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2 (1907)
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Helenium.

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Tinctura Hamamelidis (Brit.). Teinture de Hamamelis virginica (Gall.).Tincture of Hamamelis. Brit.: Aus 100 g Hamamelisrinde (Nr. 20) und q. s. Wein-geist (45 Vol. Proc.) im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 50 ccm und sammelt1000 ecm Tinktur. Dosis 24 ccm. Gall. Suppl.: Aus 100 g grob gepulverter Ha-mamelisrinde und -blättern und 500 g 60 proc. Weingeist durch zehntägige Maceration.

Suppositoria Hamamelidis.r Hamamelidis. Münch Vorschrift.

Elixir de Virginie. j^p < Extracti Hamamelidis aquos. 0,2

Rp. Extract. Hamamelid. fliiidi 30,0 Olei Cacao 2,0.

Tincturae Yanillae 20,0 Zu einem Stuhlzäpfchen.

Spiritus (80 proc.) 180,0 Unguentum Hamamelidis (Brit.)

Aquae destillatae 270,0 Rp. Extract. Hamamel. liquid. (Brit.). 10 ccm.

Sirupi Aurantii Corticis 500,0. Adipis Lanae hydrosi (Brit.). 90 g.

Unguentnm Hamamelidis albuni.

Rp. Liquoris Hamamelidis 1025Adipis Lanae 9075.

Helenium.

Inula Helenium L. (Familie der CompositaeTubulifloraeInuleae). Heimischvon Mitteleuropa bis Persien, vielleicht auch in Japan; häufig lcultivirt. Bis 2 m hoch,Stengel aufrecht, gefurcht, oberwärts zottig. Blätter ungleich -gekerbt-gezähnt, Unterseitefilzig, die unteren länglich-elliptisch, in den Blattstiel verschmälert, die oberen herzeiförmig,stengelumfassend. Blüthenköpfe doldenrispig, Strahlblüthen weiblich, einreihig, Scheiben-blüthen zwittrig. Frucht kahl, vierkantig. Verwendung findet die Wurzel:

Radix Ilelenii (Ergänzb.). Iuula (U-St.). Bndix Inulae 8. Enulae. Bad. Enulaecampanae. Alantwurzel. Alant. Glockenwurzel. Helenenwurzel. Ottwurzel.Edelherzwurzel. Rhizome d'aunöe offlcinale ou de graude au nee (Gall.). Ele-cainpaue-Itoot. Horselieel-Root.

Beschreibung. Die Droge, die von dem unterirdischen Axentheil und derWurzel gebildet wird, kommt meist in geschälten Längsstücken, seltener in Querscheibenin den Handel. Sie ist bräunlich oder weiss, trocken von hornartigeT Beschaffenheit, imBruch kurz und spröde, andernfalls zähe. Ungeschält zeigt die Droge aussen ein starkesPeriderm, Rinde und Holz sind durch das deutliche Cambium von einander getrennt undkaum strahlig. Im Holz kleine Gruppen von Gefässen und vereinzelt Faserbündel, in denMarkstrahlen desselben und der Binde grosse schizogene Sekretbehälter, die einen Durch-messer von 200 n erreichen und im Längsschnitt kuglig oder etwas in die Länge ge-streckt erscheinen. Sie enthalten in der frischen Wurzel gelbbraunen Balsam, in dertrocknen Droge Klumpen kleiner, farbloser Krystallnadeln. Im Parenehym der trockenenDroge Klumpen von Inulin.

Bestandtheile. 12 Proc. Alantöl, eine krystallinisclie, von flüssigem Oel durch-tränkte Masse. Dasselbe enthält Alantolacton C, 5 H 20 0 2 , das in Nadeln krystallisirt, diebei 76° C. schmelzen, Alantoisäure C 15 H2 2 O s , ebenfalls in Nadeln krystallisirend, die bei94° C. unter Wasserabspaltung schmelzen, Alantol C lo H 16 0, wahrscheinlich nur in ganzfrischen Wurzeln vorkommend, ist flüssig und siedet gegen 200°C., Helenin (Alant-kampfer) (C e H 8 0)x, krystallisirt in vierseitigen Prismen, die bei 94° C. schmelzen. Fernerenthält die Droge 2245 Proc. Inulin, dabei etwas Pseudo-Inulin C m H 162 0 16 j undInulenin C 120 H 10 4O 101 .

Einsammlung, Aufbewahrung. Man sammelt die Wurzel im Frühjahr oderim Herbst, wäscht, spaltet und trocknet sie bei gelinder Wärme. 4 Th. frische Wurzelgeben 1 Th. trockne. Man bewahrt sie an einem trocknen Orte in Holzkästen; in Blech-büchsen wird die Wurzel durch Ausscheidungen von Alantkampher leicht unansehnlich.(Das nämliche beobachtet man bei Pillen und Latwergen mit Alantpulver.)

Anwendung. Nur noch selten bei Hustenreiz und Brustleiden als Aufguss(1015 : 200), häufiger als Extrakt zu 0,52,0 in Pillen. Aeusserlich bei Krätze und dergl.