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3 (1899) Die Choristopetalen. 2
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Quercus Robur Linn.

Tafel 132.

Blätter kurz gestielt, schmal verkehrt eiförmig, buchtig gelappt, an der Basis herzförmig, abfällig,meist kahl; weibliche Blüthenstände gestielt; Nuss ellipsoidisch, vier- bis fünfmal länger als der Becher,am Grunde gestutzt.

Quercus Robur Linn. Spec. pl. ed. I. 996; TVoodv. Med. pl. I. t. 10; Sowerby, Engl. Bot. XIX.1.1342; Svensk Bot. t. 73; Berg u. Schmidt, Darst. u. Beschreib, t. VIII*; Godr. et Green. Fl. Fr. III. 116;Bentl. and Trim. t. 248; Flück. and Hanb. Pharmacogr. 543; Fluch. Pharmacogn. 507; Arthur Meyer,Drogenk. II. 121; Garcke, Fl. ed. XVIII. 547; Baill. Fl. med. 1006. Fig. 2S192825.

Quercus pedunculata Ehrh. Arbor. n. 77; Hayne, Arzneigew. VI. t. 36; Nees, Düsseid. Abb. t. 93;Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharm, t. 19; Reichb. Fl. Germ. t. 648; Ledeb. Fl. Ross. III. 590; Kotschy,Eichen t. 27; Willk. et Lange, Prodr. Fl. Hisp. I. 238; Boiss. Flor. or. IV. 1163; Batt. et Trab. I. 820.

Qercus racemosa Lam. Biet. I. 715 (var. excl.)

Quercus longaeva Salisb. Prodr. 392.

Quercus Germanica Lasch in Bot. Zeit. XV. 410.

Quercus peduneulißora C. Koch in Linnaea XXII. 324.

Quercus hypochrysa Stev. Taur. 307.

Sommer-od. Stieleiche] englisch: Longflowerstalked oak\ französich: Chene pedoncule, chene rouvre.

Der mächtige Baum erreicht eine Höhe von 33 m, der Stamm einen Durchmesser bis 6 m; er hat eineweit ausladende, gerundete Krone mit äusserst kräftigen, vielfach gekrümmten Asten. Der Stamm ist mitrissiger Borke bekleidet, die jüngeren Zweige werden von einer silbergrauen, glatten Binde bedeckt.

Die Blätter tragenden Zweige sind am Grunde mit abfälligen, schuppenartigen Niederblättern besetzt.Die Laubblätter stehen spiralig angereiht; der Stiel ist kurz, nur bis 5 mm lang; die Spreite wird bis16 cm lang und im oberen Drittel bis 7 cm breit; sie ist von schmal umgekehrt eiförmigem Umriss, oftbis zur Hälfte buchtig gelappt und am Grunde herzförmig; sie ist gewöhnlich vollkommen kahl, oberseitsdunkel-, unterseits hellgrün. Die linealischen, zugespitzten, hellen Nebenblätter sind fein zottig behaart,werden bis 8 mm lang und fallen sehr bald ab.

Männliche Blüthen: Die Blüthenstände treten aus den Achseln der unteren Laubblätter und derSchuppen oder aus besonderen Knospen; sie sind schlaff, hängend, unterbrochen ährenförmig, bis 5 cmlang; die Spindel ist fein behaart und trägt 1014 Blüthen. Diese sind sitzend; sie werden von einemlinealischen, zugespitzten, fein behaarten Deckblatte gestützt. Die Blüthenhülle ist unregelmässig ftinf-bis neuntheilig, die Lappen sind lanzettlich, zugespitzt, grün und gewimpert. Die Staubgefässe stehenvor den Lappen, ausserdem befindet sich ein einzelnes in der Mitte; die Fäden sind kurz und dünn; dieBeutel springen mit Längsspalten auf und sind gelb. Die Pollenkörner sind kugelrund, gelb und mit3 Poren versehen.

Weibliche Blüthen: Die Blüthenstände treten aus den Achseln der oberen Laubblätter des Triebes,sind gestielt und tragen 27 Blüthen in spiraliger oder gegenständiger Anreihung. Jede wird von einerHülle gestützt, welche aus 56 Reihen von eioblongen, spitzen, gewimperten Blättern besteht, die späterunter einander verwachsen und an dem vergrösserten Fruchtbecher die Schuppen bilden. Der Frucht-knoten ist unterständig, sehr klein, nach unten zu verschmälert er sich. Die sehr unentwickelten Samen-anlagen sitzen zu je zwei neben einander in dem Binnenwinkel jedes der drei Fächer; sie werden erstspäter deutlich anatrop. Die Blüthenhülle ist sehr klein und sechsblättrig. Die Griffel sind im Yerhältnissgross und dick; die nach aussen gebogenen Enden tragen auf der Oberseite die Narbenpapillen.

Die Früchte sitzen zu 27 an einer bis 9 cm langen Spindel; sie sind 2,53 cm lang und habeneinen Durchmesser von 1,5 cm; ihre Form ist ellipsoidisch, am oberen Ende tragen sie ein Stachelspitzchen,