und 4 Loth Heusamen darunter, gebe es dem VieheMorgens, Mittags und Abends ein und bedecke es mitwarmen Tüchern.
ÄO Mittel gegen den Sterzwurm amSchwänze des Rindviehes
Die damit befallenen Thiere sind niedergeschlagen,unempfindlich und lassen mit sich machen, was manwill. Der Schwanz ist weich und welk, und man kannihn herumdrehen, ohne daß sich das Thier dabei rührt,und wenn man nicht zu Hülfe kommt, schwärt einGlied nach dem andern weg. Entweder rührt das Uebelvon nassen Ställen, vom unreinen, schmutzigen Verhalten,von verdorbenen Saften, oder von Versetzung einer Krank-heitsmaterie auf diesen Theil des Körpers her.
Man hilft dem kranken Thiere also: Der Schwanzwird da. wo aufwärts die Schwindung aufhört und dieSchwanzgrube noch fühlbar ist, ungefähr 2 Zoll langaufgeschnitten: und damit man den Schnitt rccht blu-tend macht, so streicht man den Rücken und den Schwanzstark abwärts. Wenn eine hinlängliche Quantität Blutabgegangen ist, so wird der Schnitt mit Essig, Salzunv Pfeffer recht eingerieben, worauf die Heilung undGenesung erfolgt.
Wenn dieses Mittel bei Zeiten angewendet wird,hilft es zuverlässig. Oder man reibe den Schnitt mitSalmiakgeist.
Bittere und gewürzhaste Dinge werden auch dagegenempfohlen. Man gebe daher dem Viehe täglich 2 Lothgeriebene Pomeranzenblätter mit Honig und klistiere daSVieh fleißig.
St. Wider die Angelnifen
Auf dem Rücken bekommt das Vieh öfters eineMenge große und kleine Aisen, die von dem Stiche derInsekten herrühren, die ihre Eier in die Haut derThiere legen, wie in einen Apfel. DaS Vieh, daS aufdie Weide geht, ist vorzüglich damit geplagt.
Man wäscht mit Kn-'bmurin die Aisen täglich etlichemal, und wenn sie weich sind, drückt man sie auf. woman dann den Wurm ganz leicht herausziehen kann.