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1 (1847)
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613
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CUPRUM.

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kalte Lauge von kaustischem Kali gefällt, so entsteht ein blauer, voluminöserNiederschlag, welcher das Hydrat des Oxyds ist (d. h. gebundenes Wasser ent-halt), welches sich zwar in der Luft erhalt, bei der Wärme des kochendenWassers aber zersetzt wird und schwarzes Oxyd giebt. Dieses Kupferoxyd-hydrats bedient man sich wegen seiner schönen blauen Farbe als Malerfarbe.Das Kupferoxyd wird leicht und mit Wärmeentwickelung von den Säuren auf-gelöst. Im Glühen verbinden sich auch die Alkalien und alkalischen Erden da-mit. Ueberschüssiges kaustisches Ammoniak löst die Salze des Kupferoxydsmit einer schönen dunkelblauen Farbe auf. Von den Oelen wird es mit grünerFarbe aufgelöst, so dass Od, in kupfernen Gefässen aufbewahrt, sich davon grünfärbt. Das Kupferoxyd besteht aus 79,825 Metall und 20,175 Sauerstoff, d. h.

aus \ At. Kupfer und 1 At. Sauerstoff, und erhält die Zahl Cu = 495,695. WirdKupferoxyd einer Glühhitze ausgesetzt, welche ungefähr zum Schmelzen vonKupfer hinreicht, so giebt es 8 Proc. Sauerstoffgas aus, und es bleibt ein ge-schmolzenes schwarzes Oxyd - Oxydul zurück, welches 2€u + Cu ist. DerKupferhammerschlag besteht der Hauptsache nach aus Oxyd, enthält aber auchnoch oxydulirtes und metallisches Kupfer.

c) Das Superoxyd. Es ist von Thenard vermittelst des Wasserstoffsuper-oxyds dargestellt worden , und hat eine dunkel gelbbraune Farbe. Es enthält

nach Thekard doppelt so viel Sauerstoff als das Oxyd, ist also Cu = 595,695;Kupfer 66,432, Sauerstoff 33,568.

d) Kupfersäure. Dieselbe kann nur in Verbindung mit starken alkalischenBasen, nach Fremy , durch Detonation von Kupferfeile mit Salpeter, oder, nachKrüger, durch Vermischen von aufgelöstem salpetersauren Kupferoxyd mit un-terchlorigsaurer Kalkerde, erhalten werden. Das durch Detonation erhaltenekupfersaure Kali löst sich mit Rosafarbe auf; die Lösung entwickelt aber baldSauerstolFgas, und wird unter Abscheidung von Kupferoxyd farblos. Im zwei-ten Falle nimmt der anfangs grünliche Niederschlag bald eine dunklere Farbean, und wird zuletzt carmoisinroth; er ist jetzt kupfersaure Kalkerde, die sichaber gleichfalls bald zu zersetzen und mit Brausen Sauerstoffgas zu entwickelnanfängt. Die Zusammensetzung der Kupfersäure ist noch nicht ermittelt.

Das Kupfer verbindet sich aber nicht nur mit dem Sauerstoffe, sondernauch mit vielen andern einfachen Stoffen, als mit dem Stickstoffe, Chlor, Jod,dem Phosphor, dem Schwefel und den meisten Metallen. Die Verbindung mitdem Chlor erfolgt flammend, wenn man nämlich Kupferfeilspane in Chlorgashineinträgt. Von den Legirungen des Kupfers mit andern Metallen sind vielein der Oekonomie und den Künsten von der grössten Wichtigkeit. Wird Zinnmit Kupfer zusammengeschmolzen, so entsteht die unter dem Namen Bronzebekannte. Zusammensetzung. Die speeiflsehe Schwere der zusammengeschmol-zenen Masse ist immer grösser, als man der Berechnung der Quantitäten undder speeiflschen Gewichte ihrer Bestandtheile nach annehmen müsste. Die zurBenutzung gebräuchlichen harten, klingenden und dauerhaften Compositionenaus Kupfer und andern Metallen (vergl. Zincum) werden gewöhnlich nicht vonKupfer und Zinn allein gemacht, sondern erhalten noch andere Zusätze, näm-lich Blei, Zink oder Arsen. Mit dem Arsen bildet das Kupfer eine weisse sprödeComposition, die unter dem Namen Tomback (Weisskupfer) bekannt ist; mitdem Zinke das Messing, welches noch nach den Verhältnissen der beiden Be-standtheile verschiedene andere Namen führt; mit Zink und Nickel das Neu-silber u. s. w.

Das Kupfer ist sehr geneigt, sich bei Gegenwart von Säuren zu oxydiren,

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