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FABAE TONC0.
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und scharfem bittorn Geschmacke, durch kalten Weingeist in lösliches Elaeöptenund darin unlösliches Stcaropten zerlegbar 15; butterartiges, nicht flüchtiges Oel50; Stearin 4-10; klebriges Harz 15; braune färbende Materie 40; Satzmehl 55;Gummi G0; Pflanzenschleim 6; Saure 2; unkrystallisirbaren Zucker 4; Salze 7,5;Pflanzenfaser 100; Feuchtigkeit 30; Verlust 5,5.
Die in den Pichurimbohnen enthaltenen fetten Bestandteile sind von Stah-mer (Ännal. d. Chem. u. Pharm. 4 845. LHI. 390.) besonders untersucht-worden.
Früher sind die Pichurimbohnen häufig in Pulverform ärztlich angewendetworden.
* Fabae Tonco. Tonkobolmen.
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Dipterix odorata Willd.
Synon. Baryosma Tongo Gärtn. et Pers.; Coumarouna odorata Aublet.Abbild. Aubl. PI. d. Guyan. frang. Tab. 296.
Syst. sexual. GL XVII. Ord. 4. Diadelphia Decandria.
Ord. natural. Leguminosae. Tribus Geofl'reae DeC.
Dieser bis 60 Fuss hohe, in Südamerika einheimische Baum wächst vorzüg-lich in den Wäldern von Guiana. Die Frucht dieses Baumes besteht in einertrocknen, gelblichen, aussen faserigen Schale, welche einer Mandel, die nochihre grüne Hülle hat, ähnlich sieht. Die äussere Schale enthält einen einzelnen,platten, 4 2—20 Linien langen Samen, der die Gestalt einer etwas in die Längegezogenen türkischen Bohne hat. So wie wir diesen Samen erhalten, bestehtderselbe aus einer dünnen, leichten, glänzenden, schwärzlichbraunen, stark ge-runzelten Samenhaut Tind aus einem zweilappigen Kerne, von einem fettigenund eiligen Ansehen. Am Ende und zwischen den beiden Lappen befindet sichein bedeutender Keim, der seiner Form nach einem Phallus nicht unähnlichsieht. Die Lappen haben einen milden, angenehmen, öligen, schwach gewürz-haften Geschmack und einen beinahe mit dem Steinklee übereinkommendenGeruch.
Auf dem Kerne und zwischen den beiden Samenlappen findet sich nichtselten eine krystallinische Substanz von Steinkleegeruch, welche Vogel (Berl.•lahrb. XXIV. 4. S. 4 80) für Benzoesäure erklärte, welche Glibourt aber als eineeigenthümliche Substanz erkannte, die er Couraarin nannte. Boullay undBouthon-Charlard (Buchn. Repert. XXIII. S. 225) fanden bei der Untersuchungder Tonkobohnen die Angaben Guibourt's bestätigt. Gröblich gepulverte Tonko-bolmen wurden mit Aether macerirt, welcher fettes Oel und Stcaropten auszog,welche beide nach der Abdunstung des Aethers zurückblieben. Alkohol von0,84 zog das Stearopten aus, wogegen das fette Oel zurückblieb. Nach Abdun-stung des Alkohols blieben durch fettes Oel noch etwas verunreinigte Krystallezurück, die durch Auflosen in wenig Alkohol und Umkrystallisiren farblos er-halten wurden. Dieses Tonko-Stearopten, das Coumarin, ist aber,nichtnur in dem Steinklee, sondern auch in dem Waldmeister, Asperula odorata,und in Anthoxanthum odoratum enthalten. Es krystallisirt in weissen glänzen-den vierseitigen Nadeln oder Prismen, riecht angenehm aromatisch, und hateinen reizenden erwärmenden Geschmack. Es ist ziemlich hart, im Brucheglatt, schwerer als Wasser. Es schmilzt bei + 50° C. = 40° R. In Destilla-tionsgefässen sublimirt es unverändert. In kaltem Wasser ist es wenig, in Al-kohol und Aether leicht löslich, ebenso in fetten und flüchtigen Oelen. Es istneutral. Das chemische Verhalten des Coumarins gegen Aelzkali, Schwefelsäureund Salpetersäure wurde dann von Delalande (Journ. f. prakt. Chem. 1813.