Druckschrift 
Kleines Arzneibuch gegen innerliche und äußerliche Krankheiten des Rindviehes, der Schafe und Schweine, enthaltend eine Sammlung bewährter und erprobter Arznei-Vorschriften
Entstehung
Seite
47
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

- 47

14 Von Verrenkungen, Quetschungenund Wunden

Man brauche die Mittel, welche beim Rindviehe an-gegeben stehen. ,

IS. Vom Blutharnen.

Man stoße Kümmel, misch« ihn unter Salz, undlasse das Schaf oft davon lecken. Desgleichen hilft Samenvon der Lchsenzungenwurzel.

I«. Mittel gegen langwierigen Husten

Bei der Lungen- und Lebersucht u. dergl. hat daSSchaf einen Husten; aber öfters hustet auch ein alteSSchaf, ohne daß es eines von diesen Uebeln mit Fieberverbunden hätte.

Man gebe einem solchen Schafe ein wenig Huflattichunter das Futter; oder man schütte ihm ein Loth Man-delöl in einem halben Orth Wein etliche Tage langMorgens nüchtern ein; oder man gebe ihm Aronswurzel,Alantwurzel, Knoblauch, Zwiebel und Schöllkraut, vonjedem gleich viel unter Salz gemischt, zu lecken.

t7 Mittel gegen das wilde Feuer amMaule der Lämmer.

Wenn die Lämmer auf die Weive getrieben werden,ehe der Thau und Reif durch die Sonne aufgetrocknetist, bekommen sie Blattern an die Lefze und im Maul.

Man nehme Moppen und Salz, von jedem gleichviel, zerstoße es gut untereinander, und reibe die Lefze,Zunge und daS ganze Mau! damit.

Z8. Mittel gegen geschwollene Euter.

Man schmiere das geschwollene oder verhärtete Eutertäglich l bis 3 mal mit folgender Salbe: Man nehmedas Weiße von etlichen Eiern, ein wenig Safran undBaumöl, und mische Alles gut untereinander.

Die Milch melke man so lange aus, als sie sich nichtgänzlich verliert. Um die zurückgetretene Milch zu zer-theilen, gebrauche man innerlich Folgendes: Man nehme2 Theile vitriolisirten Weinstein, einen halben TheilSalpeter, und gebe davon täglich zweimal, jedesmal