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Theil 2 (1751)
Entstehung
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will. Hernach lasst man die Aeste nach ihren eige«^ : dann es darf dieser Baum nicht

be>chnitten werden , sondern man nimmt nurMenigen Aeste weg, die sich kreutzen, und durchs^e,den zerflossen, wie auch diejenigen, so abgestan-oen sind.

Dieser Baum liebt einen leichten Boden,verwe-hr zu nas noch zu trocken ist, und will eine offenehaben: dann pflanzt man ihn zu nahe an ande«^ Baume oder Gebäude, so, daß er im Schatten, so Frucht selten reif; wiewohl

wann man sie in einen solchen Ort setzet, wo sie fürstarcken ^Vesr«und Sudwestwinden verwahretItehen, welche öffters wehen , und viele Früchte zu?Me machen , so wird ihnen solches sehr wohl zu^tten kommen. Hingegen sollen sie allezeit vone" Ulw Südost die Sonne haben, indem ihnenloicyes sehr dienlich ist, die Nässe zu vertrocknen soe» Nacht auf der Oberfläche der Blätter sitzt, undnur allein die Frucht zurück hält,sondern auch"»gcichmack und wässerich machet.

5. Der Boden soll unter diesen Bäumen auch alle-;Mre wohl umgraben und gedünget werden : und^ichon nicht leicht eine Pflanze unter denselbenm ^ ^ ^ ^ solches doch der Frucht sehr nutzlich,mag auch dawider eingewendet haben was"'an will.

Derweisse Mautbeerbaum wird insgemein ummn-r Blätter willen gezogen, um in Frankreich,Julien :c. die Seidenwürmer damit zu füttern,wie,^ohl sich die Perser allezeit des gemeinen schwar,^ Maulbeerbaumes zu diesem Ende bedienen;^uch bin ich von einem wackern Mann, der mit bee-oen Sorten einen Versuch gemachet,versichert woc«daß die Würmer, so die schwarze Sorte zumMter bekommen, viel besscre Seide spinn.cn, ctks^e>enigen,so man mit der weissen gefüttert^- dabeyWte er aber auch, daß man denjenigen Wurmern,^>e eine Zeit lang von der weissen Sorte gefüttertworden, niemalen die Blatter der schwarzen geben'^ue; weil die Würmer davon bürsten würden, wel«mesoffters in diesem Fall zu geschehen pflege-Die Bäume so man für die Seidenwürmer brau,will, soll man niemalen hoch wachsen lassen,londern vielmehr wie eine Hecke ziehen; und an statt^ man einzelne Blatter abpflücket, dieselben zu-Ummt den zarten Zweigen mit der Scheere abschnel-ln, welches viel geschwinder vor sich gehet/Und den^ö^umen nicht so schädlich ist.

Diese weisse Sorte kan entweder aus dem Saa-ten, oder durchs Einlegen fortgepflanzet werden,wie d^. scherze Maulbeerbaum, auch istsieebendauerhafft. Es giebt My bis drey VarietätenBaumes, die sich durch die Form ihrer Blät-- Grösse und Farbe der Frucht unterscheiden;Wm sie aber nur allein in Ansehung der Blätter ge«nutzet werden können, so verdienet diejenige Sorte,^ am stärcksten treibt, und die grössten Blätter hat,venPorzui,.

Die grosblarrsrige virginische Sorte, mit lan,2^ rother Frucht, ist jetzt in Engeland sehr rar,obne schon die gemeine Sorte, so von sich selbst in denMertcanijci>en Waldern wächst, zu seyn scheinet.>ue kan aus dem Saamen, oder auch durchs Ein,Wn der Zweige gezogen werden, wie die gemeine^>orte: sie ist sehr dauerhafft,und verträgt dieKäl-Werer ordentlichen Winrer in freyer Lufft sehr

Die Blätter dieser <L?srte sind ziemlich gros,icheinen zur Fütterung der-Seidenwürmer eben'^augljch zu seyn, als die von der gemeinen Sorte,also jemals dasProject eine Seidenfabric

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in Vvestmdien aufzurichten, ins Werck gesetzekwerden, so würde es nicht nöthig seyn die Maul-beerbaume dahin zu senden, wie einige in Vor-schlag gebracht haben, sintemalen man eine hinlang«liche Menge in allen Wäldern dieses Landes fin-den kan.

Der grosblarrerlge virginische Maulbeerbaum

mir schwarzen Aesten, ist immer gemeiner, als einerder vorigen. Ein grosser Baum dieser Art, stehetin dem Garten des Bischofs von Londen zu Lul-ham, der schon seit etlichen Jahren in diesem Gar«ken wächst, niemals aber, so viel ich in Erfahrungbringen können, Früchte getragen hak. Hingegenhatte er etliche Jahre viele Rarzlein, die den Kätz-lein der Haselnusstaude gar viel gliechen,daher ihmdann auch Herr Ray den Namen gege-

ben. Alleine es kan wohl ein Baum männlicherArt seyn, die niemalen Früchte tragen, gleichwiezuweilen an der gemeinen Sorte der Maulbeerenzu geschehen pfleget, indem seine Blätter den Blät-tern des schwarzen Maulbecrbaumes sehr gleichkommen,aber etwas grösser und rauer sind.

Dieser Baum ist in unserm Land noch nicht fort-gepflanzet worden: dann ob man ihn gleich so wohlauf die schwarze als weisse Maulbeersorre oculi-ret und gepfropffct, so kan ich doch nicht erfahren,ob er auf irgend einer angeschlagen hatte; da aberder Baum ziemlich hoch ist, kan er nicht eingelegetwerden,welches die leichteste Manier wäre ihn fort-zupflanzen. Er ist sehr dauerhafft,und verträgt dieKalte unseres Clima in freyer Lusst sehr wohl, wir!»auch von denjenigen, welche die Varietät in Stau,den und Bäumen lieben, als etwas Seltenes ge,suchet.

luberous ktolckttc!.

Das Blsamkräutlein.

Der Charaetcr ist:

As har eine Owme die aus einem Blatleittbestehet, welches am Rand in verschiedene Chevle zerrheller lft ; aus dem Aelch derselben enc«spring: em Grempfel, der gleich einem ITtagetin der Mtcre der Ölume veft sitzer, und hernach;u einer weichen, saffr,gen ^»eere wird,m welcherverschiedene plarre Saamen enthalten sind.

Wir haben nur eine Gorre von dieser Pflanze:

Xiozciiä'rLl.i.mX) tobis kumstiX buibolT. Z.Bisamkräutlein, mit Blättern,wie der bollenwurz-liche Erdrauch hat.

Diese Pflanze wächst in schattigen, feuchten Plä«tzen, verschiedener Theile von Engeland, wild.Sie blühet zu Ende pes Marrii, oder Anfang desAprils , und um die Mitte des Iunti welcken ihreBlättcr, da man dann die Wurzel ausheben, undverletzen kan. Sie will einen sehr starcken Bodenhaben, und pflanzt man selbige unrer das Gebüschevon Stauden, so treibet sie besser als in einer offe<nen Lage. Die Blumen sind grünlichtweisser Far-be, und also nicht gar schön; weil aber die Pflanzenunter den Bäumen wachsen, und weiter keiner Be«sorgung^ nöthig haben, so kan man ihnen um derVarietät willen in Garten einen Platz vergönnen.

ist eine zahe/ klebrichte Feuchtig«keic um einige Saamen :c.

Heisset, mit einer kleberich,

ten, zähen Feuchtigkeit umgeben.

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