wo allezeit solche Baume gesetzek werden müssendeam höchsten wachsen, !v , daß die Wipfel allerBaume ins Gesicht fallen, ihre Stämme aber be-deckt seyen , welches dann ein ganz anderes Ansehenmachen wird, als wann man nach der gemeinenManier die grossen und kleinen Bäume ohne Unter-schied untereinander setzet, so, daß öffkers diegröstenvornen im Gesicht, die kleinen aber hinter ihnen ste-hen, wie es sich etwann von ungefehr ereignet, dadann die kleineren selten gut wachsen, weil d'.e grös-seren über sie herhangen,und selbige beschatten.
Will man aber einen Lustwald mit Verstandpflanzen, so ist wohl;u überlegen, was alle verschie-dene Sorten von Bäumen ordentlich für ein Wachs-tum haben, damit man jeden nach der Grösse, die ergewöhnlich erlanger, setze; setzet man sie aber gleichanfangs einen hinter den andern, wie vor gemeldetworden , so werden sie nicht lange in dieser Ord-nung wachsen: dann einige Sorten werden die an,dern sehr überwachsen, und also der Plantasche einschlechteres Ansehen geben ; pflan;! man sie aber sowie sie ordentlich wachsen , so halten sie fast immereine Ordnung , da sie dann sehr anmuthig in dasGesicht fallen.
Diese Baume müssen auch, nachdem ihr Wachs-tum beschaffen ist, in proportionirlicher Weite voneinander stehen , und nicht so enge zusammgesetzetwerden, wie insgemein.zu geschehen pfleget, da manwohl viermal mehr Baume setzet als nöthig sind.Stehen sie so enge, so werden sie sehr hoch, alleinesie breiten sich nicht schön in Aeste aus, welches ih-nen doch ein viel besseres Ansehen giebt, als wannsie so dünne und hoch werden, und kaum einenWipfel haben , wie wir nur gar zu viel in einigender grössten Garten von iLngelanb sehen, wo manstatt einer schönen Rundung von Bäumen mit aus-gebreiteten kugelförmigen Wipfeln, nichts als na-ckende Stamme wahrnimmt. Wo auch die Bäu-me so dicke stehen, da wachsen sie nicht halb so gut,dauern auch nicht halb so lang, als diejenige die ingehöriger Weite stehen: dann da ihre Wurzeln un-tereinander lausten und zusaminenstossen nehmen siemehr Nahrung weg, als der Boden liefern kan, da-her bekommen sie kleine Blätter, und in trockenemWetter fallen sie lange vor der gewöhnlichen Zeitab, daß dadurch die Anmuth der Plantasche um vie-les verringert wird.
In den Abtheilungen dieser Plantasch'en,kan manin diejenigen Theile die mit solchen Bäumen besetzetsind,so ihre Blätter fallen lassen, an die Wege undOeffnungen,Rosen,Spechlilien,Spierstauben,undandere niederige blühende Staudengewachse pflan-zen, die man allezeit niederig halten, und nahe an-einander setzen kan. Unter diese können an dieGeilender Wege Schlüsselblumen,veligen^ari«ssen, und verschiedene andere m Wäldern wach-sende Blumen gepfianzet werden, doch so, daß sieNicht in gerader Linie stehen, sondern zufälliger Wei,se, wie sonst in den Wäldern, da zu seyn scheinen.Hinter die erste Reihe von Stauden soll man spa,Nische Holländer, rauben, Geisklee, die staubigeZllrhee, Al llerhals , und andere blühende Stau-den von mittlerer Grösse pflanzen , hinter welchender Saumbohnenbaum, der Syringenbaum,diegelderlscve Rose, und andere blühende Staudenstehen können ; hinter diesen können wieder andereBaumsorten kommen, die bis gegen die Mitte derQuartiere zu immer höher werden, von welcher siesich auf allen Seiten gegen die Wege zu verlichrensollet!'
Durch diese Einteilung hat man dasg en die blühenden Stauden im Gesicht ZU'da man sich dann auch an dem Geruch ^vergnügen kan, wann man durch die Wege nret, welches diejenigen so Lustwalder anlegen, -achten sslten: dann es ist nichts gemeiners, ai» .man Rosen , Speckigen, und andere k!c>^hende Stauden, in der Mitte grosser QuarneSchatten und in der Trauffe grosser Baumei ^siehet, wo sie selten treiben ; und so sie jü trc,,ist doch kein Vergnügen dabey, weil sie nicht ^Augen fallen. Wann man diese Quartier ^°wimer etwas umgräbt, so wird der ^unnützen Unkraut rein gehalten , und den ^wird solches sehr zu nutzen kommen, aucksolchen Orten, wo die Arbeit wohlfeil ist,n>W'-kosten,es müste dann die Plantasche sehr
Ausser den grossen Wegen und Qeffnungen ^die allezeit mit Rasen belegt, und unter der^gehalten werden müssen , sollen auch einige l"krumme Wege^durch die Mitte der Quarts,,,,
hen, wo mcm für sich alleine spazieren könne. ^darf zu di?sem Ende nur den Boden xben ,,und fleissig fretten,um ihn vom Unkraut Z.ur^welches mic einer breiten Frette ohne Mühehen, und leichtlich bewerckstelliget werden kan/^,,'hernach übcrrechet man sie, daß sie ein l'e»n^ ' atsehen bekommen. Diese Wege dürffen nw)^ ^können so geführet werden ,
breit seyn, und rönnen 10 gesuyrer werben, 7^,,,von der Mitte der Quartiere nicht weit abslA..^
indem daselbst die grössten Baume sind,so den!'sten Schatten gsben. In grossen Quartiere" Adie Wege breit genug, wann sie fünf ,le
iink . in iss »>ine
Schuh weit sind,von vier Schuhen hinlänglich genug.
in kleineren aber ist eine
Seitenwege kan man einige Waldblumen hu' .wieder kunstmassig pflanzen, die daselbststehen werden.
In dem Hauptentwurss dieser Waldungen/,^man nicht dahin zu sehen , daß die verscl)'^ ^Theile derselben gleichförmig ausfallen: dannkommt so förmlich und gezwungen heraus,heut zu Tag keinen Beyfall mehr findet, jedie Abwechslung in derEmtheilung ist, je anw^„,ger fallen sie aus ; und weil nach einer solch"'theilung und Anlegung die verschiedenenmalen einerley Ansehen bekommen,so ist auchdaran gelegen , ob sich in denselbigen insbei»» ^eine Abwechslung zeige. Derjenige Theilvom Haus aus, oder von andern Theilen des ^tens am meisten ms Gesicht fällt, kan mit in>> ^grünen Bäumen besetzet werden; in den übrigen ^ stkönnen nach obiger Manier,solche Bäume stcl^ ^ihr Laub abwerffen. . ^.,iF
Demjenigen Theil der mit immergrünen B»u,besetzet wird,kan folgende Einrichtung gegeben^den : m die erste Reihe, zu nächst an die gr^Wege, kan man den Tmuslorbeer, Such^ pRellerhals, N?achholber, den Sevenbauw, ^andere kleine immergrüne Gewächse setzen; ^diesen kan der Rirschlorbecr, Stechpalme»/. ^Erbbeerbaum » und andere immergrün/ ^stehen , so grösser werden; auf diese komn'u v,,
Sreinlinbe, PHMraa, der Tapus, die
virginische Cebern, und andere Bäume ^chein Wachstum folgen ; hinter diese kan ^.^5norwezujche und Silbertanne, die wohre .^ . ^und ander« dergleichen pflanzen; in die M'-u 1^man die schocn.che sichre, den pln«s-.cr,andere immergrüne Bäume die am höch!^'"^,,,sen, und den anmuthigsten Prospecr