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Theil 2 (1751)
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90
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2. V?ul.u5 üore Lioboso. ?ourn. Schnee-bällen.

?. 0?Ul.u5 kore Zloboso » tolio variegilto.Schneeballen, mit scheckigem Blat.

Die erste dieser Pflanzen ist in feuchten Wäl-dern , verschiedener Theile von iLngeland sehr ge-mein, wird aber selten in Gärten gezogen,wiewohlwann der Boden nas ist, in welchem dieser Baumstehet, so macht er einen sehr angenehmen Prpspect;nicht nur allein wann er blühet, sondern auch imHerbst,wann seine Frucht reif ist, welche insgemeinin grossen Büscheln wächst, und eine sehr schöne ro,the Farbe hat. Wo man also Willens einen Lust,wald anzulegen , oder andere blühende Bäume zupflanzen, und dazu einen nassen Boden Hat,so taugtdieser nebst dem folgenden am allerbesten, indem siein selbigem viel besser wachsen , auch viel grössereund mehrere Blumen bringen , als wann sie in ei,nem trockenen Ort stehen.

Die zweyte Sorte ist in alten Gärten,der meistenTheile von Lngeland, gar gemein. Sie trägt nurunfruchtbare Blumen , die alle ziemlich gros sind,und wie ein Ballen wachsen, so, daß sie von fernenSchneeballen gleichsehen; daher sie dann auch ineinigen Ländern Schneebällen genennet werden.Dieser Unterschied war anfangs nur etwas Zufälli-ges, wie alle gefüllte Blumen die aus dem Saamenwachsen, und ob sie gleich keine Früchte bringen, sowerden sie doch um ihrer Blumen willen von denGärtnern vielmehr geachtet, als die einfache Sorte.

Die scheckige Sorte ist auch etwas Zufälliges, sovon der Verstopfung des Safftes herkommt, wiebey allen scheckigen Pflamen. Sie wird von denLiebhabern scheckiger Baume und Pflanzen als et,was besonders gehalten, darf aber in keinen fettenBoden gepflanzet werden, weil sie in selbigem zustarck wachsen, dabey aber auch wieder zur gemeinenSorte werden würde.

Alle diese Sorten können entweder aus der Wur-zelbrut, oder durch Einlegung der Zweige,welche in-nerhalb Jahresfrist Wurzel schlagen, fortgepflanzetwerden. Man nimmt sie hernach von den altenPflanzen ab, und versetzt sie entweder meine Pflanz,Aule, da sie zwey bis drey Jahre erzogen werden,oder pflanzt sie dahin, wo sie bleiben sollen. Diebeste Zeit sie zu versetzen ist um Michaelis, so baldals ihre Blätter abfallen, damit sie wohl gewurzeltseyn mögen, ehe noch die Trockene des folgendenFrühlings kommet, welche den neuversetzten Bau,men öffters schädlich ist, wann man sie nicht sorg,fältigst mit Wasser versiehet.

Sie sind sehr dauerhasst,und vertragen die streng,sie Kälte unserer meisten nordlichen Gegenden, kön,nen hingegen die starcke Hitze und Trockene nichtvertragen, so, daß sie sich sehr wohl in einen kaltenBoden und solche Oerter schicken , die den Nord,winden starck ausgesetzet sind, wo wenig andereStauden ss wohl wachsen. Sie werden zwölf bisvierzehen Schuh hoch, und sehen während ihrer Vlü,the sehr zierlich aus, wann sie reguläre Wipffel ha,den. Auch schicken sich ihre Blumen,mit Poeonien-rosen und andern grossen Blumen, sehr wohl, Blu-mengeschirre , in Sälen und auf Caminen, damitauszuzieren. Sie blühen im May, wiewohl ihreBlumen auch emen grossen Theil des Iunii hindurchdauern, sonderlich wann kaltes und nasses Wettereinfällt.

( diese Pflanze wird Opunri, genen-net, weil Theophrastuv schreibt,sie wachse um 0xun-Äum). 2 Ke lnäiZll?iL. Die Indianische Feige.

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Ihr Characrer ist:

Die ZZlume bestehet aus vielen Vlatlein, diesich wie eine Rose ausbreiten; in der Mirrest« viele Faden, die oben auf dem Eyersto^»Sachsen; dieser u?ird hernach zu einer fleischige»?genäbelren Frucht, so ein weiches Fleisch hat/und verschiedene, gröstenrheUs eckichre SaamtNenchälc.

Die Sorten sind:

i« Orunriz vuIZc» kerbariorum. s. L. Die

meine indianische Feige der Botanisten.

2. minimA, Lolio subrotunäo. I'ourll.

Die kleinste indianische Feige mit rundem Blat.

z. Opunriz folio oblonZo, meäis. loury. Dltmittlere indianische Feige, mit länglichtem Blat/insgemein, der Cochenillenfeigenbaum.

4. Oi'unriz folio minori , rotunäiori 6c cow*preiliori. lourn. Indianische Feige, mit klein?ren,runden und platcern Blat.

s. Opunriä, mzjor, vsliäitlimjs fpinis munirs-1ourn. Die grössere indianische Feige, die starckeStacheln hat.

6. Orunriä Maxims, folio fpinofo, IstilKmo ^

longistimo. lourn. Die grösste indianische Fei?ge,mit breitem,langen und.stachlichten Blat.

7. Oi-unriz folio spinolo.lonAÜimo öc anzutto-lourn. Die indianische Feig?/ mit sehr langem,schmalen und stachlichren Blat.

8- Oi>udm.< lstifoliz, crzlliori folio,fpinis »lbi!»numerolis zrmAto. Loerk. Inä. Indianische Fci-ge,mit breitem und dicken Blat, so viele weisse Sta-cheln hat.

9. Qi-uxriä (Xirsss-ivic» mimmz. LesuM.Die kleinste indianische Feige, aus Curassaw.

10. Okuxriz American» , arbor exccllz, folukrcticulariz, kore flzvclcente. ?!urn. Die amer»,canische, indianische Feige,welche ein hoher Bauwwird,mit netzförmigen Blättern,und gelber Blume.

11. Oi>i.mri4 folio plsno , Alabro fcolopcnclri^»koerk. Inä. Indianische Feige,mit ebenen glattenBlat, wie das Milzkraut har.

12. Oi-imrik maximz , folio oKlonZo rorunäomzjore, f^inulis obtuiiz Mollibuk Sc innocenribusobtito , ilore ftriis rulzris VAiiL^zro. 8lozn. (I-lt.Die grösste indianlscbe Feige, mit grossen, länglicht-runden Blättern, und kleinen, weichen, stumpfenStacheln,auch einer rothgestreifren Blume.

rz mzjor, fxinofz, citulcscens, Kore

minore, rubro , claulo , fruäiu pzrvv coccineo.ttoutt. Die grosse, einen Stengel treibende, stach-lichte indianische Feige, mit kleiner, rother Blumedie geschlossen bleibt, und kleiner, scharlachfarbetFrucht.

14. Opuxriä caulelccns, koliis zmpIiDmis, te-nuibuz, comprcllis , lpinis lonxillimis, confeitiüi'mis, Zracilibus Kc slbicantibus zrm^is.ttoutt.indianijÄ)e Feige, so einen Stengel treibt, undgrosse, schmale, gleichsam zusammgedruckte Blärtekhat, die mit langen, dünnen, weissen Stacheln bttsetzet sind.

Die erste dieser Pflanzen ist schon lange in 6"-geland und in Europa die gemeinste Sorte. HerrRay und Herr Robinson haben sie im KönigreichZTleapolis an den Seiren der Landstrassen, der Ber-ge, und unter den Felsen, hauffig wild wachsen ge-sehen. Alleine in diesen nordlichen Gegenden vonEuropa, hält man sie mit andern ausländischenPflanzen in den Gewächshäusern. Doch habe ich