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1 (1847)
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653
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EXTRACTUM AC0N1TI SICCÜM SEI! PUI.VERATÜM — ALOES.

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Rückstandes mit gewöhnlichem recüficirten Weingeiste wird derselbe an den wirk-samen Bestandteilen erschöpft. Damit nun die in den Auszügen enthaltenen wirk-samen Bestandteile möglichst unverändert erhalten bleiben und nicht durch Hitzetheilweise zersetzt werden, dürfen die Spirituosen Auszüge nicht der Destillationunterworfen werden, um den Weingeist nicht verloren gehen zu lassen, sondern siemüssen im Dampfbade abgedampft werden, und zwar, wie die Pharmakopoeausdrücklich vorschreibt, nur bei einer Temperatur von. 50—60° C. =40—48" R.Die Abdampfung darf aber nicht unterbrochen und muss durch Umrühren be-fördert werden, damit das flüssige Extract nicht zu lange in der Wärme derEinwirkung der atmosphärischen Luft ausgesetzt bleibe, aus welcher Sauerstoffabsorbirt wird, der Umbildungen der Stoffe hervorbringt. Dass die auf dieseWeise bereiteten narkotischen Extracte mit Wasser eine trübe Auflösung geben,hängt von den harzigen Bestandteilen ab, welche der Weingeist bei der Be-reitung der Extracte aufgenommen hatte, die aber, wie bekannt, in Wasser un-auflöslich sind.

Extraktum Aconiti siecum seu pulveratum. Trocknes oder ge-pulvertes Eisenhütleinextract.

Nimm: Eisenhütleinextract vier Unzen.Mische es genau mit

einer Unze gepulvertem Milchzuckerund stelle es an einen mässi" warmen Ort hin, bis die Mischung voll-kommen trocken sein wird. Der zerriebenen Masse setze, wenn dasGewicht nicht genau vier Unzen beträgt, soviel gepulverten Milchzuckerhinzu, dass vier Unzen hergestellt werden, welche in einem aufs Besteverschlossenen Gefässe vorsichtig aufbewahrt werden müssen.

Ann). Eine Drachme dieses Pulvers enthält eine Dr. Eisenhütleinextract.

Extractum Aloes. Aloeextract.

Nimm: Aloe ein halbes Pfund.In Pulver gebracht giesse auf

Zwei Pfund destillirtes Wasser.Macerire acht und vierzig Stunden hindurch, unter öfterem Um-schütteln, die durch Absetzenlassen gereinigte und colirte Flüssigkeitwerde im Dampfbade, bei einer 65—75° C. (■= 52—60° R.) nichtübersteigenden Hitze unter emsigem Umrühren bis zur Pillenmasseabgedampft, dann nimm diese heraus, trockne sie bei gelinder Wärmeaus, bringe sie in Pulver und bewahre sie in einem gut verschlosse-nen Gefässe auf.

Es sei ein Pulver von gelbbrauner Farbe, von in Wasser trüberAuflösung.

Die Aloe darf nur mit kaltem Wasser ausgezogen werden, um den wirksa-men Aloestoff oder Aloetin von den fast unwirksamen harzigen Theilen wenig-stens zum grössten Theile zu scheiden. Doch wird etwas davon in Verbindungmit dem Aloestoffe selbst von dem kalten Wasser aufgenommen, so dass dasExtract doch nur eine trübe wässrige Auflösung giebt.

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