Helminthochorton. Herniaria.
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Helminthochorton.
Helminthochorton. Alga s. Conferva s. Müsens Helminthochorton. Muscuscorsicanus. — (Corsicanisclies) Wurmmoos. Wurmtang. — Mousse de Corse (Gall.).Mousse de mer. — Corsican Mos».
Alsidium Helminthochorton Ktzg. (Florideae —lihodyiueiiiales—Itliodomcla-
ceae) ist eine kleine, 4 cm hohe, rasenförmig wachsende, aus horstigen, einfachen odergabelig getheilten Tlialluszweigen bestehende Alge. Frisch ist sie purpurroth, trocken blass-bräunlich. Kommt aus dem Mittelmeer über Triest oder Marseille in den Handel. DieDroge enthält ausser genannter Art reichlich andere Algen: Ceramium rubrum Ag.,Corallina offieinalis L., Furcellaria fastigiata Lam., Padina pavonia Grev.,Polysiphonia-Arten u. a., ferner Steinchen, Stückchen von Korallen, Muschelschalen etc.
Die im atlantischen Ocean und in der Nordsee gesammelte Droge enthält die eigent-liche Helminthochorton-Alge überhaupt nicht.
Ein veraltetes, heute noch selten im Handverkauf gefordertes Wurmmittel, früher desJodgehaltes wegen auch gegen Scrophulose angewendet.
Gelatina de Helmiuthocliorto.
Gelöe de mousse de Corse (Gall.).
Rp. 1. Helminthochorti 30,0
2. Aquae destillatae q. s.
8. Sacchari albi 60,0
4. Yini albi 60,0
5. Ichthyocollae 5,0.
Man 'wäscht 1 mit kaltem Wasser, kocht mit 2eine halbe Stunde, so dass man 200,0 Pressflüssig-keit erhält, fügt 3 und 4, dann 5, in 30,0Wasser erweicht, hinzu, kocht bis zur Gallerte,seiht durch und stellt kalt. Die Ausbeute soll125,0 betragen.
Gelatina vermifuga Marccllini.
Rp. 1. Gelatinae Helminthochorti sine
Saccharo
2. Extracti Filicis
3. Tragacanth. pulv.
4. Gummi Arabici
5. Sirupi MororumMan emulgiert 2—5 und
Wärme mit 1.
150,03,05,010,060 ,0.
mischt bei gelinder
l'otus anthelmintliicus.Wurmtrank für Kinder.
Rp. 1. Helminthochorti 8,0
2. Florum Cinae 4,0
8. Lactis vaccin. fervid. 125,04. Sirupi Mannae 30,0.
1 und 2 mit 3 infundiren, Seihflüssigkeit mit 4mischen. Morgens nüchtern zu geben.
Sirupus de Helmintliocliorto.
Sirop de mousse de Corse (Gall.).
Rp. 1. Helminthochorti 200,0
2. Aquae destillat. ebull. q. s.
3. Sacchari albi 1000,0.
Man infundirt 1 sechs Stunden mit 500,0, dannnochmals mit q. s. von 2, sodass man 530,0filtrirte Seihflüssigkeit erhält. Man bringt mit3 zum Sirup.
Herniaria.
Gattung der Caryophyllaceae—Alsinoideae—Paronycliieae. Dem Boden an-liegende Kräuter mit kleinen sitzenden Blättern mit Nebenblättern, und kleinen grünenBlüthen in axillären, dichten Büscheln.
Herniaria glabra L., gelbgrün, kahl, mit ungewimperten Kelchblättern, undHerniaria hirsuta L., beide auf Sandboden nicht selten. Sie enthalten ein SaponinC 19 lI 30 O 10 , ferner in einer Menge von 0,2 Proc. Herniarin, das ein Methyläther desUmbelliferons ist. H. glabra enthält ausserdem ein flüssiges Alkaloid: Paronychin. Sieliefern, besonders die erste: Herba Herniariae (Austr. Ergänzb.). Hb. Herniariae multi-granae s. Millegranae. — Bruchkraut. Dürrkraut. Harnkraut. Tausendkorn.Windkraut.
Einsammlung, Anwendung. Man sammelt das ganze, blühende Kraut ohnedie Wurzel von den genannten Arten — nach Ergänzb. nur von Herniaria glabra. Eswird, wenn auch selten, bei Leiden der Harnwege, Blasenkatarrh, Nierenkolik, als Aufguss(10,0—20,0 :200,0 auf den Tag), als Extrakt oder Sirup gegeben.
Extractum Herniariae. Das getrocknete Kraut zieht man mittels Weingeist undWasser äa aus und dampft zum dicken Extrakt ein.