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1 (1847)
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CUPRUM.

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hart, klingend, sehr hämmerbar und streckbar, von beträchtlicher Zähigkeit und8,85 bis 8,95 spec. Schwere. Es hat einen etwas adstringirenden Geschmack,und lässt beim Reiben einen beschwerlichen eigenen Geruch erkennen, der sichauch zeigt, wenn man es mit schweissigen Händen anfasst. Bei einem Gradeder Wärme, der noch lange nicht an die Glühhitze reicht, bemerkt man auf dempolirten Kupfer verschiedene Reihen prismatischer Farben. Das rothe Farben-bild jeder Reihe wird man immer dem Ende zunächst bemerken, welches ammeisten erhitzt worden ist. Ohne Zweifel muss diese Wirkung der Oxydationzugeschrieben werden, denn bei einem grösseren Grade der Hitze geht dieselberascher von statten, so dass sich dünne pulverige Schuppen auf der Oberflächebilden, die man leicht abreiben kann (Kupferasche, Kupferhammerschlag). Zugleicher Zeit erhält die Flamme der Feuerung eine schöne bläulichgrüne Farbe.Bei einem noch grösseren Hitzegrade, bei.+ 1091° C. = 872,8° R., schmilztdas Kupfer mit bläulichgrüner Farbe. Bei langsamem Erkalten krystallisirt es.

Das Kupfer hat zum Sauerstoffe nur eine schwache Verwandschaft; zwarrostet es schon an der Luft etwas, doch ist die gebildete Rostschicht äusserstdiinu und beschützt das darunter liegende Metall. Die Verbindungen des Kupfersmit dem Sauerstoffe werden von dem Wasserstoffgase aufgehoben und das Me-tall reducirt bei einer Temperatur, welche bei weitem noch nicht zum Glühenreicht. Erhitzt man Kupferoxyd auf einem kleinen eisernen, an einem Korkebefestigten Löffel und taucht ihn schnell in eine mit Wasserstoffgas gefüllte Fla-sche , welche dabei durch den Kork verschlossen wird, so wird das Oxydaugenblicklich glühend, scheint zu brennen, und die innern Wände der Flaschebeschlagen sich mit Wasser. Nach dem Erkalten findet man das Kupfer reducirt.

Wir kennen vom Kupfer vier Oxydationsstufen: das Oxydul, das Oxyd, dasSuperoxyd und die Kupfersäure.

n) Das Oxydul kommt in der Natur unter dem Namen Rothkupfererz vor ;künstlich wird es dadurch gewonnen, dass 5 Th. Kupferoxyd mit 4 Th. feinenKupferfeilspänen vermischt und in einem bedeckten Tiegel geglüht werden,wobei der früher an 9 Th. Kupferoxyd gebundene Sauerstoff sich gleichförmigden l Th. metallischen Kupfers mittheilt uod hierdurch alles Kupfer in den Zu-stand des Oxyduls versetzt wird. Dieses hat eine kupferrofhe Farbe und be-steht aus 88,78 Kupfer und 11,22 Sauerstoff, ist zusammengesetzt aus einemüoppelatom Kupfer und 1 At. Sauerstoff, erhält also die Zahlu = 891,390.Auch auf nassem Wege kann Kupferoxydul erhalten werden. Hierzu werden1 Th. krystallisirtes schwefelsaures Kupferoxyd und 1 Th. Milchzucker in 10 Th.Wasser gelöst, nöthigenfalls filtrirt, und der kalten Lösung so lange Aetzkali-lauge hinzugesetzt, bis der anfangs entstandene Niederschlag sich wieder voll-ständig gelöst hat, wozu 3 Th. Lauge von 1,333 spec. Gew. hinreichen. Dietief blaue Flüssigkeit wird im Wasserbade erwärmt unter beständigem Umrühren,bis die braune Trübung immer heller wird, und endlich fast zinnoberroth. Dannwird sogleich das Gefäss vom Feuer entfernt, und der Niederschlag abfiltrirtund gewaschen. Setzt man das Erhitzen zu lange fort, so geht der hellrotheamorphe Niederschlag in den krystallinischen Zustand über, und wird dunkelcarmoisinroth. Noch länger erhitzt, oxydirt es sich theilweise höher, und be-kommt ein schwärzliches Ansehen.

b) Das Oxyd. Man erhält dasselbe sowohl, wenn Kupfer beim freien Zu-tritte der Luft oder des Sauerstoffgases verbrennt, als wenn salpetersaures oderkohlensaures Kupferoxyd durch Glühen zersetzt wird. Es ist kohlschwarz undbehält seine Schwärze im feinsten Pulver bei. Es bildet die Basis der gewöhn-lichen Kupfersalze. Wird eine Auflösung von Kupfer durch Eintröpfeln in eine