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1 (1847)
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EXTRAKTUM ABSINTH1I.

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Zuckersiedereieri technische Anwendung. Die Benutzung der in diesen ange-wendeten Vorrichtungen, oder ähnlicher, wie sie John Bahrt (Trommsd. N. J.IV. 1. 1820. 225) und Martenstein (Geiger's Magaz. XXIII. 29) beschrieben ha-ben , bei Bereitung der pharmaceutischcn Extracte würde diese noch besondersvor der nachtheiligen Einwirkung des Sauerstoffs der Luft in der Warme be-wahren und Extracte von vorzüglicher Güte liefern, indessen sind solche Vor-richtungen im Kleinen zu kostspielig und daher nicht praktisch.

Die Gonsistenz, zu welcher die Extracte abgedampft werden, ist zum Theilverschieden; die meisten zur steifen Honigdicke oder zu der des Terpenthins. Da sieaber in der Wanne flüssiger sind, so muss man kleine Proben auf kaltes Metalltröpfeln und erkalten lassen. Einige Extracte werden zur Consistenz einer Pil-lenmasse, noch andere zur pulverförmigen Trockne abgedampft. Die sogenanntenMellagines, von der Consistenz eines etwas dicken Syrups, sind dem Verderbenunterworfen und können daher auch nur in kleinen Quantitäten im Frühlingeund Herbste zu dem jedesmaligen Verbrauche ausreichend bereitet werden. Diefertigen Extracte müssen in porzellanenen oder steinzeugenen Kruken , nicht inmetallenen Gefässen aufbewahrt, und die Kruken müssen nicht eher zugebun-den werden, als bis das frisch bereitete Extract völlig erkaltet ist. Auch beider ferneren Aufbewahrung müssen die Extracte von Zeit zu Zeit nachgesehenwerden , dass sie nicht etwa beschlagen und sich mit Schimmel überziehen. Einkühler, aber trockner Ort passt am besten zur Aufbewahrung derselben.

Ist nun das Extract von der gehörigen Güte, so muss es auch nicht ent-fernt brenzlich riechen oder schmecken, sondern den Geruch und vorzüglichden Geschmack der Pflanze, aus welcher es dargestellt worden, in hohemGrade besitzen, es muss die ihm zukommende Farbe, nicht aber eine dunkle,schwarze haben, und beim Auflösen in Wasser eine klare oder nur wenig ge-trübte Auflösung geben, noch weniger darf es schädliche metallische Beimi-schungen enthalten. Auf Kupfergehalt prüft man dadurch, dass man das Ex-tract in Wasser auflöst, ein wenig Essig hinzusetzt und eine blanke Messer-klinge hineinstellt, an welche sich das Kupfer im metallischen Zustande anlegenwird; oder etwa I Unze des verdächtigen Extract« wird in einem Silbertiegeleingeäschert, von der rückständigen Asche aber ein Theil mit etwas verdünnterSalpetersäure, der andere Theil mit Aetzammoniak digerirt. Das letztere wirdvon dem Kupferoxyde blau gefärbt; die Salpetersäure Auflösung aber erzeugtmit aufgelöstem Cyaneisenkalium eine rothbraune Färbung, und ein hineinge-stellter blanker Eisenstab wird verkupfert. Auf Eisengehalt prüft man die Ex-tracte dadurch, dass man eine sehr verdünnte Auflösung davon mit Galläpfel-tinetur versetzt, wodurch schwarzblaues gallussaures Eisenoxyd erzeugt wird.

Ueber die Ausbeute an Extract vergl. Schlickdm im pharm. Centralbl. 1837.674 und Bartels tabellarische Uebersicht. 1838.

E.xlractiim Absinthii. Wermuthextract.

Nimm: Spitzen von Wermuthkraut vier Pfund.Auf die klein zerschnittenen und in ein passendes Gefäss geschütte-ten giesse

Kochendes gemeines Wasser so viel, dass die Mischungeinem Breie gleicht.Stelle es vier und zwanzig Stunden hindurch bei Seite, unter öf-terem Umrühren, und sondere dann durch Auspressen die Flüssigkeitab. Auf den Rückstand giesse zum zweiten Male eine geringere Quan-