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§. iI4.
Die R^gel der Anwendung specifischer Mittel ist:man nehme zugleich Rücksicht auf den vorhandenen quan-lilaliven Zustand der Erregung, und auf die Eigen-schaften des specifischen Mittels als allgemeines Reiß-mittet, und bestimme darnach die Anwendung. Iu mcrbleibt die specifische Anwendung jener allgemeinen Rück-sicht untergeordnet. Wenn demnach düb specifische Mit-tel dem quantitativen Zustande der Erregung wldeistlei»tet, z. B. wenn es ein E^citans, und der allgemeineKrankheilecharallcr entzündlich ist, so muß das Speci-sikl'm so lange ausgesetzt werde», bis dieser allgemeineFehler gehoben ist, oder wenigstens müssm diese nach-lhriligen Nebenwirkungen des Mil/els durch verbesserndeZumäße koi-r/qlll n-crden. So darf z. B. Merkur beyvenerischen Krankheiten, so sehr ihn auch der specifischeCharakter diese, Krankheit erfordert, nie angewendetwerden, wenn ein beträchtlich sthenischer Zustand v»r»Handen ist, welchen er durch seinen Reih bis zum höch-sten Grade, ja bis zur Gangrän vermehren kann.
§. »ZZ.
Die Antt'spasmodika, als eine Hauptllasse de5specifischen Mittel verdienen eine besondere und ausführ-lichere Betrachtung.
Sckon seit den ältesten Zeiten trennte man dieseKlasse der R^hnmtel von den übrigen. Die Ursache laglediglich in der Erfahrung, welche lehrte,
i) Daß gewisse Rcitzmitlcl sckneller und leichterals andere auf das-Nerven'pstem wirkten, und anoma-lischt Ncrvenwnkungen (Krämpfe, Konvulsionen, Schmer-zen , Deli<ia) aufhoben. Dies veranlaßte, daß mansie unter eine eigcne Klasse mit dem Namen Antispas-modika faßte.
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