Oder: Enzian 4 Loth, Aloe 2 Loth, Glaubersalz8 Loth, Kampher ein halbes Loth. Mit diesen stärken-den Laxieren wird die gallichte Schärfe abgeführt.
Die Holzäpfelchm von den Haselnußbüschen, dieman im März sammelt, zu Pulver gemacht und mitSalz und Kleie vermischt, sollen auch sehr gute Dienstein der Ruhr thun.
Zum Getränk nimmt man Wasser, in welchem Lein-samen und rohe Gerste abgekocht ist, oder man giebtWasser, worin Gerstenmehl gemengt.
Man striegelt das Thier fleißig, hält eS warm, deckteS mit warmen Tüchcrn zu und reinigt den Stall sehrfleißig; auch muß man den Stall fleißig ausräuchern.
Sollte das Thier einen solchen Zwang bei dem Mi-sten haben, daß es den Leib von sich schafft, so mußman ihn mit warmen Tüchern bähen, die Hände mitOel schmieren und wieder zu dem Viche drücken.
R8. Wider die Folgen des hastigen TrinkenSin der Hitze.
Man nimmt I'/, Loth rothen Bolus oder Terrasigillata, ! Loth Salpeter, >/z Loth Schwefel, 1 LothLorbeeren, zerstößt Alles klein, nimmt einen Eßlöffelvoll davon, und mischt es unter einen halben OrthWeinessig und 1 Orth Sauerkohlwasser, läßt es etlicheStunden stehen und schüttet diese Portion dem VieheMorgens und Abends ein.
Kleine Uebel von der Art lassen sich oft heben, wennman Wermuih in Ziegenmilch kocht und einschüttet,oder Elsig und zerstoßene Lorbeeren eingiebt. Ist dasÜ bel sehr hartnäckig, so muß man einen oder zweiGranadilkerne und ein halb Loth präparirte Krebsaugenfein zerstoßen und mit Essig eingeben.
Auch folgendes Mittel ist hier dienlich: LothSchwefel, 1 Loth Salpeter, eine Handvoll Wachvolder-beeren und eine Hmd voll Enzian, in einem halbenMaß Sauerkohlwasscr eingegeben.
lS. Gegen die Rose
Man nehme 2 Loth Salpeter, 8 Loth Bittersalz, löse«S in Wasser auf und mische 2 Loth Schwefelblüthe