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1 (1847)
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667
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v WM I

FABAE ST. IGNATII.

Fabae St. Ignatii. St.- Ignazbohnen.

Ü67

Strychnos Ignatii Berg. Ignass-Krähenauge.

Ignatia amara Link, s. Bittere Fiebemuss.Abbild. Philos. Transact. XX. Tab. 1.

Syst. sexual. Cl. V. Ord. \. Pentandria Monogynia.

Ord. natural. Apocyneae. Juss. gen. Slrychneae DeC.

Die erste Kenntniss dieses Baumes verdanken wir dem Jesuiten Camelli.der Exemplare an Ray und Petiver sandte, welche im Jahre 1669 eine Be-schreibung und Abbildung bekannt machten. Später beschrieb der jüngereLixxe dieses Gewachs unter dem Namen Ignatia amara. Neuerlich wird esaber von den Meisten als eine Strychnosart betrachtet. Die Früchte dieses Bau-mes, welche in ihrer Heimath als Universalarznei gegen alle Krankheiten gelten,wurden von den Jesuiten, dem Stifter ihres Ordens zu Ehren, St.-Ignatius-Bohnen genannt.

Dieser ziemlich hohe Baum wächst auf den Philippinischen Inseln. Er tragtzahlreiche, lange, walzenrundc, völlig glatte und rankige Aeste mit gegenüber-stehenden, festsitzenden, eiförmig zugespitzten, ganzrandigen, flachen und ganzglatten Blättern. Die Blüthen bilden in den Blattachseln kleine kurze Trauben,sind weiss, röhrig und verbreiten einen angenehmen Jasmingeruch. Die Früchtehaben die Grösse einer mittelmässigen Birne, sind eiförmig glatt, ihre äussereHülle ist trocken und zerbrechlich. In dem weichen bitterlichen Marke liegen1520 Samen, die an der Luft stark zusammentrocknen. Dieses sind die Ignaz-bohnen. So wie wir dieselben erhalten, sind sie fast t Zoll lang, etwas platt,auf der einen Seite erhaben, auf der andern vieleckig, von aussen lichtbraunund wie mit Staub (der sich aber nicht abwischen lässt) bestreut, innerlichgrünbräunlich und etwas glänzend , von fast hornartiger Härte, doch so, das*sie mit dem Messer durchschnitten werden können, von einem unangenehmen,einigermassen moschusartigen, jedoch schwachen Gerüche, und äusserst bitterm,lange anhaltendem Geschmacke.

Pfaff (Syst. der Mat. med. II. S. 98) bemerkte bei der Analyse eine grosseUebereinstimmung der Ignazbohnen mit den Krähenaugen; diese ist durch dieneuere "Analyse der Herren Pelletier und Caventou ausser allen Zweifel ge-setzt worden. Diese Chemiker (Schweigg. J. XXV. S. 410 und XXVIII. S. 32;Gildert's Annalen N. F. XXXIII. S. 266; Bert. Jahrb. 1820. S. 206 und Buchk.Repert. VII. 2. S. 169) behandelten die geraspelten Ignazbohnen im papiniaci-schen Topfe mit Aether, welcher ein fettes Oel von butterartiger Consistenz undschwach grünlicher Farbe auszog. Im geschmolzenen Zustande war dieses Oel,welches für rein gehalten wurde, durchscheinend und bewirkte unter Starr-krämpfen den Tod der Thiero. Der Ruckstand von dieser Behandlung wurdemit Alkohol ausgezogen, welcher kochend filtrirt eine geringe Menge wachsarti-ger Materie absetzte, und durch Filtriren davon getrennt und abgeraucht ein gelb-lichbraunes Extract zurückliess, welches in Wasser aufgelöst eben so wie jenesOel giftig auf die Thiere wirkte. Die Verf. glaubten anfangs, dass die giftige Wir-kung einem kleinen Anlheile Oel zuzuschreiben sei, und wirklich konnten sienoch etwas davon trennen, jedoch behielt das Extract noch immer seine heftigeWirkung. Um die extraetartige Materie gänzlich von der bittern zu trennen,wurde eine concemrirle Lösung derselben mit Aetzkalilösung in Berührung ge-bracht: auf der Stelle entstand ein reichlicher Bodensatz, welcher mit kaltemWasser, worin er unauflöslich war, ausgewaschen, eine weisse, kristallinische,

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