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La bei diesem krankhaften Zustande da« Fressen wedervermindert noch unterdrückt ist, so reiche man vorzüglichgute« nahrhaftes Futter.
8 Der DurchfaN, Durchlauf. Durchbruch,Bnuchfluß
Bei dieser K'.ankheit findet ein widernatürlich häu-siger dünner Mistabgang ganz ohne Schmerzen im LeibeStatt.
Das Thier mistet ungewöhnlich oft, und der Abgangist wässerig und dünn. UcbrigenS ist eS munter, frißt ge-wöhnlich mehr als im gesunden Austande, auch selbst imhöchsten Grade der Krankheit wird die Freßlust nicht ver-mindert, obfchon das Thier jeden Tag immer mehr abmagert,sehr matt und elend wird, und werden nicht bald zweck-mäßige Mittel in Anwendung gebracht, so irepirt daS Thierin Folge der Entkräftung.
Die nächste Ursache ist Schwäche der VerdauungSwerk-zeuge, und die gewöhnliche Veranlassung hierzu geben schlechte,verdorbene Nahrung, schnelle Veränderung vom trocknen zumgrünen Futter, Erkältung u, dgl.
Der Durchfall ist öfters ohne Gefahr und verschwin-det bei guter Wartung und Pflege von selbst, besonderswenn man darauf sieht, daß die Thätigkeit der VerdauungS-we'.'kzeuge wieder erhöht wird. Ein solches kranke« Thiermuß man warm und rein halten, nachdrücklich mit fest-gedrehten Strohwischen reiben und gutes trockenes Futterreichen.
Die Hauptsache bei dieser Krankheit ist, daß man Alle«entfernt, was zu dem Uebel Anlaß gegeben hat.
Sehr gute Dienste leistet nachstehendes Pulver: En-zianwurzel-, Wermuth- und Eichenrinden-Pulver, von jedemS Loth; mische es wohl.
Von diesem Pulver giebt man einem ausgewachsenenThiere täglich drei mal, jedes mal einen gehäuften Eßlöffelvoll in einem Quartier Wasser.
9 Die Verstopfung des Leibes.
Der eben beschriebenen Krankheit entgegengesetzt istdie Verstopfung. Das von diesem Uebel befallene Thierhnt keinen Afterauswurf, steht traurig, frißt weder Heu