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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Glykogen.

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die rotbraunen Massen ins Wasser gelangen, so kann man ihr Auflösenim Wasser verfolgen. Mit der Stärke teilt Glykogen die Eigenschaft,daß die Jodfärbung beim Erwärmen verschwindet, um beim Erkaltenwieder sichtbar zu werden. Doch muß man, um ein Auflösen zu ver-hindern, vorsichtig auf 5060° erwärmen. Bisher ist es noch nichtgelungen, die Jodfärbung des Glykogens (von der es noch fraglich ist,ob sie auf chemischen Vorgängen beruht) haltbar zu machen.

Auf die Gerinnungsfähigkeit des Glykogens hat A. Fischer')den sichersten mikrochemischen Nachweis gegründet. Das Materialwird in Alkohol fixiert, die Mikrotomschnitte kommen in Xylol, dannin Alkohol und schließlich ohne den anhaftenden Alkohol zu entfernenin eine 10 °/ 0 ige wässerige Tanninlösung. Nachdem die Präparate1015 Minuten lang in der Tanninlösung gelegen haben, werden siezunächst wiederum ohne Abspülung in 1%, dann in eine 10 °/ 0 igewässerige Lösung von doppelchromsaurem Kali gebracht. Auch hierinbleiben sie etwa 10 Minuten. Auf diese Weise ist das Glykogengänzlich unlöslich in Wasser geworden. Es kann nun mit basischenFarbstoffen (Safranin, Bismarckbraun', Jodgrün, Methylenblau) gefärbtwerden, wird von Safranin leuchtend rot und zeigt die Form, welchees bei der Fixierung mit Alkohol hatte. Zellkerne bleiben hierbei in-folge der Tanninbehandlung ungefärbt oder erscheinen durch dieChrombehandlung nur schwach gelblich. Gute Färbungen erhält manmit 10 Minuten langem Färben mit Safranin-Anilinwasser. Die inder tierischen Histologie benutzten Färbungsmethoden von Vastarini,Best und P. Mayer sind, wie es scheint, auf unserem Gebiete nochnicht erprobt worden. Mayer 2 ) sagt auch, daß das Gallein (Grübler)unter Zusatz von Ammoniak in 70 % Alkohol gelöst, eine sehr präziseFärbung des Glykogens gibt, und zwar ziemlich lebhaft violett".

Als Hilfsreaktion wird man schließlich Färbungen mit Ruthenium-rot heranziehen können, denn Tobler 3 ) fand, daß sich sowohl reinesGlykogen (Schuchhardt-Görlitz) als auch Glykogen in verschiedenenPräparaten intensiv mit diesem Farbstoffe färbt.

r ) A. Fischer, Eine neue Glykogenfärbung, Anatom. Anzeiger, 1905,XXVI, S. 899.

") P. Mayer, Zur Färbung des Glykogens, Ztschr. f. wiss. Mikr., 1909,XXVI, S. 513. '

") F. Tobler, Über die Brauchbarkeit von Mangins Kutheniumrot als Re-agens für Pektinstoffe, Ztsrhr. f. wiss. Mikr., 1006, XXHi, S. 182.