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CUPRUM SULPHURICUM PURUM — SULPHURICUM VENALE.
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in kleine Stucke zerbrochen und in gut verstopften Gläsern aufbewahrt. Sic hateine grünliche Farbe und ist in Wasser auflöslich, in welcher Form sie als Au-genmittel benutzt wird.
Cuprum sulphuricum purum. Reines schwefelsaures Kupfer.(Sulphas cupricus cum Aqua purüs.)
Nimm: Kupferspäne einen Theil.Schütte sie in eine gläserne Retorte und giesse darauf
Reclificirte Schwefelsäure drei Theile,die vorher mit
einem Theile destillirten Wassersgemischt worden sind. Die Retorte setze im Sandbade dem Feuer aus,damit das Kupfer oxydirt werde und sich mit der Schwefelsäure ver-binde. Die daraus erhaltene Masse zerreibe und löse sie in kochendheissem destülirten Wasser auf, die Auflösung filtrire und bringe sie inKrystalle, welche gut abgewaschen und getrocknet in verstopften Ge-fässen vorsichtig aufbewahrt werden.
Rlaue, durchsichtige Krystalle, der Luft ausgesetzt mit der Zeittrübe werdend, in vier Theilen kalten und zwei Theilen heissen Was-sers auflöslich, in höchst rectificirtem Weingeiste nicht löslich.
Sie müssen von schwefelsaurem Eisen und Zink frei sein.
Cuprum sulphuricum venale. Käufliches schwefelsaures Kupfer.(Vitriolum de Cypro seu coeruleum. Cyprischer oder blauer Vitriol-Kupfer-Vitriol. Sulphas cupricus cum Aqua crudus.)
Ein Salz in himmelblauen, durchscheinenden, mit der Zeit un-scheinbar werdenden Krystallen oder kristallinischen Stücken, zerriebeniveisslich, von herbem Geschmacke, in vier Theilen kalten und zweiTheilen heissen Wassers auflöslich, in höchst rectificirtem Weingeistenicht löslich, aus Kupferoxyd, Schwefelsäure und Wasser bestehend.Wird in chemischen Fabriken bereitet.
Es sei durch schwefelsaures Zink und vorzüglich durch schwefelsau-res Eisen nicht gar zu sehr verunreinigt. Es darf nur zum äusserlichenGebrauche angewandt und muss vorsichtig aufbewahrt werden.
Der Kupfervitriol, auch blauer Galizienstein genannt, scheint schon denGriechen und Römern bekannt gewesen zu sein. Galenits, der in der letztenHälfte des zweiten Jahrhunderts nach Chr. Geb. lebte, kannte die Hauptbestand-theile desselben. Den Namen Cyprischer Vitriol hat er von der Insel Cy-pern, auf welcher er zuerst bereitet worden ist.
Man findet dieses Salz in Höhlungen von Kupferbergwerken aus Kupfer-kiesen natürlich ausgewittert, oft ist es auch im Wasser aufgelöst, welches dannCämentwasser genannt wird und aus welchem es durchs Verdunsten gewonnen