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2 (1907)
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685
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Plumbum tannicum.

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Da dieses Pflaster während der Aufbewahrung allmählich etwas heller wird, währendim Handverkauf ein gleichmässig schwarzes Pflaster verlangt wird, so setzt man dem fürden Handverkauf bestimmten Pflaster zugleich mit dem Wachs etc. etwa 5 Proc. schwarzesSchiffspech zu.

Die speciellen Vorschriften der einzelnen Pharmakopöen sind folgende:

Austr. Olei Olivae 300,0, Minii 150,0, Cerae flavae 25,0, Camphorae 15,0 in OleiOlivas 15,0 solutae.

Germ. Olei Olivae 600,0, Minii 300,0, Cerae flavae 150,0, Camphorae 10,0, OleiOlivae 10,0.

Helv. Olei Olivae 300,0, Adipis suilli 150,0, Sebi ovilis 100,0, Minii 300,0, Cam-phorae 10,0, Olei Olivae 10,0, Cerae flavae 150,0.

Einplastruin fuscum (siiie Camphora). Emplätre brun (Gall.). EmplastrumMatris fuscum. Onguent de la mere Thecle wird wie das vorstehende nach Vorschriftder Germ., aber unter Weglassung des Camphors bereitet.

Nach Gall. ist aus: Olei Olivae 1000,0, Sebi ovilis, Adipis suilli, Butyri anhydrici ää500,0, Lithargyri 500,0 ein Pflaster zu kochen in der nämlichen Weise, wie bei dem vorigenangegeben, d. h. bis scharfriechende Dämpfe auftreten und die Mischung dunkel wird.Dann giebt man zu: Picis nigrae depuratae 100,0. '

III. f Plumbutn hyperoxydatum. Plumbum superoxydatum. Plumbum per-oxydatum. Plumbum oxydatum fuscum. Bleihyperoxyd. Bleisuperoxyd. Blei-dioxyd. Pb0 2 . Mol. Gew. = 239.

Darstellung. 100 Th. Mennige werden in einem Glaskolben mit einer Mischungvon 250 Th. Wasser und 200 Th. Salpetersäure (von 25 Proc.) einen Tag lang digerirt.Nach Zusatz von 200 Th. Wasser wird das zurückgebliebene braune Pulver abfiltrirt, aus-gewaschen und bei gelinder Wärme getrocknet. Ausbeute ca. 2530 Th.

Eigenschaften. Ein dunkelbraunes, spec. schweres Pulver, unlöslich in Wasserund 25 proc. Salpetersäure. Von letzterer wird es aber gelöst, wenn man die Mischungerwärmt und kleine Mengen Oxalsäure oder Zucker zufügt (vergl. unter Mennige). VonSalzsäure wird es unter Entwicklung von Chlor zu Bleichlorid gelöst. Mit Aetzalkalibildet es Salze der Bleisäure vom allgemeinen Typus Pb0 3 M 2 , wenn M ein einwerthigesMetall darstellt. Wird Schwefel mit Bleisuperoxyd gerieben, so gelangt er zur Ent-zündung.

Prüfung. Bleisuperoxyd, welches zur chemischen Analyse verwendet wird, darfBleichlorid nicht enthalten. Man entzieht ihm dasselbe durch Ausziehen mit stark ver-dünnter Salpetersäure in der Wärme und prüft die Lösung mit Silbernitrat.

Anwendung. Zu analytischen Zwecken, ferner in der Zündwaarenfabrikation.In der Grosstechnik der Theerfarbstoffe zur Oxydation der Leukobasen in Farbbasen.

Gemenge. Oxydirte Mennige. Zur Darstellung rührt man 100 Th. Mennige mithinreichenden Mengen einer Mischung von 12,5 Th. Salpetersäure und 12,5 Wasser zumBrei an und dampft das Gemisch zur Trockne. Es ist eine aus Bleisuperoxyd und Blei-nitrat bestehende Mischung, welche in der Zündwaaren-Fabrikation Verwendung findet.

Plumbum tannicum.

f I. Plumbum tannicum (Ergänzb. Helv.). Plumbum tannicum siccum. Blei-tannat. Gerbsaures Blei. Zusammensetzung unbestimmt.

Darstellung. A. Ergänzb.: 30 Th. Bleiessig werden unter beständigem Um-rühren in eine kalte Lösung von 10 Th. Gerbsäure in 180 Th. Wasser eingetragen. DerNiederschlag wird auf einem Filter ausgewaschen und bei gelinder, 30° C. nicht über-steigender Wärme getrocknet. B. Helv.: 8 Th. krystall. Bleiacetat werden in 80 Th.Wasser gelöst. Diese Lösung wird mit einer Auflösung von 9 Th. Gerbsäure in 90 Th.Wasser, oder soviel derselben versetzt, bis kein Niederschlag mehr erfolgt. Der Nieder-