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2 (1907)
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1094
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Urina.

bez. zu finden lässt, man zu dem Präparate etwas Jodjodkaliumlösung zufliessen, wodurchsie braunroth gefärbt werden.

b) Granulirte Harncylinder (Fig. 202 <7, Fig. 203 g). Sie unterscheiden sichvon den hyalinen Cylindern dadurch, dass sie gekörnt sind, und zwar kann diese Granu-lirung fein oder grob sein. Auch die aus Blutkörperchen oder aus Epithelzellen derNierenkanäle gebildeten Cylinder werden unter die granulirten als besondere Abartengerechnet.

c) Wachs artige Cylinder (Fig. 202, w). Die seltenste Form der Harncylinder,den hyalinen Cylindern nicht unähnlich, aber durch ihr durchscheinendes Gefüge sowie diescharfen, stark lichtbrechenden Umrisse zu unterscheiden. Wachsartige Cylinder zeichnensich meist durch ihre grosse Breite aus. Sie sind in der Regel gegen Säuren, welche diehyalinen Cylinder verschwinden lassen, sehr widerstandsfähig.

Wer Harnuntersuchungen nach dieser Richtung hin auszuführen gedenkt, sollte sichvorher von einem mikroskopisch geschulten medicinischen Sachverständigen über dieseCylinder genau unterrichten lassen.

Spermatozoön, Samenthierchen. Man untersucht auf diese entweder im Sedi-ment selbst oder in einem gefärbten Trockenpräparat desselben (s. S. 1096).

Untersuchungen von Harnkonkrementen und Harnsteinen.

Loebisch giebt folgenden kurzen Gang zur Analyse derselben an: Man verbrenntdas Steinpulver auf dem Platinblech; A. Es hinterlässt keinen oder nur einen minimalen,glühbeständigen Rückstand. B. Es wird wenig geschwärzt und hinterlässt einen mehroder weniger reichlichen glühbeständigen Rückstand.

A. Der Stein besteht ganz oder zum grössten Theil aus organischerSubstanz und hinterlässt beim Glühen keinen oder nur einen minimalen

Bückstand.

Man verdampft das Pulver mit Salpetersäure und fügt nach dem Erkalten Am-moniak hinzu.

Die ursprüngliche fSubstanz (Konkre- {tion) wird mit Kali- / Sie entwickelt Geruch llauge erwärmt. I nach Ammoniak. )

Sie entwickelt keinen 1Geruch nach Ammoniak. J

H

arnsaure.

HarnsauresAmmon.

Es entsteht eine purpurrothe'

Färbung, die auf Zusatz vonKalilauge in Violett über-geht. (Harnsäure, alsBolche oder als Urate.)

Es entsteht keine Färbung des Rückstandes, doch wird dieser nach Zusatz vonKalilauge gelbroth . Xanthin.

Der Rückstand wird weder durch Kalilauge noch durch Ammoniak gefärbt. Dieursprüngliche Probe ist löslich in Ammoniak; diese Lösung hinterlässt beim Verdunstensechsseitige Krystalle Cystin.

Es entwickelt sich beim Glühen der Geruch nach verbrennendem Horn; die Probeist löslich in Kalilauge. Diese Lösung wird durch einen Ueberschuss von Salpetersäurewieder gefällt Proteinsubstanzen.

Die Probe erweicht in der Wärme, schmilzt unter Erhitzen unter Entwickelungeines aromatischen Geruches, das Pulver ist in Aether löslich .... Urostealith.

Das Steinpulver entwickelt beim Erhitzen purpurrothe Dämpfe und ein dunkel-blaues, krystallinisches Sublimat, welches in konc. Schwefelsäure mit blauer Färbung lös-lich ist Indigo.

Der Stein wird beim Erhitzen nur wenig geschwärzt und hinterlässt

einen mehr oder weniger reichlichen Glührückstand.

L Die Probe zeigt, mit Salpetersäure und Ammoniak behandelt,

die Murexidreaktion; sie deutet auf Urate.Der Glührückstand wird mit Wasser behandelt.

Mit einem Tropfen Salzsäure neutralisirt und 1mit Platinchlorid versetzt, entsteht ein gelber

Niederschlag.

Die farblose Flamme des Gasbrenners wirdgelb gefärbt. J

Es entsteht in der essigsauren Lösung auf Zu-1satz von Ammoniumoxalat ein weisser, krystal-

linischer Niederschlag.

Es entsteht durch Ammoniumoxalat kein Nieder-schlag ; dagegen entsteht auf Zusatz von Ammoniak,Ammoniumchlorid und Natriumphosphat einkrystallinischer Niederschlag von Ammonium-magnesiumphosphat.

B.

Der Glührückstand löstsich; die Lösung reagirtalkalisch.

Der Glührückstand istim Wasser kaum löslich;

die Lösung ist nurschwach alkalisch. Da-gegen löst sich der Glüh-rückstand in Essigsäure.

Kalium.

Natrium.

Calcium.

Magnesium.