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Urea.
das Eisen zu oxydiren. Hierauf fällt man mit Ammoniak und entzieht dem Niederschlagedas Uran durch Digestion mit Ammoniumkarbonat. Das Mitrat hiervon wird zur Be-seitigung von Spuren Zink und Mangan mit wenig Ammoniumsulfid versetzt. Man filtrirtnach dem Absetzen ab und verdampft das Filtrat in einer Porcellansehale über freiemFeuer, wobei sich kohlensaures Uranoxydammonium abscheidet. Man wäscht dieses mitWasser, führt es durch Glühen in Uranoxyduloxyd über, löst dieses in Salpetersäure undbringt die Lösung durch Eindampfen zur Krystallisation.
Eigenschaften. Urannitrat bildet gelbe, im auffallenden Licht grünlich schillernde,klinorrhombische Krystalle, welche an der Luft oberflächlich verwittern, erhitzt in ihremKrystallwasser schmelzen, weiter erhitzt Salpetersäure verlieren und zuerst in Uranioxyd,dann in Urano-Uranioxyd übergehen. Sie sind in "Wasser, Weingeist und Aether löslich.
Aufbewahrung. Vorsichtig, in dicht geschlossenem Glasgefäss vor Tageslichtgeschützt, welches zersetzend auf das Salz einwirkt.
Anwendung. Das Urannitrat wird in der chemischen Analyse, der Photographie,Porcellanmalerei und zur Darstellung verschiedener Farben gebraucht. Es ist stets mitVorsicht abzugeben.
Das Uran ist in allen seinen Salzen ein heftiges Gift, welches das Arsen an Gefähr-lichkeit noch übertrifft. Nach Gaben von 0,02—0,1 g kommt es zu Diabetes, heftigenEntzündungen des Magens, Blutungen im Herzen und in der Leber. Wenn der Tod nichteintritt, so kommt es doch zu schweren Ernährungsstörungen und Abmagerung. DieWirkung erfolgt nach kleinen Dosen ganz allmählich.
•f" Uranoxyd des Handels ist Uranioxydammon, Ammoniumuranat. Es dientin der Porcellanmalerei. Unter der Glasur färbt es durch Uebergang in Uranoxyduloxydschwarz, auf der Glasur aber gelb. Es unterscheidet sich vom Urangelb dadurch, dass esbeim Glühen in grünes Uranoxyduloxyd übergeht.
f Urangelb des Handels ist Uranoxydnatron oder Natriumuranat. Manunterscheidet ein hochgelbes (wasserhaltiges) und ein orangegelbes. Es dient zur Darstellungdes gelblicbgrünen opalisirenden Uranglases und in der Porcellanmalerei. Es ist genügendrein, wenn es an Wasser höchst wenig Lösliches abgiebt, es sieh in verdünnter Salpeter-säure vollständig löst und die Lösung, mit einem Üeberschuss Natriumkarbonat gekocht,keinen oder doch nur einen Niederschlag liefert, welcher in Natriumkarbonatlösunglöslich ist.
Aufarbeitung von TJranrückständen. Man erwärmt dieselben mit koncen-trirter Sodalösung. Die Flüssigkeit wird filtrirt und zur Abscheidung der PhosphorsäureEisenchlorid in geringem Ueberschusse zugesetzt. Das ausgefallene Eisenphosphat und Eisen-hydroxyd werden abfiltrirt, die letzten Beste Phosphorsäure mittels Magnesiamixtur vor-sichtig ausgefällt. Nach 24stündigem Absetzen wird filtrirt. Man übersättigt das Filtratmit Salzsäure und verjagt die Kohlensäure durch Kochen. Dann fällt man das Uran durchAmmoniak und löst das abfiltrirte und ausgewaschene Uranoxydammonium in Essigsäure,Salzsäure oder Salpetersäure.
Urea.
I. Urea. Urea pura (Ergänzb.). Harnstoff. Ureum. Carbamid. Carbonyl-amid. Carbonyldiamid. Uree (franz.). Urea (engl.). CO(tfH 2 ) ä . Mol. Gew. = 60.
Der zum therapeutischen Gebrauche bestimmte Harnstoff ist der künstlich dargestellte.
Darstellung. 100 g gut entwässertes, gelbes Blutlaugensalz (Ferrocyankalium)werden mit 37,5 g wasserfreiem Kaliumkarbonat innig gemischt. Das Gemisch wird ineinem eisernen, bedeckten Tiegel bei nicht zu starkem Feuer im Windofen bis zum ruhigenSchmelzen erhitzt. In die etwas abgekühlte, aber noch flüssige Masse trägt man nachund nach in kleinen Antheilen 187,5 g trockene Mennige ein, setzt wieder auf das Feuerund hält das Ganze dann noch einige Zeit (10—15 Minuten) im Schmelzen. — Nachdemdas reducirte Blei sich zu Boden gesetzt, wird die noch flüssige Masse vorsichtig auf einEisenblech ausgegossen und erkalten gelassen. Man zerkleinert sie hierauf, löst sie inwenig (etwa 210 ccm) Wasser, filtrirt die wässerige Lösung des so bereiteten Kalium-