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glasigen Brueb hat. Sie enthalten immer zugleich eine Portion Wasser, welchesbei dem Glühen entweicht. Wird das Eisen allmählig auf Kosten des Wassersoxydirt, so bildet es um sich einen hell pomeranzengelben leichten Nieder-schlag, -welcher Eisenoxydhydrat, Fe 2 H 3 , ist, und 14,44 Proc. Wasser ent-hält. Das Eisenoxyd ist Fe 2 0 3 = Se = ÖO^GIS; Eisen 69,99, Sauerstoff 30,01.
Wird das Eisenoxyd in gelinder Hitze mit Erden oder Glasflüssen zusam-mengeschmolzen, so bekommt man ein Glas, welches, so lange es heiss ist,eine blutrothe Farbe hat, nach dem Erkalten aber gelblich, grün oder dunkelbouteillengrün wird, je nachdem es mit mehr oder weniger Oxyd versetzt war.Die Farbe des grünen Glases rührt von einem Eisengehalte in den Materialienher, aus denen man das Glas bereitet. Bei diesem Zusammenschmelzen wirddas Oxyd zum Theil in Oxydul verwandelt und man verbessert auf den Glas-bütten die Farbe des Glases durch Zusatz von Braunstein, dessen überschüssi-gen Sauerstoff das Eisenoxyd auf dieser Oxydationsstufe erhalt, in welchem esdas Glas am wenigsten färbt. Wird aber ein Glasfluss völlig mit Eisenoxydgesättigt, so behält dieser auch nach dem Erkalten eine schöne rothe Farbe, dieals solche in der Glasmalerei angewandt wird. Die Gegenwart von Eisenoxydin unsern Thonarten giebt den Ziegeln die rothe Farbe, die in eine mehr oderweniger schwarze übergeht, wenn durch zu starke Hitze die Masse verglastund brüchig wird.
Eisenoxyd und Eisenoxydul haben eine grosse Neigung, sich mit einanderzu vereinigen und Eisenoxyduloxyd zu bilden, wie Magneteisenstein und Ham-merschlag. Dies gilt auch von den Eisenoxydulsalzen, welche leicht in Eisen-oxyduloxydsalze übergehen, indem das Eisenoxydul in denselben Sauerstoff ausder Luft aufnimmt, wobei ihre Farbe in eine mehr dunkelgrüne übergeht, wiedies auch mit dem aus Eisenoxydulsalzen ausgeschiedenen Eisenoxydulhydrateder Fall ist. Diese Verbindung ist die färbende Substanz in dem grünen Glase.
4) Die Eisens au re. Werden Eisenfeilspäne oder eins von den Oxydendes Eisens mit Salpeter gemengt und dann in einem hessischen Tiegei einersehr starken Glühhitze ausgesetzt, so erhält man eine rothe Salzmasse, die sichin Wasser mit einer mehr oder weniger tief weinrothen Farbe auflöst. Dieseschon im Jahre 4802 von Eckebebg entdeckte Thatsache ist im Jahre 1840 vonFremy von Neuem entdeckt und das dem Manganoxyde analoge Verhalten desEisenoxydes nachgewiesen worden. Die Eisensäure hat bis jetzt nur in Ver-bindung mit Basen erhalten werden können, und sie besitzt selbst auch in die-sen Verbindungen nur wenig Beständigkeit. Insbesondere ist das eisensaureKali der Gegenstand von Untersuchungen gewesen, welches auf mehrfacheWeise, sowohl auf trocknem als auf nassem Wege bereitet werden kann. Sehrleicht erhält man eine Auflösung von eisensaurem Kali, wenn man eine Lösungvon 1 Th. Aetzkali in \ V 2 Th. Wasser mit ein wenig Eisenchlorid vermischt und indas Gemenge von Alkali und Eisenoxydhydrat unter fortwährendem UmrührenChlorgas hineinleitet, bis sich das Eisenoxyd aufgelöst hat. Sättigt man dabeinicht alles Kali, so erhält sich die Auflösung in einem verschlossenen Glase sehrgut; sie kann auch mit Wasser verdünnt werden. Die concentrirte Auflösungist dunkel kirschrolh, so dass sie in Masse undurchsichtig ist; verdünnter ist sie ischön amethystroth, nicht unähnlich der des übermangansauren Kali's. lici grös-serer Verdünnung mit Wasser fängt sie allmählig an sich zu zersetzen, indemsich unter Entwickelung von Sauerstoffgas Eisenoxyd niederschlägt. Wird sieim verdünnten Zustande bis zum Sieden erhitzt, so erfolgt diese Zersetzung inwenig Augenblicken. Dasselbe findet statt, wenn man das Alkali mit einer