Krankheit , wenn sie jene bestimmte Lebenssiörung her«vorbringt. Die Lebensthaligkcit ist zu gleicher Zeit Wir»kung und Erscheinung, aber auch zugleich Ursache undSchöpferin des materiellen Zustandes des organischenKörpers/ und also gleichsam der Mittelpunkt, in wel»chem der organische Cirkel sich schließt; daher nun ihreFehler als Radikalfehler zu betrachten sind, und diemateriellen Fehler sich immer als Ursache oder als Wir,kung darauf beziehen lassen. Sasselbe gilt von demHeilgeschäfte. Auch hier ist immer die Rücksicht auf denZustand der LebcnsthäNgknt und ihre Umänderung dieHauptsache, und alle anzuwendenden Mittel und Me-thoden (gesetzt auch, daß sie zunächst ganz mechanischoder chemisch wirkten, oder in einer blos materiellenAbsicht angewendet würden) müssen doch nach diesemMaßstabe geprüft, und demselben untergeordnet wer-den (§. ZZ.). Daher Palhogenie (als Lehre, wieKrankheitsursachen durch die Affektier» der Lebenskraftzu Krankheiten werden) immer der Schlüssel und dieGrundlage einer rationellen Therapeutik bleibt.
§. 7'-'
Die Entstehung dieser Grundkrankheiten muß ausden Gesetzen des Lebens und Organismus abgeleitet wer-den, und folgendes ist die Uebersicht dieser Hauptsäße:
I. Bas Leben ist eine fortgesetzte Erregung. Beyjeder Erregung geschieht eine ihr angemessene Aufzehrungder Erregbarkeit*), und der ihr zum Grunde liegendenStoffe, die aber eben so gleichzeitig Wiederersehung der-selben nach sich zieht. Die Erregung also ists, wodurchder innere chemische Lebensprozeß, der in Selbst»»»zehrung und Selbsterschassung, also in einem beständi-gen
*) Die Worte eebenskraft und Erregbarkeit sind mir gleichbebeu«lenü. Ich wähle ab« das leftere, weil es jeht ailgemeintlhn Okblssnche, «nd daher für imnHm »erstänölichei jft<