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2 (1907)
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Vaselinum.

= ca. 35° C., Gall. = ca. 40° C. 2) Geschmolzen gebe sie ein klares Liquidum, inwelchem suspendirte Stoffe nicht vorhanden sind. 3) Werden 2 g Vaseline mit 3 ccmNatronlauge bis zum Sieden erhitzt, so darf die abgegossene Lauge beim Uebersättigenmit Salzsäure keine Aasscheidung geben (Fettsäuren, von verseifbaren Fetten herrührend).4) Werden 5 g geschmolzene Vaseline mit 5 g Chloroform gemischt und mit 10 ccm war-mem Wasser, 1 Tropfen Phenolphthalei'nlösung und 1 Tropfen '/^-Normal-Lauge kräftigdurchgeschüttelt, so muss deutliche Rothfärbung auftreten (Begrenzung des Säure-gehaltes). 5) Werden 10 g geschmolzene Vaseline mit 2,5 ccm einer Mischung von 5 Th.destillirtem Wasser und 15 Th. konc. Schwefelsäure im Wasserbade unter Umrühren1 ' ll Stunde lang erhitzt, so darf weder die Schwefelsäure noch die Vaseline gebräunt sein.(Je mangelhafter die Vaseline gereinigt ist, desto intensivere Färbung tritt sowohl bei derSchwefelsäure als auch bei der Vaseline ein.)

Anwendung. Die Vaseline ist eine sehr häufig gebrauchte Salbengrundlage. Sieempfiehlt sich hierzu namentlich durch ihre Unveränderlichkeit an der Luft, d. h. siewird nicht ranzig.

Anderseits ist zu beachten, dass die Vaseline von der Haut aus nicht resorbirtwird, dass sie also auch die Resorption von Arzneistoffen durch die Haut nicht fördert.Im Gegentheil: die Vaseline schützt den Körper vor dem Bindringen von Arzneistoffen.In chemischen Fabriken müssen Arbeiter, welche mit Substanzen zu hantiren haben, welchedurch die Haut aufgenommen werden, zum Schutze gegen diese unbeabsichtigte Resorptionihren Körper mit Vaselin einreiben. FallsVaselinum" schlechthin verordnet ist, so isteine gelbe Vaseline abzugeben. Die weissen Vaseline-Sorten sind nur dann zu dispensiren,wenn sie ausdrücklich alsVaselinum album" bezeichnet sind. Eine Substituirung vonVaseline durch Unguentum Paraffini muss als unstatthaft erklärt werden.

Vasol von G. Hell & Co. Dem Vasogen ähnliche Lösungen von Ammoniumoleatin gelbem Vaselinöl.

Yasolum jodatum von G. Hell & Co. Nach Kbemel wird Oelsäure im Ueber-schuss mitEinfach-Chlorjod in Wechselwirkung gebracht, wobei Chlorjod-Stearinsäure entsteht.Man wäscht diese nach einander mit Wasser, Natriumthiosulfatlösung und Wasser, ent-wässert Bie durch Natriumsulfat und löst sie in berechneten Mengen gelbem Vaselinöl, sodass ein Präparat mit 7 Proc. Jod erzielt wird.

Vasosapon. Ersatzmittel für Vasogen, bez. Nachbildung des Vasogens.

Vaselinum salicylatuin. Salicylvaselin. A) Zum Einfüllen in Tuben (Ergänzb.)Acidi salicylici 2,0, Vaselini flavi 98,0, Olei Wintergreen gtts. 5. B) Zum Eingiessen inSchiebedosen (Ergänzb.) Cerae flavae 10,0, Vaselini flavi 88,0, Acidi salicylici 2,0, OleiWintergreen gtts. 5.

Jod -Vaselin. Geschmolzene amerikanische Vaseline nimmt 3 Proc. Jod auf, ohnebeim Erkalten Jod wieder abzuscheiden.

Petrolan. Petrosapol. Sind Ersatzmittel bez. Nachbildungen von Naftalan(s. S. 574).

Vaselin - Leder schmiere. Vaselini 75,0, Sebi ovilis 15,0, Cerae flavae 2,0,Nigrosini 8,0.

Bosalinde der Mrs. Pkay und Mrs. Cobb in New-York. Cosmeticum zum Färbenvon Gesicht, Fingern und Lippen. Eosini 10,0, Cerae albae, Cetacei 30,0, Vaselini 410,0.

Salvo-Petrolia ist Naturvaseline. Petrovaseline ist = viscose gelbe Vaseline.

Jdonaphthan. Eine jodhaltige Naphthasalbe, welche in ihrer Wirkung demNaftalan ähnlich sein soll. Sie enthält 3 Proc. Jod, hinterlässt aber beim Gebrauchekeine Flecken.

Sebi ovilis 100,0

Unguentum Acidi borici flamm. Adipis 50,0.

Gelbes Borvaselin (Münch Ap-V.). Parfüm nach Belieben. Man färbt mit Alkamun,

Umbraun oder Rebschwarz.

Rp. Acidi borici pulv. 10,0 im-*,«

Vaselini flavi 90,0.

* Rp. Cerae albae

Yaselin-Stangenpomade.

Vaselin-Cold-Cream.

Rp. Cerae albae 7,0

Cetacei 8,0

Olei Amygdalarum 30,0

Ep. Ceresini 100,0 VaBelini 35,0

Vaselini (gelb oder weiss) 200,0 Aquae Eosae 28,0

Olei Eosae gtt. 2.