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Theil 2 (1751)
Entstehung
Seite
88
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Gchsre wird, die einen Ramm hat, manckma,I«n aber stachlichr ist, und einen nlerenförmizenGaamen enthält; diesem ist noch beyzuseyen,daß die Vlumen in einer dicken Aehre wachsen.

Die Sorren sind:

1. follil vicjze, kruÄu ecklNZto,major, iloribu, äilute rnbenribus. d. L. ?. Gros-ser spanischer Klee, mit Wickenblättern, rauerFrucht, und bleichrothen Blumen.

2. ()tt0LN.vcnls fo!Ü5 vicjze, LruAu ecbln^to,/najor, koribuz clcZimter rubentibus. d. L. L.

Grosser spanischer Klee, mit Wickcnblättern, rauerFrucht, und sehr schönen rothen Blumen.

z. Ok^OLK?cttl8 fruäin ccbinatc», minor. L. L. ?.

Kleiner spanischer Klee, mit rauerFrucht.

Die zwey ersten sind Varietäten, die nur alleinnach der Farbe der Blumen unterschieden sind, in-dem beede offt aus dem nämlichen Saamen wach-sen, der von einer Pflanze gesammelt worden. Auchgiebt es noch eine andere Varietät,mit weisserBlu-me, die aus eben dem Saamen wachst, so, daß siefür eine Pflanze zu halten sind.

Es ist dieses eine beständige Pflanze, die, wann. sie in einen trockenen, sandigen oder kreidigen Bo-den gesäet wird,achtzeheu bis zwanzig Jahr dauert.Säet man sie aber in einen liessen, leichten, nassenBoden, so treibt die Wurzel in den Boden, undfaulet im Winter von der Nässe, so, daß sie in der-gleichen Orten selten über zwey Jahre dauert.

Man hält diese Pflanze für eines der besten Fut-ter für das meiste Vieh , auch taugt sie sehr wohlzur Verbesserung seichter, kreidiger Hügel, woselbstsie besser als in jedem andern Boden fortkommet,auch verschiedene Jahre dauert, und wann ihreWurzeln untergeackert werden, so verbessern sie denBoden gar sehr. . ^ ^ ^

Die beste Zeit diesen Saamen auszusäen,st zuAnfang,oder um die Mitte des Merzen, nachdemnämlich das gute Wetter frühe oder spat einfallt,tvobey allezeit zu beobachten, daß es bey trockenemWetter geschehe, sonst springt der Saame vdn derNässe, und gehet niemalen auf. Da dieser Saa-me gros ist, so braucht man viel einen Morgen zubesäen. Insgemein nimmt man vier Scheffeln zu«inem Morgen, doch wollte ich über dreye,aufs höch-ste, nicht rathen. Säet man aber den Saamenreihenweis, wie beym burgundischen Heu gezeigetworden, so wird solches den Pflanzen sehr vertrag-lich seyn: dann wann sie Platz genug haben, so trei-ben sie gerne an allen Seilen Aeste, und werden sehrstarck; stehen sie aber in Reihen, so, daß der Bo-den zwischen ihnen kan umgraben werden, so werdensie viel stärcker treiben , als wann sie so dichte an«inander wachsen, daß man sienicht warten kan.

Ich habe Wurzeln dieser Art auegehoben, dieeinzeln gewachsen , und vom Unkraut rein gehaltenworden, deren Schossen sich zwey Schuh weit aus-gebreitet hatten, und viel stärcker gewesen, als die,jenigen, so in eben dem Boden, näher an einanderwuchsen.

Einige rathen, man soll Haber oder Gerste mitdiesem Saamen aussäen; allein« dieses taugt nicht:dann was man dadurch am Getraide gewinnet, ge-bet am spanischen Riee doppelt verwhren. Undso verhält es sich auch mit den meisten Sorten desGrassaamens - dann das darüber her wachsendeGetraide, nimmt das unter ihm stehende Gras somit , daß solches kaum ein Jahr nachher wieder zuKräffteo kommt.

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Der Boden darein man diesen Saamenmus wohl durchgepflüget, und recht klein gemach«werden; und säet man ihn reihenweis, so sollenGrüblein achlzehen Zoll wßit von einander, und "nen Zoll tief gemachet werden; in selbige aber Mman den Saamen ungleich dick : dann wachsenPflanzen zu dicke; so ist es was leichtes sie wiederauszustellen, so, daß man sie sechs oder acht Zo"von einander stehen lässt: dann nachdem die Pflaü'zen aufgegangen, mus der Boden gefreltet werden,um das Unkraut dadurch auszurotten, welches,wannman es wachsen lässr, die jungen Pflanzen bald über-lausten und ersticken würde; wann aber die Pflanzeterstarcket sind, so lassen sie kein Unkraut zwischenihnen aufkommen.

Im ersten Jahr nach dem Säen, soll man!>enichr abhüren lassen: dann da zu der Zeit die Kroneder Wurzeln noch jung und zart ist , würde sie da»Vieh so weit abfressen, daß die Wurzeln davongänzlich verderben; grosses Vieh aber würde siezertretten; daß sie nichc wieder treiben könnten.her soll man diesen Klee das erste Jahr abmähen,und zwar mus solches geschehen wann er blühet,aucvsoll er sodann fleissig und öffters umgewand werde«,damit er um soviel ehender trockne,und weggebrachtwerden könn«: dann so lang ev liegen bleibet, !)»"'dert er die Wurzeln garsehr, daß sie nichtvon neuerntreiben.

Die Zeit da man diese Saat das erste Jahr ein-ernten kan, fallt in das Ende des ^julii, oder in denAnfang des Augusts, und nachdem solche weggs-raunkr worden , werden die Wurzeln bald wttdectreiben, und Mit Ende des Septembers wird wie-der em ziemlicher Anwachs da seyn, den man abhu-ten kau ; um diese Zeit aber, oder auch etwas sp^rer, kan man Schafe hinein treiben, welche, mdeiNsie das Gras abfressen , den Boden mit ihrem Pferchdüngen, wovon die Wurzeln gar sehr gestärckct we^den; doch darf man sie nicht zu lange drinnen lassen,aus Furcht sie mogten, wie ich bereits angemerckclhabe, zu tief fressen, wovon die Wurzeln verderbenwürden; auch dürffen sie niemalen länger darinnenbleiben , als bis um die Mitte des Merzen ; uN>>nachher lasst man den Klee wieder zum Einerntenwachsen, da er dann zu Ende des May abgemähetwird. Hütet man chn aber nicht ab, so kan er i"Ende des folgenden Juki abermahl abgemähetwe^den, so, daß man alle Jahr zwey Ernden bat, unvsolchen noch uberdieses im Winrer und Frühlingabhüren kan; gräbt man auch den Boden zwischenden Reihen, nach jeder Ernde,um, wie beym bur-gundischen Heu gemeldet worden , so wird es deNWurzeln viel nutzen, und machen , daß sie viel stär"cker treiben, als wann man sie, wie insgemein zu g^schehen pfleget, nur so stehen lasst.

DieseHeusorte wird für diePfcrde fürunvergleich^lich gehalten, auch ist sie für das meiste Vieh, da/beste Futter; sonderlich im Frühling, indem ihr I"leicht nichts schadet, wie beym Klee und den nie"sten übrigen Futtersorten: sie macht sehr viel Milch/und die davon bereitete Butter ist recht gut.

Ob auch gleich diese Pflanze in verschiedenenTheilen von Engeiand sehr geniein ist , so machendoch auch einige Pflanzen von der Sorte mit dun-ckelrothen Blumen, wann sie in den grossen Rabat-ten des Lustgartens stehen, eine anmuthige Vari^tat. Diese Blumen, die schön roth sind ^ und in ei-ner langen Aehre wachsen , auch lange schön blei-ben, machen unter andern Blumen, m den Rabal-ten eines grossen Gartens, wo Platz ist, eine unv^gleichltche Mischung; die Wurzeln aber bleibe"