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1 (1847)
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FERRUM.

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'link , Zinn oder die Metalle der Alkalien in Säuren aufgelöst werden. Die Auf-lösungen des Eisens sind blaulich, grün (Oxydul), gelb oder roth (Oxyd). Wer-den diese Verbindungen des Eisens mit der Säure in fester Gestalt dargestellt,so erhält man Eisenoxydulsalze oder Eiscnoxydsalze. Die Eisenoxydulsalze sindweiss oder blassgrün, meistens in Wasser löslich; sie haben einen herben tin-tenartigen Geschmack, ziehen an der Luft Sauerstoff an, entziehen diesen auchvielen leicht desoxydablen Substanzen (Gold- und Silbersalzen, welche metal-lisch gefallt werden), und wandeln sich in Oxyduloxyd- oder Oxydsalze um,unter Abscheidung von Eisenoxyd oder basischem Salze. Reine und kohlen-saure Alkalien fällen sie weiss, der Niederschlag wird schnell grün, dann braun-Blutlaugensalz fällt sie weiss, der Niederschlag wird an der Luft blau. Gallus-tinctur bewirkt anfangs keine Veränderung, durch Einwirkung der Luft entstehtaber bald ein blauschwarzer Niederschlag. Die Eisenoxydsalze sind braun odergelb gefärbt, schmecken herber tintenhaft als die Oxydulsalze, werden durchreine und kohlensaure Alkalien braungelb gefällt; Blutlaugensalz fällt sie dun-kelblau, Gallustinctur blauschwarz.

Zum pharmaceutischen Gebrauche können zweckmässig bei Bereitung vonEisenauflösungen Eisendraht oder auch kleine neue Nägel genommen werden,da die gewöhnliche Eisenfeile aus den Werkstätten mit Kupfer und Messingverunreinigt ist, und die sonst empfohlene und befolgte Methode, das Eisen miteinem Magnete auszuziehen und es dadurch zu reinigen, durchaus nicht denZweck erreichen lässt, indem nicht nur das mit Kupfer und Messing legirte Ei-sen vom Magnete gezogen wird, sondern selbst die Messing- und Kupferfeil-slückchen mechanisch mitgerissen, werden. Wo also Eisenfeile vorgezogen wird,da muss dieselbe in den Apotheken selbst oder wenigstens von sichern Leutenbesonders bereitet werden, und zwar aus dem geschmeidigen weichen Eisen,und unter diesem kann das zu Draht gezogene Eisen hierzu angewendet wer-den , daher denn auch die Eisenfeile von solchen Handwerkern, die in Eisen-draht arbeiten, rein ist.

Durch seine Anwendbarkeit in den meisten Beschäftigungen der Menschenund in den Gewerken ist das Eisen ein ganz unentbehrliches Metall. Seine An-wendung in metallischer Form ist allgemein bekannt. Auch im oxydirten Zu-stande wird es zu manchen ökonomischen und technischen Zwecken, zum Fär-ben, Malen u. s. w. angewandt. In der Medicin ist es eins unserer kräftigstenstärkenden und adstringirenden Heilmittel, die mit dem grössten Erfolge sowohlinnerlich als äusserlich angewandt werden. Das Eisenoxyd und die Eisenoxyd-salze übertreffen dabei an Wirksamkeit das Oxydul und die Oxydulsalze.

Bei den aus Eisen gefertigten Instrumenten kann die Entscheidung derFrage: ob auf diesen Instrumenten sich findende Rostflecke der Wirkung derAtmosphäre zuzuschreiben seien, oder ob sie vom Blute herrühren? in medici-nisch- forensischer Hinsicht von der höchsten Wichtigkeit sein. Dass hier einegeringe Ausbeute von Ammoniak beim Glühen eines solchen Rostes nicht bewei-send sein könne, hat Vauquelix dargethan, indem er fand , dass auch das infeuchter Luft gerostete Eisen Ammoniak entwickelte. Chevallier (Pogcexd. An-nal. 1828. Nr. 9. S. 147) und Berzelius (8. Jahresber. 1829. S. 115) haben die-ses durch Versuche vollkommen bestätigt gefunden, ja, was sehr auffallend ist,dass selbst alles mineralisch vorkommende Eisenoxyd, sowohl aus den Urgebir-gen , als das aus Jüngern Formationen Spuren von Ammoniak, wenn es in De-stillationsapparaten erhitzt wird, ausgiebt. Das von Rostflecken auf eisernen In-strumenten abgesonderte Eisenoxyd wird also , mag es von Blutflecken herrüh-ren oder nicht, immer Ammoniak ausgeben. Beide können jedoch durch ihranderweitiges Verhalten unterschieden werden. Wird gewöhnlicher Eisenrost