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EXTRACTUM AC0NIT1.
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tität als vorher kochenden gemeinen Wassers auf, verwandle ihn da-durch wie oben in einen Brei und presse ihn auch noch zwölf Stundenauf ähnliche Weise aus. Die erhaltenen Flüssigkeiten werden durchKlarabgiessen und Coliren gereinigt und bei gelinder "Wärme unterVermeidung des Aufkochens und unter fortwährendem Umrühren bisauf zwölf Pfund abgedampft. Dann werden sie einige Zeit hindurchbei Seite gestellt, klar abgegossen und im Dampfbade von Neuem beieiner 63—75° C. (= 52—60 u R.) nicht übersteigenden Hitze abge-dampft, bis die zurückbleibende Masse nicht ausgegossen, mit einemSpatel jedoch in Fäden ausgezogen werden kann.
Es sei von braunschwarzer Farbe, von in Wasser brauner klarerAuflösung.
Extractum Aconiti. Eisenhütleinextract.
Nimm: Frisches Eisenhütleinkraut zehn Pfund.
Zerschnitten werde es in einem steinernen Mörser zerstossen undstark ausgepresst, welche Operation mit Hinzufügung von einem oderanderthalb Pfunden gemeinen Wassers wiederholt wird. Die gemischtenund colirten Flüssigkeiten werden im Dampfbade bei einer Temperaturvon 50—-60° C. (= 40—48°R.) unter beständigem Umrühren bis aufzwei Pfund abgedampft. Das Zurückgebliebene mische mit
zwei Pfunden höchstrectißcirten Weingeistes,und lasse es unter bisweiligem Umrühren vier und zwanzig Stundenhindurch stehen.
Dann schütte die Mischung auf ein leinenes Filtrum, sondere dieFlüssigkeit ab, presse den Rückstand stark aus, mische diesen mit
einem halben Pfunde rectißcirten Weingeistesund presse ihn von Neuem aus.
Die Flüssigkeiten werden gemischt, filtrirt und im Dampfbade beieiner Temperatur von 50—60 n C. unter fortwährendem Umrühren zurConsistenz eines dickeren Extracts abgedampft.Bewahre es vorsichtig auf.
Es sei von dunkelbrauner Farbe und von in Wasser trüber Auflösung.
Bei der Bereitung des Eisenhütleinexlracts, wie bei allen narkotischen Ex-tracten, ist es von besonderer Wichtigkeit, alle die Heilkräfte der Pflanzen be-dingenden, sowohl in Wasser als in Weingeist löslichen Bestandtheile hineinzu-bringen, diese aber auch möglichst unverändert in denselben zu erhalten, dieunwirksamen aber daraus entfernt zu halten. Zu den letzteren gehören nunvorzüglich Eiweiss, Gummi, Stärke, welche in allen ausgepressten Pflanzensäf-ten vorkommen, aber ungelöst zurückbleiben, wenn die bis zur dicklichen Con-sistenz abgedampften Pflanzensäfte mit höchstrectificirtem W'eingeisfe vermischtwerden, welcher Extractivstoff, Salze von Pflanzenbasen, neben den harzigenBestandtheilen auflöst. Durch nochmaliges Ausziehen des ungelöst gebliebenen