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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Die Zellmembran.

aber nach Mazeration mit verd. Alkalien durch Jodreagentien einezellulosehaltige Grundlage nachweisen (van Wisselingh) 1 ).

Kutikula und Korkmembranen einiger Pflanzen (Nymphaea, Ranunculus,Helleborus, Convallaria, Hex, Rosmarinus u. a.) geben mit Fuchsin-schwefligeSäure (S. 230) eine violette Färbung (Aldehyd, Greneau de Lamarliere,Bull. Soc. bot. France, 1903, S. 268).

Färbungen sind für Kork und Kutikula charakteristisch. Dadiese Membranen Fettsäuren enthalten, so benutzt man seit Correns 2 )die sog. Fettfarbsfoffe (S. 157). Da aber auch Holz die Farbstoffeannimmt, so wird das Färbungsvermögen des Holzes durch Eau deJavelle zerstört (Mangin, Lit. S. 597, 5, Zimmermann, Lit. S. 597, 5),während die Färbkraft von Kork und Kutikula selbst nach 60 stund.Einwirkung der Lauge, zuweilen nach wochenlanger Wirkung (Kroe-mer) nicht abnimmt. Die Präparate werden mit Eau de Javelle eineStunde oder länger mazeriert (die Suberinlamellen treten dann scharfhervor, legen sich öfters in kleine Falten, Kroemer), gut mit 1 °/ 0Salzsäure ausgewaschen und schließlich gefärbt. Die Färbung läßtsich auf dem Deckglase ausführen (bei zarten Objekten vorteilhaft).Die Farbstoffe, meist in 0.10.2 °/ u Lösungen benutzt, werden teils inAlkohol-Glyzerin (zu gleichen Teilen, Sudan III, Alkannin, Cyanin),teils in Alkohol gelöst (Chlorophyllgrün, Scharlach R, Sudan III). Inder Kälte vollzieht sich die volle Färbung in einigen Stunden, durchErwärmen wird sie sehr beschleunigt. Ausgewaschen wird mit Glyzerin-Wasser (oder Wasser), untersucht in Glyzerin. Nur die mit Eau deJavelle behandelten Präparate liefern diagnostisch einwandfreie Fär-bungen 3 ). Daher ist auf genügend lange Einwirkung der Lauge zuachten, die auch störende Gerb- und Farbstoffe (Phenole u. a.) entfernt.

Auch Anilinfarben können zur Färbung dienen. Tison 4 ) benutztkonz. alkohol. Lösungen von Gentianaviolett, Dahlia, Methylgrün, diedurch Ammoniakzusatz entfärbt sind, auch Mangins Pektinfarbstoffe,

') C. van Wisselingh, S. la paroi d. cellules subereuses, Arch. Neerl.,1888, XXII u.: S. la lamelle subereuse et la suberine, Arch. Neerl., 1892,XXVI, S 305.

2 ) C. E. Correns, Anat. u. Entw. extranuptialer Nekatrien v. Dioscorea,Sitzb. Wien. Ak., 1888, XCVII, 1, 658.

a ) Auch bei Doppelfärbungen (S. 553) werden Suberin- und Kutinmem-branen gefärbt, gewöhnlich in nur wenig abweichender Farbe wie Holz, da jabei Doppelfärbungen eine Vorbehandlung mit Eau de Javelle nicht stattfindendarf (um das Farbvermögen des Holzes nicht zu zerstören).

*) A. Tison, Methode nouvelle de coloration des tissus subereux, Compt.rend., 1899, S. 454.