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Theil 2 (1751)
Entstehung
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369
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Vä

Die (arresianer welche sagen, die Empfin-Et»- sichres , sey ein in dem Aug verursachter^isser ^ ^er klejmr Kügelein,durch die Zwischenraumlein der Lufft unddie »"'Htiger Körper leichtlich durchkönnen, leitenAal ^ von der verschiedenen Proportion deslei/^ Fortganges oder Bewegung dieser Küqe,<rxj' und ihrer um ihren eigenen Mittelpunct sichdurck Bewegnng oder Drehung her, als wo,M ^ /^^en den Sehenerven auf eine deutlichedie ^'Hiedene Weise rühren können , und alsotrjst^pstndung der mancherley Farben Herfür

die s ^^en !u, daß, da der gefärbte KörperM^psmdung nicht durH eine unmittelbare Be,«be.- ^ .des Organi Herfür bringet, kein Körperunsers Sinnen als durch eine unmittelbareChvk. "6 rühren kan , der gefärbte Rörper diestlbii, ""3 von ihm nicht errege, oder etwas zubeytrage, als nur allein, in soferne er das^ 'wen befindliche Medium in Bewegung brin,Met dadurch das Werkzeug des Gesichtes

Hz/' Sie sehen hinzu, daß da man finde, daß die^»d ^ unseren Sinn im Dunckeln nicht rühren,allein das Licht die Empfindung der Farbedyk ^ewequng des Organi verursache, wie auch,^ a gefärbten Körper hier weiter nichts thun,tej. sie das Licht in einer gewissen Mässigungll^Aen . ^ entspringet ihrer Meinung nach der>wied der Farben , von der unterschiedenen'brer Theile, indem sie dadurch eine solcheso nMung bekommen, daß sie das Licht so, oder

,/UUiget reflectirendie A Doctor Hook sagt in seiner klicroZrzpkiz,»^^scheinung der Farben werde durch die Em<eines schregen oder ungleichen Stosses desV- ^reget, und daß selbige nur zweyerley seynM.i,' von beeden Seiten des schregen Stossesbei! so, daß in der That nur zwey einfache Far-die gelbe und die blaue , durch derenkz^"u>clmt?g alle Farben Herfür gebracht werden, wann das Schwarze und Weisse,das ist,^d Licht, in gehöriger Proportion da,

»itz/-Nachdem aber die Philosophen inBestim,d«^ °es Grundes der die Farbe angehenden Ent-Slej^^N lange genug geirret, so hat der unver-slich^lche Sir Isaac Clewron durch zwey Ver,dW j'w er mit dem Prisma gemachet, gefunden,heil s? den Strahlen desLichtes eine grosse Ungleich»und also der Ursprung der Farben hier-an ja? erkläret werden. Die Lehre von denFar,^exs, d^her nach seinem Begriff, und nach seinent.Wen,in folgenden Sätzen enthalten.

^ aus einer unzehlichen Menge

^chd» paralleler Strahlen bestebe, welche,«»dex^ne ein anderes Medium antreffen,auch nach

z. Graden gebrochen werden.

!^ein„ oer Strahl wann er so gebrochen wird, er,^ Auge, nach dem ihm eigenen Grad

. z. ^u)^mg, in einer andern Farbe.

Strahlen so am wenigsten gebrochen wer,^h!Mnen dunckel scharlachfarb;die am stärckstenwerden molerblau, die von mittlerer Art, dem S?dar!act)farben ins Gelbttchre,^ das Llchrgrüne, und endlich in das

^tgd^ie Farben ^on den verschiedenennach denen sich das Licht bricht, herkom-

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men, sind nicht aSein die vor andern in die Augenfallende Farben, die rorhe, die gelbe, die grün»,dieblaue, sondern auch alle die übrigen so zwischender rochen und gelben , zwischen der gelben undgrünen:c. sich zeigen.

s. Da das rveisse, wie sich uns das Sonnen-licht zeiget, alle Grade der Strahlenbrechung insich enthalt, so bestehet solches folglich aus allen ob»obgedachten Farben.

6. Einfache oder gleichartige Farben,sind die-jenige, so durch gleicharrtge Lichter oder Strahlendie einerley Grad der Strahlenbrechung haben,her«fürgebracht werden ; gemischte Farben aber sindsolche, die von Strahlen entstehen, so von verschie-dener Strahlenbrechung sind.

7. Strahlen von gleicher oder einerley Brechunggeben gleiche oder einerley Farbe, und diese Farbelaßt sich durch mehrmahliches Brechen nicht veran-dern, sondern sie wird mir starcker oder schwacher,nachdem die Strahlen mehr vereiniget, oder auseinander gestreuet werden.

8. Alle Körper scheinen diese oder jene Farbe zuhaben,nachdem nämlich ihre Flächen geschicktsind,nur alleine die Strahlen dieser oder jener Farbe zureflectiren, oder wenigstens mehr als die andern L»reflectiren.

Doch wir wollen alles dieses deutlicher erklaren.

Wir finden aus der Erfahrung,daß die Strahlendes Lichtes aus Theilchen bestehen, die sehr ungleichunter einander sind , das ist, daß einige derselbengrösser, einige aber kleiner seyn: dann ein Lichtstrahlwelcher in einem dunckeln Ort auf eine Fläche fällt,wodurch er gebrochen wird, wird nicht ganz gebro-chen, sondern gleichsam in etliche kleinere Strahlengetheilet und ausgebreitet, wovon einige so gebro-chen werden, daß sie in die äussersten Puncte,ewigeaber in die Mitte, zwischen diese fallen, das ist. diekleinsten Tbeilchen des Lichtes werden am leichtestenund am stärcksten unter allen durch die Acricn derbrechenden Flache abgesondert, und von ihren gera-den Fortgang abgeleitet; nachdem aber die übrigen«inander an Grösse übertreffen, nachdem sind sieauch schwerer von der geraden Linie abzubringen«und werden weniger gebrochen.

Nachdem nun aber ein jeder Lichtstrahl von demandern, in Ansehung des Grades nach welchen ersich brechen läßt, unterschieden ist, nachdem ist erauch seiner Farbe «ach unterschieden. Dieses be-weisen viele Experimente.

Diejenigen Theilchen so am stärcksten gebrochenwerden, geber, einen vioierbiauen Strahl, das ist,die kleinsten Theilchen des Lichtcö erreqen,nach allerWahrscheinlichkeit, in den, netzförmigen Häutlein,oder in der Rermc, ein kürzeres Vispern, und die«ses wird sodann durch die vesten Fasern des Sehe-nervens dem Hirn mitgetheilet, um in selbigem di«Empfindung der vtolecblauen Farbe zu erregen,alswelche die dunckelste und schwächste Farbe unterallen ist.

Ferner so geben diejenigen Theilchen, so am we-nigsten gebrochen werden, einen kleinen rochfarbi«gen Strahl, das ist,diegrösten Theilchen desLich,tes erregen in der Renna das längste Vispern, undmachen also die Empfindung der rochen Farbe, dieunter allen die hellste und lebhafteste ist.

Die Scribenten geben drey Hauptarten vonRoch an, eines das an das Blaue stößt, tauben«oder columbinfarb, purpurfarb und carmesin zc.ein anderes so an Gelb stößt, als flammenfardUNd oramenfarb.

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