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Man sich vvMsehen. daß sie nicht quer über 'dieMitte derer Rauchgunge^lauffen, weil, im Fall es.nöthig wäre die Rauchgänge vom Rus zu reinigen,sie daran hinderlich seyn könnten. Diesemnach wirdes am besten seyn,sie gerade unrer die Siegel, welchejeden Rauchgang decken, bey drey Schuh wei-tvoneinander zu legen, und dieses ist nahe genug, wanndie Hacken sonst starck genug sind. Da die Rauch-Sänge innenher mit Lehmen wohl überzogen seynMüssen, so soll man auch die Ziegel womit sie bede-cket werden, so dick als die Hacken sind damit über-ziehen, damit die Rauchgänge recht eben seyen,sonsthängt sich der Rus an die eisernen .packen, und hin,dert daß der Rauch nicht durchkan. Es wird auchsehr gut seyn , daß man diese Rauchgänge an derSeite, welche zu nächst am Geländer ist,mitHopf-fensäcken odereinem andern groben Tuch bedecke,gleichwie bey denen Glashäusern gezeiger worden:dadurch werden sie so wohl verwahret, daß keinRauch einen Weg durch selbige finden wird, wel,ches sonsten in Ermanglung dieser Bedeckung garleicht, durch die Fugen der Mauern,geschiehet;sonderlich wann sie so dünne sind , wie diese seynmüssen, Auch macht diese Bedeckung die Mauernderer Nauchgange stärcker, und vereiniget dasgan-ze Werck bester. 'Wann man an jedem Ende die-ser Rauchgange in die Ruckmauer kleine Bögenmachet, so, daß man daselbst Löcher öffnen könne,«m die Rauchgänge vom Rus zu reinigen, wann esnöthig ist, so hat man viel weniger Mühe,alv wannman die Rauchgänge vornen öffnen muö;auch wer,den alsdann die Baume nicht beschädiget, noch dieRauchgänge im geringsten verletzet, welches gesche-hen müs, wann sie vornen geöffnet werden.
Die Rabatten sollen vornen an diesen Treib,mauern fünf Schuh weit seyn, welches schon ge,nung ist, daß die Fenster so schief zu liegen kommenals nöthig seyn will, und in diese Rabatten kanman vornen eine Reihe Zwergerbsen pflanzen, diefrüh kommen sollen, oder auch eine Reihe von Zwerg-phaseolen, welche beede sehr gut thun ; und wannman sie nicht zu nahe an die Baume pflanzet, wirdihnen solches nicht nachtheilig seyn. Aussen sollman um diese Rabatten kleine Manern führen, dieeinen oder zwey Zoll hock) über die Oberfläche derRabatten Herfürschiessen , und auf diese leget mandas Holz oder den Balcken, auf welchem die schie-fen Gläser ruhen sollcn. Eine solche Mauer hältmcht nur die Erde in der Rabatte zusammen, son-dern es wird auch dadurch verhindert, daß das Hol;nicht faule.
Die Fenster mit welchen man diese Mauern be-decken will, müssen in zwey Ordnungen getheiletwerden , dann da sie vom untern Balcken, geradvon der Oberfläche des Beetes an, bis fast zu oberstan die Mauer reichen sollen, so müssen sie bey zwölfSchuh lang seyn; diese Lange aber ist für einzelneRahmen zu gros, welche, wann sie mehr als sechsSchuh lang sind, zu schwer zu bewegen, sonderlichwann die Rahmen zur Haltung derer Fenster diegehörige Stärcke haben. Diese Rahmen müssenso gemachet werden, daß sich die obere Ordnungschieben lasse, wann man sodann in das Holzwerck,worauf die Rahmen liegen, an einer Seite dreykleine Löcher machet, die einen Schuh weit vonein-ander stehen , und einen kleinen eisernen Nagel hin-einstecket, so kan man die obern Fenster einen, zweybis drey Schub herunter lassen , so weit es nämlichnöthig ist. B'o untere Ordnung derer Fenster kan soangerichtet worcen , daß man sie leichtlich heraus-nchmen könne; tpcil sie aber schief liegen, und die
sbere Neiße kragen muss«?, ss können sie nickt 5»gemachet werden, daß sie sich obcrsich schaben lassen,auch ist solches in der Tbat nicht nöthig, weil esbesser ist, die Lufft oben, als vornen bey denen Bäu-men hinein zu lassen.
Die schief lauffenden Balcken, worauf die Fen»sterrahmen zu liegen kommen sollen, müssen untenin den Grunddalcken vornen an der Rabatte, undam obern Theil der Mauer mit Klammern,die da-selbst zu diesem Ende angemachet sind , bevestigetwerden. Diese Balcken müssen aus Tannenholzgemachet seyn , welches sich nicht drehet, wie das ei-chene und andere Holzsorten , wann sie eine solcheLage haben. Man mus sie aber starck machcN /sonftdauern sie wenig Jahre, sonderlich wann man sie ssbaben will, daß sie weggenommen werden können»Zu oberst soll an selbigen ein starckes Bret vest ge-machet werden, unter welchem die obere Reihe decFenster weglauffen mus. Der Nutzen dieses Bre-ies bestehet darinnen, den obern Theil derer Fensterzu verwahren , daß sie die Winde nicht aufheben,und daß zu denen Bäumen keine Nässe komme»Daher mus selbiges so dichte an die Mauer äuge-machet werden , als Nur immer möglich, und überdie Fensterrahmen bey zwey Zollen Herfür schiessai,welches genug ist die Nasse von denen Fenstern ab-zuhalten, und selbige zu bevestigen.
DieBreite dieserFensterrahmen kan drey Schuhoder auch etwas mehr ausmachen , nachdem näm-lich die nach der Länge der Mauer gemachte Abthei-lungen es erlauben: dann sollte man gleich noch et-was zugeben, so hat solches nichts zu bedeuten,wannsie nur nicht zu breit/ und leichtlich zu bewegen sind;waren sie aber breiter als ein Mann mit seinen Ar-men reichen kan, so wird es gar mühsam seyn sie voneinem Ort zum andern zu bringen. Die Riegeldieser Rahmen welche die Fenster halten,sollen nachder Länge derer Rahmen stehen: dann stehen sie nachder Quere, so halten sie die Feuchtigkeit auf so in-nerhalb derer Gläser befindlich ist, und machen daßbey jedem Riegel dieselbe in die Rabatte Herabtropf-set, welches allen Pflanzen die daselbst stehen schäd-lich ist; tropffte sie aber auf die Bäume/ so wird sisselbigen viel schaden, sonderlich wann sie blühen.Das Bley in welches die Gläser dieser Fenster ein-gesetzet sind , mus recht breit und an denen Fugenwohl verlötet seyn , sonst wird die Nässe leichtlicheinen Weg durch finden , und denen Früchten vielSchaden thun.
An jedem Ende derer Fenster? eihen , wird einwincklichter Raum zwischen denen Gläsern und derMauer seyn, welcher wohl vermach.t werden mus,damit keine Lufft hinein könne, die denen Früchtensehr schädlich seyn würde. Einige lassen dieselbendichte mit Brettern verschlagen; vermachet man sivaber mit Fenstern die so eingerichtet sind, daß mansie zu gehöriger Zeit offnen und Lufft hinein lassenkönne, so wird solches vielen Vortheil bringemdannwann der Wind zu starck auf die vorder» Fensterstösset, so kan eines oder auch beede Fenster an de-nen Enden geöffnet werden , nachdem nämlich dieWarme der eingeschlossenen Lufft beschaffen ist; die-ses wird nicht nur allein öffters sehr nutzlich seyn,umdie Lufft zu kühlen, sondern auch etwas weniges fri-sche Lufft zu denen Früchten hinein zu lassen»
Diejenigen Fruchtsorten so insgemein so gepflan-zet und getrieben werden, sind Kirschen, Pflaumen,Pfersiche, Apricosen und Nectarmcn. Was denWeinstock anbelanget, so wollte ich rathen, densel-ben für sich alleine an eine besondere Mauer zu pflan-zen : dann da er mehr Lufft haben will, als die vori-
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