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1 (1802) Allgemeine Therapeutik
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157
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dumm und träge, zu kurzes hingegen äußerst, ja oftkrankhaft erregbar, da jedoch nach jener Voraussetzungdas erste als Entziehung der gewohnten Reihe eine er,höhte, hingegen das letztere als Ucberreitzung eine ver»minderte Erregbarkeit nach sich ziehen sollte. Ichsehe täglich nach örtlichen Entzündungen (folglich indi»rekter Schwächung des Theils) eine äußerst große Em»vfindlichkeit des Theils zurückbleiben^, die ihn für die ge-ringsten Reiße empfänglich macht, und ihm eben des-wegen so leicht neue Krankheiten zuzieht. Ein Blut»fiuß (direkte Schwächung) erhöht zwar gewöhnlich dieEnegbarkeil, aber wird er sehr stark, so erfolgt Tor»por, Ohnmacht, gänzlicher Mangel der Erregbarkeit,wo oft die allerstarksten Reitze nöthig find. Bey starkenWeinsäufe.-n sollte allemal die nothwendige Folge deräußersten Ucberreitzung, ganzliche Uncmpfindlichkeil enl«stehen, aber wir sehen zuweilen das Gegentheil, eineäußerst kränkliche Erregbarkeit, ja sogar in dem Theile,der die Ueberreihung zunächst und am allersiarksien er»litten hatte, im Magen. Dieser wird oft so reitzbar,daß er durch den Genuß der mildesten Speisen und Ge-tränke in Konvulsionen (Erbrechen) versetzt wird. Jawie oft sehen wir nicht bey einem Nerven > oder Faulsie»der, wo gewiß die Ursachen und der Zustand der Schwa-che gleich sind, dennoch einen Theil im Zustande deräußerst erhöhten Erregbarkeit, und einen andern in demder größten Unempstndlichkeil?

4. In denselben Individuen, bey der nämlichenArt der Schwäche kann die Erregbarkeit bald erhöht,bald vermindert, ja diese Abwechslung kann periodischseyn, ohne Veränderung der äußern Potenzen.

Z. Die Erregbarkeit kann gegen einen Reiß erhöhtseyn und gegen andere fehlen, welches gar nichr zu er-klären ist , wenn die Ursache des Fehlers in Erschöpfungoder Aufzehrung derselben überhaupt gegründet ist.

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