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1 (1847)
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615
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CUPRUM ALUMINATUM.

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Essig kochen lässt. Dabei wird das basisch essigsaure Kupfer, oder vielmehrdas Kupferoxydhydrat, in auflösliches neutrales Salz verwandelt und mit demschon vorhandenen zugleich aufgelöst. Die Flüssigkeit wird ruhig stehen ge-lassen, abgegossen, gehörig eingcdunstet und die Krystallisation auf folgendeWeise bewirkt. Man giesst die Flüssigkeit in kleine Fasser und steckt hölzerneStäbe hinein, die an dem einen Ende in vier Theile gesparten sind, welche ver-mittelst kleiner hölzerner Pflöcke auseinander gehalten werden. Das Salz kry-stallisirt auf diesen Stäben, und bildet im Ganzen abgestumpfte vierseitige Py-ramiden. Wenn man sieht, dass die Krystallklumpen nicht mehr zunehmen, sowerden sie herausgenommen, die Flüssigkeit abgedampft und die ersteren wie-der hineingestellt; durch dieses Verfahren erhält man auf deren Oberfläche ziem-lich deutliche Krystalle von essigsaurem Kupferoxyde, nämlich Rhomben.

Die Krystalle haben eine sehr dunkle grüne Farbe, verwittern an der Luftund beschlagen mit einem hellen blaugrünen Pulver. Das Pulver von den zer-stossenen Krystallen ist spangrün. Der krystallisirte Grünspan ist in 13,4 kal-ten, in S kochenden Wassers und in 14 kochenden Weingeistes auflöslich. Ver-schiedene Zuckerarten fällen aus der Auflösung im Lichte oder in der Hitze me-tallisches und oxydulirtes Kupfer. Spec. Gew r . = 1,78. Der krystallisirte Grün-span ist zusammengesetzt aus 1 At. Kupferoxyd (= 49ö,695), 1 At. Essigsäure

(= 643,186) und 1 At. Wasser (= 112,479), erhält also die Zahl CuÄ + H =1281,360, und besteht in 100 Th. aus: Kupferoxyd 39,61, Essigsäure 51,39,Wasser 9,00.

Dieses Salz, welches jetzt vorzüglich zur Malerei gebraucht wird, ist früherzur Ausscheidung der concentrirten Essigsäure, des sogenannten Radicalessigs.benutzt worden.

Cuprum aluminatum. Kupferalaun.(Lapis divinus.)

Nimm : Beines schwefelsaures Kupfer,Gereinigtes salpetersaures Kali,Alaun, von jedem zwei Unzen.Sie werden zerstossen und in einem kupfernen oder irdenen gla-sirten Geschirre bei gelinder Wärme geschmolzen. Nachdem sie ge-schmolzen und vom Feuer entfernt worden, mische hinzu

Zerriebenen Kampher eine Drachme,und dann giesse aus. Die erkaltete weisslich-grünliche Masse zer-brich in kleine Stücke und bewahre sie vorsichtig auf.

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Dieses zusammengesetzte Arzneimittel kam unter dem Namen Lapis di-vinus s. ophthalmicus St. Yves, St. Yves' Augenstein oder Wundstein, in denArzueivorrath, und besteht aus einem Gemenge der angegebenen Salze, welchebei der angewandten Wärme in dem Krystallwasser zerfliessen, bei dem Erkal-ten aber zu einer festen Masse gestehen, die aber nicht mehr die Salze in völ-lig unverändertem Zustande enthält, sondern deren Bestandtheile sich zum Theilzu neuen Verbindungen vereinigt haben. Der Kampher muss der schmelzendenMasse erst, nachdem sie vom Feuer entfernt ist, zugesetzt werden, damit ersich nicht verflüchtige; dann wird die Masse auf ein kaltes Blech ausgegossen,