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1 (1847)
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695
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FERRUM.

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Säure sättigt, so dass die Eisensäure frei wird. Bio Eisensäure kann aber vondem Kali auf andere Basen übertragen werden, und es fallen eisensäure Baryt-,Kalk- oder Talkerde mit rother Farbe nieder, wenn die Auflösung mit Chlor-baryum, — Calcium- oder — Magnesium versetzt wird. Die Eisensäure istFeO 3 = Ee = 649,809; Eisen 53,83, Sauerstoff 46,17.

Die Verwandschaft des Eisens zum Schwefel ist sehr gross, und wir kennenfünf Schwefelungsstufen. Erhitzt man eine eiserne Stange in einer Esse vor demGebläse, bis sie die Schweisshitze erhalten hat und zu sprühen anfängt, undstellt darauf ein Stück Stangenschwefel von rundem , ovalem oder viereckigemUmkreise, so geht es in wenigen Secunden durch und das Loch hat die be-stimmte Form des Schwefelstückes. Das Schwefeleisen im Maximo ist derhäufig als Mineral vorkommende Schwefelkies; dieser besteht ans 45,74 Eisenund 54,26 Schwefel. Von der niedrigeren Schwefelungsstufo, welche zur Be-reitung des Schwefelwasserstoffs gebraucht wird, wird in der 2. Abtheilung beiden Reagentien die Rede sein.

Mit dem Phosphor verbindet sich das Eisen leicht, wenn Phosphorsäure mitKohlenpulver und Eisen zusammengeschmolzen wird. Die Verbindung hat me-tallischen Glanz, ist grauweiss, spröde und ziemlich leichtflüssig. Eine geringeMenge Phosphoreisen in einer grösseren Menge metallischen Eisens aufgelöstvermindert in der Kälte die Zähigkeit desselben und verursacht, dass es bei dergewöhnlichen Temperatur der Luft leicht bricht. Alle Eisenerze, dje phosphor-saure Kalkerde und besonders ein phosphorsaures Eisensalz enthalten, gebenein phosphorhaltiges Roheisen, welches zwar zu Gusseisen benutzt werden kann,zur Bereitung von Stabeisen aber untauglich ist.

Mit dem Kohlenstoffe verbindet sich das Eisen in mehreren Verhältnissen-Die verschiedenen Arten des Roheisens und des Stahls sind verschiedene Ver-bindungsstufen des Eisens mit dem Kohlenstoffe. Stahl ist ein weniger kohle-haltiges Eisen als Roheisen und verbindet mit der Geschmeidigkeit des reinerenEisens die Härte und leichtere Schmelzbarkeit des Roheisens. Man kennt zurBereitung des Stahls mehrere Methoden, und darnach giebt es mehrere ver-schiedene Sorten von Stahl; alle aber bezwecken, das reine Eisen mit einergewissen Menge Kohlenstoff zu verbinden. Obgleich eine gewisse Menge Koh-lenstoff zur Güte des Stahls nothwendig ist, so ist dieses doch nicht allein hin-reichend, um den besten Stahl hervorzubringen, sondern es ist dazu auch nocheine Beimischung von Mangan und von Phosphor nöthig; auch andere Metalle,als Silicium, Magnesium, Rhodium, Chrom, und besonders Silber und Nickelsind sehr nützliche Zusätze.

Der Stahl hat eine hellere Farbe als das Eisen; sein spec. Gew. ist 7,8 bis7,9. Wenn der glühende Stahl schnell abgekühlt wird, z. B. durch Eintauchenin kaltes Wasser, so wird er hart und kann, ohne zu zerbrechen, nicht mehrgebogen werden. Er ritzt jetzt Glas und kann von der Feile nicht mehr ange-griffen werden. Das Anlaufen des Stahls nach dem Erhitzen ist eigentlich eineOxydation und die hierbei sich zeigenden Regenbogenfarben bestimmen denGrad der Hitze für den zu verschiedenen Zwecken bestimmten Stahl.

Das Eisen wird leicht von den Säuren aufgelöst und entwickelt dabei, durchdie Zersetzung des Wassers, Wasserstoffgas. Das Wasserstoffgas ist jedoch nichtrein, sondern es fuhrt den vom Eisen zurückgehaltenen Kohlenstoff mit sich;es hat davon einen eigenen Geruch, der verschieden ist von dem, welchen dasdurch Zink oder Zinn entwickelte Wasserstoffgas hat. Von chemisch reinemEisen entwickelt sich dagegen ein Wasserstoffgas, das wenigstens dem Gerüchenach nicht von dem unterschieden werden kann, welches man bekommt, wenn

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