so können die Lichttheilchen durchselbige leichtlich nach geraden Linien durchgehen,dasWasser müsste denn sehr tief seyn, oder durch eineäußerliche Ursache in Bewegung gebracht werden:dann da wird die Durchsichtigkeit des n?assersCtccce- sehe