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Theil 2 (1751)
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13
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2. vuIZariz vel l»tivz, czulibus ru»

oentibuz. Gemein Mutterkraut, mitröth-

!'chten Stengeln.

z. vulZÄNZ vel s-ttlV2 , slrn'ibuz nu-

Kuilsriz. «. i.. Gemein Mutterkraut mtt na»ckender Blume.

4. vulZaris vc! Ativz, florum pctz.

liz tiüulosiz. tt. l.. Gemein Mutterkraut, dessenBlumenblatt«» röhricht sind.

f. vuIZzris vel lativa, ilorum peta-

!iz kiiiuloslz 6c brevioribuz. I-I. 1^. Gemein Mut«terkraut,mit kurzen,röhrichten Blumenblätlein.

6. üore pleno. L. ö. ?» Gefüllt

tes Mutterkraut.

7. Köre plcno, petalis iiiiulolls.U. 1.. Gefülltes Mutterkraut mit röhrichten Blu-menblätlem.

8. ktäiAicäkix Korc plcnc, , petalis marZinali-duz plznis, äilcoiäibuz Mulaliz. tl. 1^. GefülltMutterkraut, an dem die am Rand stehenden Blu-menblätlem platt, die in der Mitte aber röhrichtsind.

9. kolils clegantitlime crihiis,peäaliz Korum iiüulosiz. I'ourn. Mutterkraut mitZierlich gekrausten Blattern, und röhrichten Blu-menblätlem.

Die erste von diesen Sorten, welche in der Arze-ney gebraucht wird, wird auf denen Miststätten undunbebaueten Orten, in verschiedenen Theilen vonLngeland wild gefunden; in denenicnigen Gärtenaber, wo man Arzeneykräuter ;um Verkauf bauet,wird sie auch gezogen.

Die übrigen Sorten werden in guten Krauter,gärten um der Varietät willen gehalten , und diesechste, siebende und achte Sorte verdienen in VenenRabatten grosser Garren, wegen ihrer schönen Blu-men, einen Platz.

Diese Pflanzen werden aus dem Saamen gezo,gen, den man im Merzen, in ein Beet von leichterErde säet; wann sie hernach aufaegangen, soll mansie in ein Pflanzbeet, bey acht Zoll weit von einan,der versetzen,und daselbst können sie bis um die Mit,te des May bleiben , worauf man sie mit einemBallen Erde an der Wurzel ausheben, und in dieMitte grosser Rabatten pflanzen kan,wo sie im^u,!io und Augusts blühen werden; fällt auch ein gün,stiger Herbst ein , so bringen sie noch in eben demJahr Saamen. Es ist aber nicht rarhsam daß mansie Saamen tragen lassendem die Wurzeln dadurchgeschwächt werden, und öffters abstehen; wann siealso verblühet haben, so soll man sie abschneiden>dieses aber macht,daß sie von neuem treiben,und da,durch werden die Wurzeln erhalten.

Wann die verschiedenen Varietäten dieser Pflan-zen, mit andern von gleichem Wachstum untermi,schet werden, so machen sie, die Zeit über da sieblühen, ein feines Ansehen; dieses aber dauert ins,gemein ein vollkommenes Monat, oder auch länger,und giebt ihnen einen ziemlichen Werth. Weil aberihre Wurzeln selten langer als zwey oder drey Iah,re taugen, so soll man, um sie zu ersetzen , frischePflanzen aus dem Saamen zieben: dann ob sie sichgleich auch durch Theilung der Wurzeln,entweder imFrühling oder Herbst, fortpflanzen lassen,so bekommtman doch auf diese Weise nicht leicht so gute Pflan,jen, als aus dem Saamen. Die sechste Sortebringt aber selten guten Saamen , daher mus sieaus obige Manier, oder aus abgeschnittenen Sprös,lingcn, die man im Frühling und in Venen Som,

11. Theil.

mermonaten einsetzet, fortgepflanzet werden: dannsie schlagen Wurzel und geben gute Pflanzen.

MAULR. N?AND. Was die Baumale,rialien, die Grösse und Lage derer Mauern :c. an«belanget, so können davon die Artickel Garren,Ru,chengarren, Äaumganen, nachgesehen werden.

Von allen zur Erbauung derer Mauern, fürFruchtbäume/dienlichen Baumaterialien, sind diegebackenen Mauersteine die besten, weil sie nicht nurMeine die schönsten, sondern auch die wärmsten undgeschicktesten sind die Reiffung derer Früchte zu be-fördern. Uberdieses ist es auch besser in selbige Na-gel zu schlagen; weil man hier kleinere Nägel brau«chen kan, als in Mauern von (Quadersteinen, wodie Fugen grösser sind. Auch sind die Mauern ausgebackenen Steinen, die oben mit Quadersteinenbeleger, und in gehöriger Weite mit Pfeilern vonSteinen versehen sind, um die Bäume von einan-der abzusondern, und die Gewalt der Winde zu bre-chen, nicht nur die schönsten, sondern auch dienutzlichsten.

Einige haben gerathen die Gartenmauern bo-genweis zu bauen, so , daß jeder Bogen sechs El'len ( Vzrcjs ) im Durchmesser, im Umkreis aber,aussen herum, acht habe, und zwey Bäume in sichenthalte; zwischen jedem Bogen aber soll eine zweySchuh breite, ebene Mauer aufgeführet werden.Auf jede von diesen kan man oben einen Blumen^topf setzen der zwey (^chuh hoch, und in dem einschönes grünes Gewächs stehet, unten aber pflanztman einen Weinstock,um damit den Raum von un»ten bis oben anzufüllen. Ist eine Mauer aufdieseWeise gebauet, so wird durch Hülffe dieser Bögenein jeder Theil derselben, zu dieser oder jener Zeit,den Tag über, die Sonne haben; auch werden dieMauern rechtheis, indem die Sonnenstrahlen vondenen Bögen zurück geworffen, oder auch gesamm-let werden, ferners so sind diese Mauern für denenschädlichen Winden mehr gesichert.

In einigen Theilen von Engeland findet manMauern die aus Back, und Bruchsteinen aufgefüh-ret sind, welche viel Bequemlichkeit haben. Dannda die Backsteine an einigen Orten für sich selbstfür Mauern nicht starck genug sind , auch nicht sogut dauern als die Bruchsteine: so haben einige, umso wohl veste als nützliche N?auern zu bekommen,doppelte gebauet: die äussere Seite nämlich vonBruch- die innere aber von Bachsteinen; oder einemit Ziegeln gefütterte steinerne Mauer.

. Wo Mauern gegen Terassen über, für Frucht-baume gebauet werden, da ist es sehr gut, um derÜbeln Wirckung derer Dünste vorzukommen, daßman, so lang als die Mauer ist, einen Raum vonzweyen Schuhen ungefehr, an der innern Seite diezu nächst am Erddamm stehet, und an der aussern,an welche die Früchte kommen sollen, lasse, dieseswird die äussere Mauer allezeit gesund erhalten, unddas gute Wachstum derer Früchte, wird die Ko-sten wieder ersetzen.

Da Herr Faircwld beobachtet, daß allePfersich-baume,die in einem seichten Boden w achsen,der «inensandigen Grund hat, den Krebs bekommen und ab-stehen , so bald sie den sandigen Grund erreichen,weil ihnen sodann die nöthige Feuchtigkeit mangelt:so giebt er den Rath , daß man in einem solchenBoden die Mauern auf Bögen setze, jeden Bogenvier Schuh weit, und jede Zwischenmauer zweySchuh breit mache; der obere Tyeil des Bogenssoll so hoch seyn , als die Oberfläche der Rabatte,und die Mauer gegen Mittag stehen: die BaumeD MUssett