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Kleines Arzneibuch gegen innerliche und äußerliche Krankheiten des Rindviehes, der Schafe und Schweine, enthaltend eine Sammlung bewährter und erprobter Arznei-Vorschriften
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Seite
24
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Man wäscht alsdann den ganzen Rucken mit demKnabenurin so lange sott, bis Alles heil ist.

Oder man nimmt etliche Hände voll Schierling inWasser oder Urin und wäscht das Thier damit. Oder mankoche etliche Stücke zerschnittenen Knoblauch in 1 QuartierWasser und lasse 2 Loth Salmiak darin auflösen und waschedie Beulen täglich 8 bis 4 mal damit.

Wenn die Aisen aufgegangen sind, wäscht man mitdem nämlichen fort, bis Alles heil ist.

Innerlich kann man dem Thiere etliche Tage langtäglich 1 Loth Schwefel und I Loth glänzenden Kaminrußeingeben. In das Saufen lege man dem Viehe Rain-sarnkraut.

ÄT. Wider die Krätze oder den Ausschlag

Das Vieh bekommt öfters einen Ausschlag wie eineweiß« Rinde am Maul, Hals und an den Augen, oderauch am ganzen Leibe. Das Thier sieht schäbig aus, dieHaare sträuben sich und fallen meistens aus. Die Naturschafft durch diesen Weg Unreinigkeiten aus dem Körper;man muß ihr zu Hülfe kommen und alle Unreinigkeitenauf dem schon gebahnten Wege auf die Oberfläche zu trei-ben suchen.

Man laxiere daher das Thier zuerst und gebe ihm2 Loth Leber^Aloe und 4 bis 6 Loth Glaubersalz in Was-ser aufgelös't. Hernach nehme man ein halbes PfundSchwefelblumen, 4 Loth Salpeter und 4 Loth fein gepul-verte Spießglasleber, mache es mit Sauerteig zu einer Lat-werge und gebe täglich dreimal, jedesmal einen Eßlöffel volldavon ein.

Man fährt einige Tage damit fort, und meistensheilet der Ausschlag ohne den Gebrauch eines äußerlichenMittel«.

Will er aber nicht heilen, so fährt man mit der Lat-werge fort, vermischt Schwefelblumen mit frischer Butterund schmiert den Ausschlag damit, dann wird in etlichenTogen Alles abfallen.

Vom Urinverhalten

Da« Urinverhalten kann tödtlich werden, weil zuletztdie Blase springt.