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2 (1907)
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Kresolum.

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1'oTil'g KarbolscInrefelsäure-DesinfektionspulYer -wird durch Vermischen vonKarbolschwefelsäure mit Kieseiguhr dargestellt und enthält etwa 15 Proc. Kresolsulfo-säuren.

Sanatol ist eine viel freie Schwefelsäure enthaltende rohe Kresolsulfosäure, alsoziemlich identisch mit dem laplace 'schen Präparat.

Creolin-AltTHANN. Sanatol. Sind Präparate, in denen Rolikresol durch Kresol-schwefelsäure in Lösung gehalten wird. Die Mischungen mit Wasser sind emulsionsartigeFlüssigkeiten.

f Kresolum purum (Ergänzb.) Trikresol, Enterol. Trikresol nennt dieCliem. Fabrik auf Aktien, vorm. E. Schering , das von Beimengungen bez. Verunreinigungenbefreite natürliche Kresolgemisch (der drei isomeren Kresole) aus dem Steinkohlentheeröl.Nach Beseitigung der Verunreinigungen ist die Löslichkeit der Kresole in Wasser erhöht.Sie lösen sich zu 2,22,55 Proc. in Wasser von gewöhnlicher Temperatur. Das spec. Gew,ist bei 20° C. = 1,0421,049. Es siedet bei 185205° C. Das Trikresol soll die dreifacheantiseptische Wirkung der Karbolsäure besitzen. Die 1 procentige Lösung dient zur Wund-behandlung. 1 ccm Trikresol löse sich in einem Gemische von 2,5 ccm Natronlauge und50 ccm Wasser ohne Trübung auf (Trübung = Kohlenwasserstoffe und Basen). BeimErhitzen verflüchtige es sich, ohne einen Rückstand zu hinterlassen (Unterschied vomSolveol und Solutol). Vorsichtig aufzubewahren!

f Ortho-Kresolum. o-Kresol. Kresolum (Austr. add). C1I 4 (CH 3 )0H(1:2).Mol. Gew. = 108. Dieses Präparat ist von dem Nachtrag der Pharm. Austr. unterdem NamenKresol" schlechthin aufgenommen worden. Es wird fabrikmässig durch Ein-wirkung von salpetriger Säure auf o-Toluidin oder durch Schmelzen von o -Toluolsulfosäuremit Kalihydrat dargestellt.

Eigenschaften. Eine farblose Krystallmasse, aus nadeiförmigen Krystallen be-stehend, mit der Zeit gelblich und bräunlich werdend, von durchdringendem, eigentümlichemGeruch, welcher zugleich an Karbolsäure und an Kreosot erinnert. Es nimmt aus der LuftFeuchtigkeit auf und zerfliesst alsdann zu einer Flüssigkeit, welche neutral gegen Lack-mus ist. Es schmilzt im trockenen Zustande, (!) d. h. nachdem es im Exsiccator getrocknetworden ist, bei 2830° C., siedet bei 187189° C. und verbrennt entzündet mit leuch-tender, russender Flamme, ohne einen Rückstand zu hinterlassen.

Bs ist löslich in 38 Th. kaltem Wasser, leicht löslich in Weingeist, Aether oderGlycerin. Von Kali- oder Natronlauge wird es unter Bildung der entsprechenden Ortho-Kresolate gelöst. Die wässerige Lösung des o-Kresols nimmt auf Zusatz von Ferrichloridzunächst blaue Färbung an, welche alsdann in Grün übergeht. Bromwasser erzeugt inder wässerigen Lösung einen weissen, flockigen Niederschlag. Von der ihm ähnlichenKarbolsäure unterscheidet sich das o-Kresol dadurch, dass es 1) erheblich niedriger schmilztund 2) in Wasser wesentlich schwieriger löslich ist.

Aufbewahrung. Vorsichtig und vor Licht geschützt aufzubewahren.

Anwendung. Nach Bröhme wirkt o-Kresol stärker ba'.tericid als die Karbolsäureund ist dabei nicht in gleichem Maasse ätzend als diese, greift auch die Instrumente nichtan. Man benutzt die 12 procentige wässerige Lösung genau in der nämlichen Weisewie das 3 procentige Karbolwasser.

f Ortho-Xresoluin liquefactum. Kresolum liquefactum (Austr. add.). Ver-flüssigtes Ortho-Kresol. Zu 100 Th. geschmolzenem Ortho-Kresol mischt man 10 Th.destillirtes Wasser. Eine farblose, ölige Flüssigkeit, nach o-Kresol riechend und sichgegen ßeagentien wie dieses verhaltend. Vorsichtig und vor Licht geschützt aufzu-bewahren.

Dieses Präparat ist ungefähr identisch mit dem Kresolum purum liquefactumNördlinger.

Aqua kresolica (Austr. add.) Ortliokresol-Wasser. Man mischt 22 Th. verflüssigtesOrtho-Kresol der Austr. add. (s. vorher) mit 978 Th. destillirtem Wasser. Das Präparatist eine 2 proc. wässerige Lösung von o-Kresol und wird genau in der nämlichen Weisebenutzt wie das 3 procentige Karbolwasser.

Kresolum purum iiquefactum Nöhdlinger C ö H 4 (CH 3 ) OII (1: 2) +H j O. Istdurch Wasser verflüssigtes Ortho-Kresol. Farblose, stark riechende Flüssigkeit. Als An i -septicum in der Wundbehandlung wie Karbolsäure. 100 Th. Wasser lösen etwa ,