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2 (1907)
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715
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Queicuä.

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II. QuePCUS alba L. Heimisch in Nordamerika. Blätter an der Basis keilförmigin den Blattstiel verschmälert, stumpfspitzig, gelappt bis fiedertheilig, in der Jugend beider-seits graufilzig.

Liefert Cortex Quercus albae. Quercus alba (U-St.). White Oak.

Beschreibung. Bildet fast flache, vom Kork befreite Stücke, im Innern roth-braun. Die Binde ist ausgezeichnet durch die starke Sklerose der Markstrahlen und desBastes, der gegenüber die Fasergruppen zurücktreten.

III. QlierCUS llex L. Steineiche. Heimisch in den Mittelmeerländern. Blätterklein, starr, meist ganzrandig, unterseits filzig.

Liefert Cortex Quercus viridis. Ecorce de chene vert (Gall.). Enthält 5 bis11 Proc. Gerbstoff.

IV. QlierCUS Ballota Desf. Heimisch im westlichen Mittelmeergebiet. DieSamen liefern Sem. Querens Ballotae Gland doux (Gall.). Das daraus gewonneneStärkemehl wird unter dem Namen Bacahout als Kindernahrung verwendet. EssbareFrüchte haben ferner: Quercus Hex L., Qu. macrolepis Kotschy, Qu. ValloneaKotschy, Qu. alba L., Qu. agrifolia N6e, Qu. chrysolepis Liebm., Qu. undu-lata Torr.

V. QlierCUS Vallonea Kotschy und einige verwandte Arten liefern in ihrenFrucktbechern die technisch des Gerbstoffgehalts wegen verwendeten Vallonea, Wal-lonen oder Yelaney, orientalische oder levantinische Knoppern. Sie enthaltenbis 31,6 Proe. Gerbstoff, die Schuppen der Becher allein bis 42,0 Proc.

VI. QuerCUS Suber L. Korkeiche. Heimisch im westlichen Mittelmeergebiet.Mit gezähnten, lederigen, eiförmigen Blättern. Liefert in den äusseren Theilen der Rinde:Suber. Suber quercinum. Cortex Suberis. Liguum suberinum. Kork. Pan-toffelliolz. Liege. Cork.

Gewinnung. Die Korkbildung beginnt am Baum mit dem 4. Jahre; dieser natür-liche Kork (Jungfernkork, männlicher Kork) wird mit dem 15.20. Jahre entfernt,indem man horizontale und Längsschnitte in den Baum macht, die Rinde klopft und denKork lossprengt. Er ist rissig mit vielen braunen Stellen (vergl. unten), zur Herstellungvon Korken unbrauchbar. Der sich nun neu bildende Kork (weiblicher Kork) zeigtwenige Risse, er ist aber meist auch noch wenig brauchbar, erst die neuen Schälungen,die etwa alle 1015 Jahre wiederholt werden, liefern guten Kork. In Katalonien er-reicht man eine Dicke von 23 mm, wie sie für grössere Stopfen erforderlich ist, in zehnJahren. Die Korkplatten werden zu Haufen aufgeschichtet, mit Steinen beschwert undgetrocknet. Dann kocht man sie eine Stunde in Wasser, wobei Unreinigkeiten ent-fernt werden und der Kork aufquillt, streckt zu Platten und kratzt die äussere unreineSchicht ab.

Beschreibung. Der Kork ist von hellbrauner Farbe und lässt koncentrisch ver-laufend hellere und dunklere Schichten erkennen. Mit diesen sich kreuzend, verlaufen durchden Kork in radialer Richtung dunkle Streifen, die mit lockerem Parenchym und Steinzellenerfüllt sind (Lenticellen). Sie beeinträchtigen die Verwendung und die Stopfen müssendaher so geschnitten werden, dass diese Streifen den Stopfen quer durchsetzen, nur ganzgrosse Spunde muss man so schneiden, dass die Streifen senkrecht verlaufen, sie bedürfendaher noch besonderer Dichtung (Pergamentpapier u. s. w.). Spec. Gew. 0,120,25, Wasser-gehalt im lufttrocknen Zustand 45 Proc., Asche 0,30,5 Proc. Der Kork ist elastisch,undurchlässig für Gase und Flüssigkeiten; nach längerer Verwendung verliert der Korkseine Elasticität, erlangt sie aber durch Einlegen in heisses Wasser z. Th. wieder.

Die Wand der einzelnen Korkzelle setzt sich aus 3 Lamellen zusammen: 1. einerverholzten, 2. einer aus Cellulose bestehenden und 3. der eigentlichen verkorkten Lamelle,die die Eigenschaften des Korkes bedingt.