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2 (1907)
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425
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Naphtholum.

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durch Ferrosulfat, noch durch Bleiacetat verändert. In Weingeist, Aether, Benzol, Chloro-form, Oelen und alkalischen Flüssigkeiten ist das /?-Naphthol leicht löslich. Es sublirairtziemlich leicht und ist mit Wasserdämpfen flüchtig.

Seinen chemischen Eigenschaften nach ist es ein vollständiges Analogon des gewöhn-lichen Phenols oder der Karbolsäure. Es zeigt sich dieä dadurch, dass es sich mit ätzen-den Alkalien zu gut charakterisirten Salzen löst, aus denen es schon durch sehr schwacheSäuren, wie Kohlensäure und Essigsäure, wieder abgeschieden wird.

Als charakteristische Reaktion für Naphtliol giebt Raupenstrattch an, dass dasselbebeim Erhitzen mit Kalilauge und Chloroform eine Blaufärbung erzeugt, welche durch Grünin Braun übergeht.

Prüfung. Für die Reinheit des /5-Naphthols ist von Wichtigkeit, dass es fastfarblos ist und den Schmelzpunkt von 122° C. zeigt, da dieser durch Gegenwart des bei96° schmelzenden a-Napthols herabgedrückt werden würde. Davon abgesehen prüft manwie folgt: 1) 1 g /S-Naphthol löse sich in 50 g Ammoniakflüssigkeit ohne Bückstand zueiner nur blassgelblichen Flüssigkeit; ein Rückstand könnte aus Naphthalin bestehen, starkeFärbung der ammoniakalischen Lösung würde auf mangelhafte Reinigung hindeuten. —2) Die heissgesättigte wässerige Lösung werde durch Eisenchlorid nicht violett gefärbt,andernfalls ist a-Naphthol zugegen. — 3) 1 g, auf dem Platinbleche erhitzt, verflüchtigesich vollkommen; ein Rückstand würde aus anorganischen Verunreinigungen bestehen.

Aufbewahrung. Vor Licht geschützt, da es im Tageslichte allmählich Färbungannimmt. Zu den Separanden wird es von keiner der Pharmakopoen gerechnet.

Anwendung. Das /J-Naphthol ist von Kaposi an Stelle des Theers bei verschie-denen Hautkrankheiten, auch Krätze, empfohlen worden. Man benutzt es in spirituöseroder öliger Lösung. Für die Therapie ist zu bemerken, dass es von der Haut aus resorbirtwerden kann und alsdann unter Umständen Nephritis und Hämoglobinurie verursachenkann. Die Ausscheidung erfolgt durch den Urin als Dioxynaphthalin, mit Schwefelsäureund Glukuronsäure gepaart. — In der Technik dient es namentlich zur Herstellung vonAzofarbstoffen, z. B. von Biebericher Scharlach.

Frottirspiritus Lassar's Krätzmittel.

zur LAssAR'schen Haarkur. Rp. /S-Naphtholi 0,25

Up. /J-Naphtholi 1,0 Baisami peruviani 10,0

Alkohol absoluti 200,0. Spiritus Saponis kalini 25,0.

Vet. Pommacle iiaplxtliolee (GaU). Unguentum Kaphtholi compositum K aposi.

Rp. ß-Naphtholi 10,0 _

Adipis 100,0. Rp * /^-Naphtholi 15,0

r Adipis 100,0

Sapo naplitholicus. Saponis kalini 50,0

Naphthol-Seife. Cretae laevigatae 10,0.

Rp. /?-Naphtholi 10,0 Krätzsalbe. Zweimal in 24 Stunden die befallenen

Saponis Cocois 100,0. Stellen energisch einzureiben.

Pasta Naphtholl Lassar.

Lassar 1 s Schälpaste (Hamb .-V„ Ergänzt,.). Cel:,tina ^aphtholl Uhka.

Rp. 0-Naphtholi 10,0 Kp. Gclatinae albae 5,0

Sulfuris praeeipitati 50,0 Aquae destillatae 65,0

Vaselini flavi Glycerini 25,0

Saponis kalini 5ä 20,0. //-Napluholi 6,0.

/J-Naphthol-Kamphei". ß-Jfaplitlxolum camphorntum. Man erwärmt eine Mischungvon 2 Th. Kampher und 1 Th. Naphthol bis zur Verflüssigung. Flüssigkeit, in Wasserunlöslich, in fetten Oelen löslich. Als Antisepticum. Mit Cocain kombinirt zum Bestreichenlokal-tuberkulöser Afl'ektionen, mit Oel gemischt bei Furunkel, Coryza, Scabies.

Naphthoxol. Ist eine alkoholische Lösung von Wasserstoffsuperoxyd mit 2 Proc./j -Naplitliol. Zur Wundbehandlung. (Bericht von Gehe & Co.)

Naplitliosalicin. Eine Auflösung von /J-Naphthol und Salieylsäure in heisser Borax-lösung, an deren Stelle auch Ammoniakflüssigkeit genommen werden kann. Desinfek-tionsmittel zum Reinigen der Wäsche und Kleider in Hospitälern und bei Truppen.

Scabinol. Eine Krätzesalbe, enthaltend Styrax, Tabakextrakt, /?-Naphthol undKaliseife.

Haarwasser gegen Kopfschuppen. Naphtholi 10,0, Tincturae Quillajae 400,0,Heliotropini 0,5, Olei Iridis gtt. 1.

Khinalgin vou Thomalla . Nasenzäpfchen, enthaltend Olei Cacao 1 ,0, Alumnon0,01, Mentholi 0,025, Olei Valerianae 0,025. Nasen-Antisepticum.