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2 (1907)
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Myrobaiani.

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IV. Als fettliefernd kommen weiter in Betracht und gelangen gelegentlich nachEuropa: Myristica angolensis Welw. in Westafrika, enthält über 70 Proc. Fett.

Myristica Bicuhyba (Schott) Warb, in Brasilien, liefert durch Extraktionmit Aether 59 Proc., beim Pressen 45 Proc. Fett. Dasselbe besteht im wesentlichen ausden Glyceriden der Myristinsäure und Oelsäure und wenig freien Fettsäuren. Myristicamicrocephala Bl. in Westafrika, enthält in dem Samen 73 Proc. Fett. Myristica peru-viana DC. in Mittelamerika ist fettreich. Myristica Sebifera Sw. in Mittel- undSüdamerika enthält in dem Samen 26 Proc. Fett. Myristica surinamensis Rol. inSurinam. Die Samen kommen zuweilen als afrikanische Oelnüsse oder Cuago-Nüssenach Europa. Sie liefern 60,0 Proc. Fett. Coelocaryon (Myristica) Preussii Warb,in Kamerun soll 72 Proc. Fett enthalten.

V. Durch Einschnitte in die Rinde liefern einen dem Kino (s. d.) ähnlichen Saft:

Myristica malabarica Lam., M. fragrans Houtt., M. glabra, M. succedanea

Reinw. Das Produkt ist dem Malabar-Kino sehr ähnlich, enthält aber krystallinischesCalciumtartrat.

VI. Unter dem Namen Macisbohnen, Muscades de Calabasli, gelangen zuweilennach Europa die Samen der Anonacee Monodora Myristica Dun. Heimisch in West-afrika, auf den Antillen kultivirt. Sie sind grau bis braun, 2,0—2,5 cm lang, 1,0—1,2 cmbreit, 5—6 mm dick. Das Endosperm ist durch in dasselbe eingedrungene Falten derinneren Samenschale in tief hinabisolierte Platten gespalten. Geruch und Geschmackgewürzhaft, an Thymol erinnernd. Sie enthalten 25 Proc. ätherisches Oel und 6,22 Proc.fettes Oel.

Myrobaiani

sind die gerbstoffreichen Früchte verschiedener zu den Combretaceen und Euphor-biaceen gehörenden indischen Bäume.

1. Combretaceae.

Terminalia Chebula Hetz, liefert die Myrobaiani Cliebulae, von denen dieM. citrinae, indicae, nigrae anscheinend nicht verschieden sind. Sie sind von dattel-bis birnförmiger Gestalt, 5 cm lang, 2,5 cm dick, längsrunzelig bis undeutlich fünfkantig,gelb, braun bis schwarz. Innerhalb einer weichen Schale, in der reichlich Gerbstoff,Stärke und Oxalat vorkommt, haben sie eine Steinschale, die einen Samen mit eingerolltenKotyledonen einschliesst.

Eestamltheile. Bis 45 Proc. Gerbstoff, Ellagsäure, Gallussäure, 3,5 Proc.Chebulinsäure C^Ha^Ou,. H. 2 0.

Verwendung. Medicinisch werden sie kaum noch als Adstringens verwendet,technisch spielen sie als Gerb- und Farbmaterial eine nicht unbedeutende Rolle.

Terminalia Bcllerica Roxb. liefert die Myrobaiani Bellericae. Sie sind rund,3 cm im Durchmesser.

2. Euphorbiaceae.

Phyllanthus Eniblica Gärtner liefert die Myrobaiani Emblicae. Die Fruchtist fast walnussgross, dreikantig und dreifächerig, in jedem Fach 2—3 Samen.

Handb. d. pharm, Praxis. II.

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