zu schlagen und mit dem Schweife oft zu wedeln, alsob eS Fliegen verscheuchen wollte. Erreicht das Uebeleinen höhern Grad, so wirft sich das Thier nieder,wälzt sich von einer Seite zur andern, springt wiederauf, um sich hernach wieder niederzuwerfen, und dieOhren und Beine fühlen sich sehr kalt an.
Die gewöhnlichsten Ursachen dieser Krankheit sind:eine gestörte und unterdrückte Hautausdünstung; ganzbesonders aber eine Ueberladung mit Futter, besonderssehr bläkender oder schwer zu verdauender Nahrung,und endlich genossene Erd- oder Pflanzengifte.
Die Vorhersagung bei der Kolik kann nie ganz be-stimmt geschehen, da man nicht weiß, ob sich das Thierschon dabei zur Erde geworfen hat, wobei sich so leichteine Verwickelung und Verschlingung der Gedärme ein-stellt. Sobald eine solche Erscheinung erfolgt, so wirddas Thier sogleich ganz ruhig und wird bald sterben.
Das erste, was zu der Heilung geschehen muß, istdie Beibringung von Klistieren, die aus bloßem lau-warmem Wasser, mit etwas Kochsalz und Leinöl ge-schwängert, oder aus lauwarmem Seifenwasser, oder auseiner Abkochung von Kamillen oder Baldrianwurzel,oder auch Weizenkleie, welches Mittel von diesen mansogleich bei der Hand hat, bestehen können, und wozuman allemal etwas Kochsalz mischt.
Die Klistiermasse, welche eS nun auch sein mag,darf nicht heißer sein, als daß man die damit angefüllteKlistierspritze, ohne gebrannt zu werden, an das Augelegen kann. Man wiederholt das Klistier, sobald daszuvor gegebene wieder abgegangen ist, und fährt damitbis zur Genesung fort.
Der Nutzen d»r Klistiere in dieser Krankheit istgroß und sehr oft sind sie allein hinreichend, das Uebelzu heben.
Außer der Anwendung der Klistiere ist das nach-drückliche Reiben des ganzen Bauches, der Flanken-gegend und vorzüglich auch des Rückgrades mit zusam-mengeflochtenen Strohwischen sehr vortheilhast. Mansetzt diese Reibung bis zu der eintretenden Besserungdes Thieres fort; man muß aber zu der Anwendungderselben mehre starke Männer haben, indem diese Arbeit