Tellurium. — Terebinthina.
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Löwenzahn-Extrakt von Petkykowski in Berlin enthält Stärkesirup, Honig, La-kritz etc., doch kein Taraxacum.
Snccns Herbarum dialysatus Golaz wird aus Folia Cichorii, Cochleariae, Nastur-tii, Radix Taraxaci und Herba Pumariae bereitet.
Tellurium.
Das Tellur, Te, Atomgew. = 128, dieses dem Schwefel und dem Selen nahe stehendeElement, bildet mit Sauerstoff zwei Oxyde, das Tellurigsäureanhydrid, TeO.,, unddas Tellursäureanhydrid, Te0 3 , deren Hydrate Säurecharakter besitzen. — Die Tellur-säure H 2 Te0 4 , ist eine der Schwefelsäure analog zusammengesetzte Verbindung vonschwach sauren Eigenschaften; ihr Natriumsalz hat neuerdings medicinische Anwendunggefunden.
Natrium telluricum. Tellursaures Natrium. Te0 4 Na,. Mol. Gew. = 238.
Darstellung. Beines Tellur wird zuvörderst mit Salpetersäure zu telluriger Säureoxydirt, die weitere Oxydation dann in der salpetersauren Lösung durch Bleisuperoxydbewirkt. Durch vorsichtiges Ausfällen mit Schwefelsäure entfernt man das Blei, dampftdie Lösung der Tellursäure zur Trockne ein, wäscht den Bückstand zur Entfernung über-schüssiger Schwefelsäure mit Aetherweingeist und krystallisirt aus wenig Wasser um. ZurDarstellung des Natriumsalzes wird die reine Tellursäure in Wasser gelöst, die äquivalenteMenge Natriumhydroxyd zugesetzt, die Lösung zur Trockne eingedampft und der Bück-stand mit Alkohol gewaschen.
Eigenschaften. Das so erhaltene tellursaure Natrium, Na 2 Te0 4 , bildet ein weisses,krystallinisches Pulver, leicht löslich in Wasser, unlöslich in Alkohol; die wässerige Lösungzeigt schwach alkalische Beaktion. Säuert man diese Lösung mit koncentrirter Salzsäurean und setzt einen Ueberschuss an schwefliger Säure zu, so wird das Tellur nach einigemStehen vollständig als solches abgeschieden. Man kann den Gehalt des Salzes an Tellurbestimmen, wenn man die Tellursäure auf vorstehende Art reducirt, das Tellur auf einemgewogenen Filter sammelt, auswäscht und nach dem Trocknen wägt.
Prüfung. Zur Prüfung auf tellurige Säure versetzt man die wässerige Lösung(1 =50) mit etwas Zinnchlorürlösung; es darf nicht sofort (!) eine schwarze Ausscheidung,sondern höchstens eine braune Färbung entstehen. Tellurige Säure wird nämlich durchZinnchlorür sofort, Tellursäure erst nach einiger Zeit, namentlich beim Erwärmen reducirt.
Anwendung. Das tellursaure Natrium ist nach Combkmale, Negel, Cebrian undMösles ein ausgezeichnetes Anthidroticum, das ohne Bücksicht auf das Grundleiden inallen Fällen anwendbar ist, in welchem eine Hemmung der Schweisssekretion wünschens-werth ist. Hinderlich für den ausgedehnteren Gebrauch ist der unangenehme, knoblauch-artige Geruch, welchen es dem Athem ertheilt. Die Tagesdosis ist 0,05 g in Pulverform;eie ist abends vor dem Schlafengeheu zu verabreichen.
Terebinthina
ist der Balsam oder Harzsaft verschiedener Koniferen. Nur ausnahmsweise bezeichnetman auch andere balsamartige, harzige Sekrete als Terebinthina, vergl. Chios-Terpentin.Terebinthina Chia. Terebenthine de Ohio (Gall.). S. 645.
Die Terpentine entstehen meist in grossen Sekretbehältern, die zunächst schizogenentstehen, sich dann aber zu Harzbeulen, Harzgallen erweitern, aus denen der Terpentinfreiwillig oder häufiger nach Einschnitten ausfliesst.
Folgende Sorten sind officinell, wobei zu bemerken ist, dass Germ., Austr. u. U-St,keine specielle Sorte vorschreiben und Helv. unter Terebinthina nur No. 5 versteht.