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1 (1847)
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gekeimter Gerste oder das Gerstenmalz enthielt: Hordein 13; Stärkemehl 57; inkaltem "Wasser lösliche Theile 30. Das Hordein ist aber als ein Zusammenge-setztes aus Starkemehl, Kleber und Faserstoff nachgewiesen worden, und da-her ferner nicht als ein einfacher I'flanzenbestandtheil anzusehen. (Yergl. BuciinRepert. XXXW. 1829. S. 54.)

Einhoff (Gehlen's J. VI. S. 02) fand die reife Gerste zusammengesetzt aus:Hülse 18,79; Mehl 70,05; Wasser 11,20. Das Mehl enthielt faserige Materie (ausKleber, Stärkemehl und Holzfaser bestehend) 7,29; Stärkemehl 67,18; Gummi4,62; Schleimzucker 5,24; Kleber 3,52; Eiweiss 4,45; sauren phosphorsaurenKalk mit Eiweissstoff 0,24: Wasssr 9,37; Verlust 4,42.

Fourcboy und Vauquelin fanden in 100 Th. 4 Th. eines eigenthümlichen,durch Weingeist ausziehbaren, grünlichbraunen, dicken Oeles, welches demGcrstenbrote den bittern Geschmack und dem Branntweine den unangenehmenFuselgeruch und Geschmack mittheilt; Zucker, Stärkemehl, thierischen Stoff, derzum Theil in Essig auflöslich ist, zum Theil aus glutinösen Flocken besteht,phosphors. Kalk und Talk, Eisenoxyd und Kieselerde, oft auch freie Essigsäure.

Nach Berzelius ist das Mehl der Getreidekörner ein inniges Gemenge ausPflanzenieini, Pflanzeneiweiss und Stärke. Wenn Mehl mit Wasser zu einerMasse gemacht, und diese unter Wasser so lange geknetet wird, als dieses nochdurch die ausgewaschene Stärke milchig wird, so bleibt zuletzt eine graue, zu-sammenhängende, elastische, klebrige Masse, der Kleber, zurück, welcher haupt-sächlich aus einem Gemenge von Pflanzenleim mit Pflanzeneiweiss besteht, ge-mengt mit Kleie von den zermahlenen Körnern, und in den meisten Fällen auchmit ein wenig Stärke, die nicht vollständig abgetrennt wurde, sowie auch vonjenen Bestandtheilen etwas mit der Stärke geht. Wird der Gluten oder Klebermit siedendem Alkohol behandelt und heiss flltrirt, so lange als letzterer beimErkalten sich trübt, so löst er dabei den Pflanzenleim und Gummi nebst einerandern noch nicht recht gekannten Substanz, welche das Trübewerden der er-kaltenden Flüssigkeit bewirkt, auf, und dieses Gemenge wurde von Taddei alsein neuer Bestandtheil vom Pflanzenreiche angesehen und Gliadin (von yXta,Leim) genannt; das Pflanzeneiweiss, Taddei's Zymon (von £vfM]> Hefe), bleibtzurück. Wird die alkoholische Auflösung mit Wasser vermischt und der Wein-geist abdestillirt, so bleibt eine Flüssigkeit zurück, in welcher der Pflanzenleimin grossen, zusammenhängenden Flocken schwimmt, und nur eine geringe Por-tion ist mit einer schleimigen Substanz verbunden und im Wasser aufgelöst.Die schleimige Substanz, von Saussube Mucin genannt, wird dadurch erhalten,dass man den Pflanzenleim in Essigsäure aufweicht, und nach völliger Durch-tränkung mit kaltem Spiritus vermischt und flltrirt. Sie ist nämlich in weit ge-ringerem Grade in Säuren auflöslich, als der Pflanzenleim, und bleibt dann alsein fast durchsichtiger Schleim zurück, der zu einem durchsichtigen farblosenKörper eintrocknet, welcher im Feuer wie gebranntes Hörn riecht, und bei dertrocknen Destillation Ammoniak giebt. I Th. Mucin erfordert 25 Th. Wasserzur Auflösung. Zenneck (Kastn. Archiv XV. 4828. S. 84) hat über die von Beb-zelids angegebenen Bestandtheile des Mehls der Getreidearten Untersuchungenangestellt und im Ganzen Berzelius' Angaben bestätigt gefunden, doch hält erden in Alkohol unauflöslichen Bestandtheil des Klebers nicht für identisch mitdem Pflanzeneiweisse, und nennt ihn daher Kleberrest. Das Verhältniss der Be-standtheile des Klebers ist nach Zenneck folgendes: Pflanzenleim 47,29; Pflan-zenschleim 3,05; Kleberrest 79,66. Der Kleber enthält aber auch ein fettes Oel,und Saussube (Pharm. Centrbl. 4 834. S. 424) erhielt durch wiederholte Behand-lung des frischen Klebers mit Aether 3,7 Proc. davon. Dasselbe ist gelb, flüssig,krystallisirt theilweise an der Luft und wird schnell ranzig. Dieses Ocl adhärirt