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Zincum jodatum.
Wasser versetzt. Die Mischung stellt man mehrere Stunden an einen warmen, hierauf aneinen kalten Ort, bringt dann den Niederschlag auf ein Filter und wäscht ihn so langemit destill. Wasser aus, bis das Abtropfende durch Baryumchloridlösung nicht mehr ge-trübt wird. Dann wird der Filterinhalt an einem lauwarmen Orte getrocknet und zueinem Pulver zerrieben. Ausbeute 54—55 Th.
Eigenschaften. Ein weisses, geruchloses und geschmackloses Pulver, in Wasser,Weingeist, verdünnten Säuren, auch in Ammoniak unlöslich, in warmer Natronlauge da-gegen löslich. Beim Kochen mit Salzsäure wird es unter Abscheidung von Berliner Blauund Entwickelung von Blausäure theilweise zersetzt. Bei Luftzutritt geglüht, verwandeltes sich in ein dunkles Gemisch von Zinkoxyd und Eisenoxyd, welchem gewöhnlich kleineMengen Kaliumkarbonat beigemengt sind.
Prüfung. 1) Wird das Ferrocyanzink mit 5procentiger Essigsäure geschüttelt,so soll es an diese etwas Lösliches nicht abgeben. — 2) Wird es mit Schwefelwasserstofi-wasser Übergossen, so soll es sich nicht färben (fremde Metalle).
Anwendung. Dieses Präparat, Zinkferrocyanid, ist nach der preuss. Ministerial-verfügung vom 10. März 1844 stets zu dispensiren, wenn der Arzt Zincum cyanatum s.borussicum s. zooticum s. hydrocyanatum verordnet und nicht die Bezeichnungsine Ferro dazu notirt hat! Man giebt es zu 0,05—0,1—0,15 mehrmals täglich in ähn-lichen Fällen wie Zinkoxyd. Eine Blausäurewirkung kommt dem Präparat nicht zu.
Zincum jodatum.
f ZitlCUm jodatum. Zinkjodid. Jodzink. Zinci Jodidum (U-St.). Jodurede zinc. ZnJ 2 . Mol. Gew. = 319.
Darstellung. In ein gläsernes Kölbchen von circa 100 ccm Rauminhalt, giebtman 10,0 reines Jod, und 20,0 destill. Wasser und alsdann nach und nach 3,0 reineZinkfeile dazu. Hierbei erwärmt man den Boden des Kölbchens auf ca. 30—40° C.und hält letzteres mit einem Glastrichterchen geschlossen. Nachdem alles Zink eingetragenist, digerirt man noch einige Stunden, filtrirt die farblose (!) Flüssigkeit durch Glaswolleund dampft sie in flacher Porcellanschale bei nur gelinder Wärme bis zur Trockne ein.Die trockne, etwa 12,5 betragende Masse wird sofort in kleine, mit Kork dicht zu ver-schliessende Glasfläschchen eingefüllt.
Eigenschaften. Farblose, körnige Salzmasse, geruchlos, von scharfem, salzig-metallischem Geschmack und saurer Reaktion, sehr zerfliesslich. In Wasser und Weingeistist es leicht löslich. In der wässerigen Lösung erzeugt Kaliumferrocyanid eine weisse,Mercurichlorid eine rothe Fällung. Beim Erhitzen schmilzt es, beim weiteren Erhitzenwird es zersetzt unter Ausstossung von Joddämpfen und Hinterlassung von Zinkoxyd.
Prüfung. 1) Die mit Salzsäure angesäuerte wässerige Lösung darf mit Schwefel-wasserstoffwasser keine dunkle Färbung (bez. dunklen Niederschlag) geben (Blei, Kupfer).— 2) Ammoniumkarbonat erzeugt in der wässerigen Lösung einen Niederschlag, welcherim Ueberschuss des Fällungsmittels wieder völlig löslich sein muss (Eisenoxyd und Thon-erde, Kalk, Magnesia würden ungelöst bleiben). — 3) Fällt man die wässerige Lösungvollständig mit Schwefelammonium, so soll das Filtrat nach dem Eindampfen und Glüheneinen feuerbeständigen Rückstand nicht hinterlassen (Alkalien). — 4) 1 g des völligtrockenen Salzes giebt bei der vollständigen Fällung mit Silbernitrat = 1,47 g trockenesJodsilber. — 5) Wird die wässerige Lösung 1 = 100 mit verdünnter Schwefelsäure an-gesäuert und alsbald mit etwas Stärkelösung versetzt, so darf nicht sofort Blaufärbungder Flüssigkeit eintreten.
Aufbewahrung. Vorsichtig, in gut schliessenden Glasstopfengefässen, vorFeuchtigkeit geschützt.