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Die dritte Sorte hat Pater plumter in einigenfranzösischen Colonien von America entdecket.Die Frucht dieser Sorte, ist, nach der Abbildungdes Pater plumiers in seinen ^vis Leneribus,von der Frucht der zweyten Sorte sehr unterschie-den , und die Blumen sind viel kleiner. Wann al-so seine Figur richtig ist, so mus sie eine,von denenbeeden vorigen., unterschiedene Sorte seyn ; so vielmir bekannt, sind jetzt keine Pflanzen von dieser Artin Lngeland, ob es schon sehr wahrscheinlich, manwerde in verschiedenen Theilen von America diedenen EnFelandern zugehören, genug solcher Bau,me finden, wann erfahrne Leute, die sie zu unter,scheiden im Stand waren, darnach suchen sollten.
Diese Pflanzen werden alle aus dem Saamen ge-zogen, dann sie wurzeln nicht wohl, wann man sieeinleget; euch treiben die wenigen Pflanzen '«cht,so man durch Einlegen erhalten hat, und haben garkein Ansehen, als ob aus ihnen schöne Pflanzenwerden wollten. Da auch übrigens keine Pflanzenin Engeland sind, von welchen zu vermuthen wäre,daß sie in etlichen Jahren Saamen trügen sollten,so kan man selbige auf keine andere Weise erhal-ten , als daß man den Saamen aus America an-schaffe. Diesen Saamen soll man, so bald als erreif ist, in Kübel säen, die mit Erde angefüllet sind:dann wann er eine Zeit lang ausser der Erde aufbe-halten wird , so gehet er nicht auf. Diese Kübelsoll man so bald als es möglich nach Engeland sen-den , und wann sie ankommen, müssen sie auf eintemperirteö Mistbeet gesetzet, im Schatten gehal-ten , und öffters begossen werden. Bey diesen Um-ständen werden sich die Pflanzen in einem Mona?oder fünf Wochen über dem Boden zeigen, und soman sie feucht, und für der Sonne im Scharrenhält, mercklich wachsen und zunahmen. Im Iuttokan man anfangen sie an die freye Lufft zu gewöh-nen ; doch dürften sie nicht an d^e Sonne gesetzetwerden: dann so lange sie noch jung sind, so ist ih-nen die grosse Sonnenhitze höchst schädlich. ImOcrober setzt man die Kübel in einen Mistbeettrog,da sie dann bey kaltem Wetter mit Fenstern bedecketwerden können, ist aber das Wetter gelinde,so mö-gen sie in freyer Lufft stehen : dann sind sie zu sehreingeschlossen, so lassen sie die Blätter fallen. Imdarauf folgenden Merzen, können diese Pflanzenaus denen Kübeln versetzet werden, und da mus mandieselben auf das sorgfaltigste, mit so viel Erden ander Wurzel, als möglich, ausheben, und jede Pflan-ze in emen Topf setzen, der mit leichter frischer Erdeangefüllet seyn , und etwas begossen werden mus,damit sich die Erde um die Wurzeln setze. Hier-auf stellt man die Töpffe wieder in einen Trog, inwelchem sie bey kaltem Wetter, oder trocknendenWinden mit denen Fenstern bedecket werden müs-sen; ist aber das Wetter gelind, so können sie offenstehen, und öffters begossen werden. In diesemTrog kan man sie ein Monat lang lassen , nachheraber sollen sie in einen schattigen Ort hinausgesetzetwerden, wobey zu beobachten, daß man sie bey tro-ckenem Wetter öffrers begiesse. Zwey Jahre kön-nen diese Pflanzen in denen Töpffen bleiben, damitman sie im Winter in Verwahrung bringen könne,weil sie in ihrer Jugend etwas zart sind,nachgehendsaber kan man sie aus denen Töpffen in das freyeFeld setzen, und in einen recht nassen Ort pflan-zen , wo sie in wenig Jahren sehr starck zunehmenwerden.
Verschiedene dieser Pflanzen sind verdorben,weilsie im Winter gar zu sorgfältig verwahret worden:dann wann man dieses thut, so verliehren die Pflan-
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zen entweder ihren Hauptschus, oder sterben auchwohl bis an den Boden ab, so, daß es viel besser istsie hinaus in einen wohl bedeckten Ort zu setzen,undimmer unbedeckt zu lassen. Setzt man aber diesel,bigen hinaus, so soll es allezeit ün Frühling gesche-hen , damit sie Zeit haben , noch ehe der Winterkommet, wohl in dem Boden zu wurzeln; und wannman bey recht strenger Kälte, oben auf den Boden,um die Wurzel herum, etwas Streu leget, um da-durch zu verhindern, daß die Kälte nicht in den Bo-den dringe, so wird es zur Erhaltung derer Pflan-zen sehr dienlich seyn: doch darf man diese Streu,wann die Kälte vorbey ist, nicht zu lange um dieBäume liegen lassen , weil sie der Rinde an denenStämmen schaden mögte, indem sie die Nasse umselbige herum abhielte.
Siehe Lerztus.
(wird also genannt, als ob mansagte Aä weil dieses Kraut das
Leben verlängern soll , oder weil es dem klare» glei-chet. Wahrscheinlicher Weise ist selbiges das Kl»-rum derer Alten , auch scheinet es ihr L^mpluckuszu seyn; oder es kan auch ^joi-ÄNA und ^mzrackusgenannt werden, vom -- xrivzrivo ,und ^---/-«-''»'.vcr«rvtlcken ; weil dieses Kraut nicht leichtlich rostet,oder welcket: dann es ist seht trocken ). Kisrjo-ram. Majoran.
Der Character ist:
ZLs »st eine pflanze deren Blumen wirrelweiswachsen» Die Blume bestehet aus einem Blar.Der Helm sicher aufreche, ist rundlich!, und inzwey Theile Derheiler; der Dart aber ist in dreyCheile zerschnitten, so, das) sie fast einer fünfspal-rigen Blume ähnlich ist. Die Blumen stehenbeysammen in einem kurzen, bicLen, rundenHauprlein, und kommen aus einer vierfachenReihe von Biarlein die wie Schuppen oderplärrlein aussehen.
Die Sorren sind:
1. vulzzris. L. ö. Der gemeineMajoran.
2. rotunäikoljz, lcurellztz, exoAica.
tt. k. Rundblätteriger , fremder Majoran,dessen Blätter wie Näpfilein aussehen.
z. Oerica , oriZani 5olio villolo,
szlurcjT oäore, cvr^mbis majonbus slbiz. Derhaarige, cretische Äajoran, mit Wohlgemutblät-tern, so wie Saturep riecht, und grosse,runde,weisseSträuslein machet.
Die erste dieser Pflanzen ist jährig, und mus allsJahre gesäet werden. Ihr Saame wird alle Jah-re aus Marseille, und andern südlichen GegendenFrankreichs gebracht, woselbst sie von sich selbstwachst: dann in diesem Land wird ihr Saame nie-malen reif. Dieser mus zu Ende des Merzen,oder Anfang des Aprils , in ein trockenes warmesStuck Feld gesäet werden, und wann die Pflanzenaufgehen , mus man sie sorgfaltigst vom Unkrautreinigen, indem sie solches, wann man es stehen liesse,bald überlauffen und ersticken würde, und bey sehrtrockenem Wetter, sollen die Beete öffters begossenwerden,welches ihr Wachstum sehr befördern wird.
Im Iunio werden diese Pflanzen ziemlich erstar-cket seyn, daher soll man um diese Zeit,einige Beeteaus fetter, leichter Erde zurecht machen , in welchediejenige Pflanzen versetzet werden können, welche,
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