sehr anstrengend ist, und anhaltend nicht von einem Men-schen verrichtet werden kann.
Dann ist die Bewegung, abwechselnd mit der Reibungdes Leibes, ein vorzügliches Mittel mit, daS Thier von derKolik zu befreien.
Kurz nach der Entstehung ber Kolik ist auch eine Ein-reibung des Rückgrates und des Bauches mit Terpentinölaußerordentlich heilsam.
Innerlich gebe man einen Trank, welcher aus vier ^Loth gepulverter Rhaponticawurzel und einem Pfunde Glau-bersalz, in anderthalb Quart Kamillenthee, oder auch nurblos warmem Wasser aufgelöst, welchen Trank man in zweiTheile theilt, und nachdem man den ersten Theil gegeben,den andern in einer Stunde darauf dem Thiere auch bei-bringet, und in drei bis vier Stunden, wenn keine Bes-serung erfolgt, dieselbe Gabe nochmals wiederholt. Kurznach dem Eingeben hört man ein Poltern im Leide, undnicht lange darauf stellt sich der Abgang der Winde unddes Mistes wieder ein.
Nach überstandener Kolik ist eS den ersten und zweitenTag darauf nöthig, dem Thiere nur sein halbes Futter zugeben, wenn es auch mehren Appetit zeigte; e« können sichsonst leicht Futterstoff und Winde wieder anhäufen und neueZufälle der Kolik erregen.
7. Das Blutmelken.
So nennt man den Zufall, wenn bei dem Melken derKühe Blut mit der Milch abgeht.
Die wahre Ursache dieses Uebels ist gewöhnlich einewidernatürliche Erschlaffung, der feinsten Milchgefäße, die sichso erweitern, daß sie rothes Blut durchlassen.
Sobald man diese Krankheit bei einer Kuh bemerkt,so nehme man vier gute Hände voll klein geschnitteneEichenrinde von jungin Zweigen geschält, thue sie in einenTopf, gieße sechs Pfund kochendes Wasser darauf, und kochees bis auf vier Pfund ein, gieße die Flüssigkeit davon ab,und mische drei gehäufte Eßlöffel voll Roggenmehl hinzu,und gebe davon dem kranken Thiere alle drei Stunden dendritten Theil. Nach Umständen muß diese Abkochung wie-derholt werden.
Die Milch ist aber täglich behutsam auSzumelkeu.