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äußerst schnelle Verminderung der Dosen nöthig macht,wenn wir nicht die größte Gefahr erzeugen wollen. Soist es z. B. bey dem Tetanus der Fall, daß der hoch'sie Grad von Krumpf mit einer solchen Gefühllosigkeitverbunden ist, daß die Gaben des Opiums bis zum Zehn»fachen erhöht werden müssen, um nur einen Eindruckzu machen. Nur aber wird eben dadurch zuweilen demOrganismus so plötzlich seine volle Erregbarkeit wiedergegeben, daß die nämlichen Dosen, die vorher kaumgefühlt wurden, nun wie im gesunden Zustande alsdas heftigste Gift wnlen, und folglich ein schnelles Her«absinken derselben bis zum zehnten ja zwanzigsten Theilenöthig ist.
8- 57.
Die Kenntniß und Bestimmung des Orts derAnwendung.
Die ganze Oberfläche des Körpers, sowohl dieäußere als innere kann zur Anwendung der Heilmittelbenutzt werden, in so fern jeder Theil dieser OberflacheReißfähigkcit u.it» einsaugende Gefcksse (die beyden Haupt«bedingungen der Wirksamkeit eines Arzneymittels) besitzt.
Doch ist die Reitzfähigkeit in den verschiedenen Thei-len dieser Fläche, theils im Grade, theils in der Art(specifisch) verschieden, und die Anwendung der Mittelerhalt durch diese örtliche Beschaffenheit manche Modi,sikalion und Eigenheit, welche für den praktischen Ge-brauch sehr wichtige Bestimmungen giebt. An und fürsich ist jede Anwendung eines Heilmittels (die wenigenäußerst feinen alles durchdringenden Stoffe (§. 47.) aus-genommen) eine örtliche Anwendung. Es ist also durch-aus nöthig, die verschiedenen Applikationsstellen undihre Eigenheiten zu kennen. Die allgemeinen Vortheiledieser Kenntniß sind folgende: