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Kleines Arzneibuch gegen innerliche und äußerliche Krankheiten des Rindviehes, der Schafe und Schweine, enthaltend eine Sammlung bewährter und erprobter Arznei-Vorschriften
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53
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frisches Wasser zu saufen. Dieses einfache Mittel erkältetnicht, sondern erwärmt vielmehr und stärkt die Gedärme,so daß der Durchfall bald aufhören wird. Aber auchim heißen Sommer müssen die Schweine überhaupt, ihrerhitzigen Natur wegen, mehr als andere Viehgattungen,oft frisch getränkt und geschwemmt (ganz, auch mit demKopfe, unterg-taucht) und an schattigen Orten gehaltenwerden.

Rt. Von den Pocken oder Blattern derjungen Schweine.

Die jungen Schweine bekommen meistens in den erstenWochen, manchmal auch erst wenn sie ein halbes Jahralt sind, die Pocken. Es ist ein grau-bräunlicher Aus-schlag; und je jünger das Thier ist, je besser kommt esdurch diese Krankheit.

Wenn ein Schwein von den Pocken befallen ist, so IsteS rathsam, demselben, sowie auch den dabei liegendenSchweinen, folgendes Laxiermittel zu gebt»:t?remor. tsitari. Lrackru. VI.kulveris iliei vrieutal. Lcrupul II.

I^iilveris kellebori niZri. 8crup. sein.Hiervon giebt man einem kleinen Ferken jede Stunde 2Theelöffel voll, mit Haberwelge oder Honig, bis Wirkungerfolgt. Die Dosis wird bei größern Schweinen vermehrt.Ebenso auch bei den folgenden Arzneimitteln.

Wollen nur einzelne Pocken ausbrechen und sind dieZufälle gelinde, so ist der fernere Gebrauch der Arzneimittelüberflüssig. Alles, was man sodann thun kann, bestehtdarin, daß man den Schweinen das Fressen in mäßigenPortionen und das Gesöffe desto reichlicher gebe. Die Kuh-milch, sie mag süß oder sauer sein, Haberwelge oder Kleien-wasser sind in dieser Hinsicht die besten Getränke. Manbewahre sie vor Erkältungen, lasse sie bei warmen Tagengegen den Mittag einige Stunden außerhalb des Stallesumher gehen und besorge jedes Mal eine trockene Streue.Wollen viele Pocken ausbrechen, und sind die Zufälle hef-tiger und anhaltender, so giebt man, um die Pocken ausdem Körper nach der Oberfläche desselben zu leiten, solcheArzeneien, die die Ausdünstung unterhalten und vermehren,nämlich: