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1 (1847)
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EUPHORBIUM.

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scharfen Harze 270; Wachs 70; Caoutchouc 16; apfelsaurem Kalke 96; äpfels.Kali 40; holzigem Rückstande 30; Verlust 6. S. — 500.

Eine noch ausführlichere Analyse verdanken wir Hrn. Brandes (Buchn. Re-pert. VI. S. 145). Bei der Behandlung mit Alkohol in der Digestionswarme zer-ging, schon ehe sie angewandt wurde, ein grosser Theil des Euphorbiums zuäusserst feinen zusammenhängenden weisslichen Flocken, und nach der Digestionhatte sich über dem körnigen Bodensatze ein feinerer mehr flockiger abgelagert,der auf einem Filter besonders gesammelt wurde. Diese Ausscheidung von Flockenzeigte sich beim wiederholten Ausziehen mit absolutem Alkohol auch dann noch,als dieser sich nicht mehr färbte. Bei der Vereinigung der concentrirten undder weniger gefärbten Tincturen, um sie gemeinschaftlich der Destillation zuunterwerfen, fand eine Trübung statt, die beim Kochen der Flüssigkeit sich an-fänglich in Flocken auflöste und zuletzt verschwand, woraus man schon mitziemlicher Sicherheit auf einen Wachsgehalt schliessen konnte. Dieser wurdeaus dem Rückstande der Destillation durch kochenden Alkohol gewonnen undauf seinen Gehalt an Cerin und Myricin geprüft. Die gleich im Anfange ausdem Euphorbium ausgeschiedenen Flocken waren nicht, wie zu vermuthen stand,Wachs , sondern ein Gemisch von äpfelsaurem Kalke mit einem geringen An-theile von schwefelsaurem Kalke und Caoutchouc. Die dem in Weingeist auf-gelösten Harze beigemischten Substanzen wurden durch Wasser geschieden unddurch Versuche geprüft.

Der Rückstand des Euphorbiums von der Ausziehung durch Alkohol wurdenun noch mit Wasser und dann mit Aether ausgezogen.

Als Resultat dieser Analyse ergaben sich in 500 Gran auserlesenen Euphor-biums folgende Bestandtheile: Euphorbiumharz 218 7 /s; Cerin 68%; Myricin 6'/ 8 ,Caoutchouc 24%; Phyteumakolla (thierisch-vegetabilische Materie) 1 ; Aepfelsäuremit äpfels. Kali, äpfels. Kalk und problematischen Spuren von äpfelsaurer Bitter-erde, 16; Aepfelsäure mit äpfels. Kali, äpfels. Kalk und Spuren von benzoes.Kali, 8V 2 ; äpfels. Kalk, mit Spuren von schwefeis. Kalk, 68%; äpfels. Kalk 25 y 2 ;schwefeis. Kalk '/ 2 ; schwefeis. Kali 2'/ 4 ; phosphors. Kalk 3 / 4 (= 422 Gran Salze);Wasser 27; holziger Rückstand 28. S. = 495 4 / 5 .

Von diesen Bestandteilen ist nun das Euphorbiumharz der vorzüglich cha-rakteristische , welchem das Euphorbium seine ganze Wirksamkeit verdankt. Inseinem reinen Zustande zeigte es sich dunkel röthlichbraun , in dünnem Ueber-zuge bräunlichgelb, durchsichtig, hatte einen etwas süsslichen Geruch, der Ge-schmack war anfangs nicht bemerklich ausgezeichnet, hernach aber stechend,die Speicheldrüsen reizend und ausserordentlich brennend. Die Consistenz desHarzes war trocken, spröde, doch leicht mit dem Nagel Eindrücke aufnehmend;über der Lichtflamme schmolz es, und verkohlte sich dabei unter Ausstossungeines angenehmen Benzoegeruchs ohne beträchtliches Aufblähen; in Aether, Al-kohol, Terpenthinöl löste es sich sehr leicht, weniger leicht in Mandelöl auf;Aetzkaliflüssigkeit wirkte nur schwach darauf und löste es nur zum Theil auf;concentrirte Schwefelsäure löste es schon in der Kälte auf, Salpetersäure ver-wandelte es in gelben Bitterstoff, wobei sich etwas Kleesäure und Milchzucker-säure zugleich gebildet hatte. 40 Gran gaben nur 3 / 4 Gran Asche, die aus koli-lens., salzs. und schwefeis. Kali, phosphors. Kalk und kohlens. Kalk nebst Eisen-oxyd bestand.

Buchner und Herberger (Buchn. Repert. XXXVII. S. 203) haben aus demEuphorbium eine Substanz ausgeschieden und Euphorbiin genannt, die jedochharziger Natur ist.

Das Euphorbium, obgleich es in altern Zeiten auch innerlich zu 4 —10 Gran